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AURA-Award wür­digt kli­ma­freund­li­chen Woh­nungs­bau in Wer­ni­ge­ro­de

Das Wer­ni­ge­röder Son­nen­haus ist mit dem AURA-Award des Lan­des Sach­sen-Anhalt aus­ge­zeich­net wor­den. Umwelt­mi­nis­ter Prof. Dr. Armin Wil­ling­mann über­reich­te den Nach­hal­tig­keits­preis wäh­rend sei­ner Som­mer­tour an die kom­mu­na­le Gebäu­de- und Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Wer­ni­ge­ro­de mbH.

Das Wohn­ge­bäu­de im Pap­pel­weg ent­stand zwi­schen 2022 und 2025 auf dem Grund­stück eines frü­he­ren Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses aus den 1940er- und 1950er-Jah­ren. Der mit Koh­le beheiz­te Alt­bau wur­de durch einen ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Neu­bau mit 15 Woh­nun­gen ersetzt.

Das Pro­jekt ver­bin­det kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ver­sor­gung, bezahl­ba­ren Wohn­raum und ein Ange­bot für ver­schie­de­ne Gene­ra­tio­nen. Nach Anga­ben des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums zeigt das Gebäu­de, wie sich Treib­haus­gas­emis­sio­nen im Woh­nungs­bau deut­lich redu­zie­ren las­sen.

Son­nen­en­er­gie lie­fert Strom und Wär­me

Das Herz­stück des Gebäu­des ist sein Ener­gie­kon­zept. Die Dach­form wur­de so aus­ge­rich­tet, dass eine mög­lichst hohe Son­nen­ein­strah­lung erreicht wird. Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen erzeu­gen Strom, wäh­rend Solar­ther­mie für Wär­me sorgt.

Von April bis Okto­ber kann das Gebäu­de voll­stän­dig mit Son­nen­en­er­gie beheizt wer­den. In den Win­ter­mo­na­ten über­nimmt eine CO₂-neu­tra­le Holz­pel­let­hei­zung die Wär­me­ver­sor­gung. Fünf gro­ße Puf­fer­spei­cher hal­ten über­schüs­si­ge Wär­me über län­ge­re Zeit vor.

Eine stark gedämm­te Gebäu­de­hül­le und drei­fach ver­glas­te Fens­ter sen­ken den Ener­gie­be­darf zusätz­lich. Nach Berech­nun­gen der GWW spart das Son­nen­haus jähr­lich rund 36 Ton­nen Koh­len­di­oxid ein.

Solar­strom für jede Woh­nung

Auf dem Dach befin­den sich 16 Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen mit einer Leis­tung von jeweils drei Kilo­watt-Peak. Für jede der 15 Woh­nun­gen steht eine eige­ne Anla­ge zur Ver­fü­gung. Eine wei­te­re ver­sorgt die gemein­schaft­lich genutz­ten Berei­che des Hau­ses.

Der erzeug­te Strom wird direkt vor Ort genutzt und den Mie­te­rin­nen und Mie­tern kos­ten­frei bereit­ge­stellt. Jede Woh­nung besitzt einen eige­nen Wech­sel­rich­ter. Nicht ver­brauch­ter Strom wird gesam­melt und in das öffent­li­che Netz ein­ge­speist.

Nach Anga­ben der GWW kön­nen die Ener­gie­kos­ten je nach Ver­brauch lang­fris­tig um 50 bis 60 Pro­zent sin­ken. Geschäfts­füh­rer Chris­ti­an Zei­ger­mann sieht das Pro­jekt des­halb als Bei­spiel dafür, dass kom­mu­na­ler Woh­nungs­bau zugleich wirt­schaft­lich, kli­ma­freund­lich und inno­va­tiv sein kann. Tei­le des Kon­zepts lie­ßen sich auch auf wei­te­re Bau­vor­ha­ben über­tra­gen.

Aus­zeich­nung für nach­hal­ti­ge Pro­jek­te

Mit dem AURA-Award zeich­net das Umwelt­mi­nis­te­ri­um Pro­jek­te aus, die inno­va­ti­ve Ideen für Kli­ma­schutz und Res­sour­cen­scho­nung prak­tisch umset­zen. Minis­ter Wil­ling­mann beton­te bei der Preis­ver­ga­be die Bedeu­tung sol­cher Vor­ha­ben für die Ener­gie- und Wär­me­wen­de.

Nach­hal­ti­ges Unter­neh­mer­tum gehört zu den Schwer­punk­ten sei­ner fünf­tä­gi­gen Som­mer­tour unter dem Mot­to Ener­gie & Inno­va­ti­on. Dabei besucht der Minis­ter Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen in Sach­sen-Anhalt, infor­miert sich über umge­setz­te Pro­jek­te und über­gibt För­der­be­schei­de.

Foto: MWU

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