Wohin im Harz am Sonn­tag? Die bes­ten Aus­flugs­tipps im „Gol­de­nen Herbst“

Der Herbst bietet im Herbst eine Reihe von attraktiven Ausflugsmöglichkeiten im Harz
Der Herbst bietet im Herbst eine Reihe von attraktiven Ausflugsmöglichkeiten im Harz

Wenn sich die Wäl­der gelb, oran­ge und rot fär­ben, Nebel­schwa­den am Mor­gen durch die Täler zie­hen und die tief ste­hen­de Son­ne die Ber­ge in war­mes Licht taucht, zeigt sich der Harz von einer sei­ner schöns­ten Sei­ten. Gera­de ein Sonn­tag im Gol­de­nen Herbst ist des­halb wie gemacht für einen spon­ta­nen Aus­flug.

Doch wohin im Harz am Sonn­tag? Auf den Bro­cken wan­dern, durch Wer­ni­ge­ro­des Fach­werk­gas­sen schlen­dern, mit der his­to­ri­schen Schmal­spur­bahn fah­ren oder die Herbst­far­ben im Bode­tal genie­ßen?

Die gute Nach­richt: Die Aus­wahl ist rie­sig. Mehr als 8.000 Kilo­me­ter Wan­der­we­ge, his­to­ri­sche Städ­te, Aus­sichts­punk­te, Schlös­ser, Berg­bah­nen und fami­li­en­freund­li­che Attrak­tio­nen machen den Harz zu einem abwechs­lungs­rei­chen Ziel für einen Tages­aus­flug.

Hier kom­men die bes­ten Aus­flugs­tipps für einen Sonn­tag im Harz im Gol­de­nen Herbst – von bekann­ten Klas­si­kern bis zu Ideen für einen gemüt­li­chen Herbst­tag.

War­um sich ein Sonn­tags­aus­flug in den Harz im Herbst beson­ders lohnt

Der Herbst gehört zu den reiz­volls­ten Jah­res­zei­ten im Harz. Nach Anga­ben des Har­zer Tou­ris­mus­ver­ban­des ver­wan­deln ins­be­son­de­re die aus­ge­dehn­ten Laub­wäl­der Tei­le der Regi­on in ein leuch­ten­des Far­ben­meer. Gleich­zei­tig beginnt eine Jah­res­zeit, in der Wan­dern beson­ders ange­nehm sein kann.

Das Beson­de­re ist die Mischung: Mor­gens liegt viel­leicht noch Nebel zwi­schen den Ber­gen, mit­tags bricht die Son­ne durch und am Nach­mit­tag leuch­ten die Wäl­der in Gold- und Rot­tö­nen.

Hin­zu kommt, dass sich vie­le der schöns­ten Aus­flugs­zie­le mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren las­sen. Eine kur­ze Wan­de­rung am Vor­mit­tag, anschlie­ßend ein Mit­tag­essen und am Nach­mit­tag ein Spa­zier­gang durch eine his­to­ri­sche Alt­stadt – genau die­se Mischung macht einen Herbst­sonn­tag im Harz so attrak­tiv.

1. Bro­cken: Der Klas­si­ker für einen gol­de­nen Herbst­sonn­tag

Wer beim Stich­wort Harz zuerst an den Bro­cken denkt, liegt natür­lich nicht falsch. Mit 1.141 Metern ist er der höchs­te Berg des Har­zes und zugleich eines der bekann­tes­ten Aus­flugs­zie­le Nord­deutsch­lands.

Im Herbst besitzt die Bro­cken­kup­pe einen ganz beson­de­ren Reiz. Wäh­rend in den tie­fe­ren Lagen die bun­ten Wäl­der domi­nie­ren, herrscht oben bereits eine deut­lich raue­re Berg­at­mo­sphä­re.

Wer sport­lich unter­wegs ist, kann bei­spiels­wei­se von Schier­ke zum Bro­cken wan­dern. Schier­ke liegt direkt unter­halb des Ber­ges mit­ten im Natio­nal­park und ist Aus­gangs­punkt ver­schie­de­ner Wan­de­run­gen.

Weni­ger anstren­gend und min­des­tens genau­so typisch für den Harz ist eine Fahrt mit der Bro­cken­bahn. Die his­to­ri­schen Schmal­spur­bah­nen ver­bin­den unter ande­rem Wer­ni­ge­ro­de, Drei Annen Hoh­ne und Schier­ke mit dem Bro­cken.

Ide­al für: Wan­de­rer, Natur­freun­de, Foto­gra­fen und Harz-Neu­lin­ge.

Herbst-Tipp: Nicht vom Son­nen­schein im Tal täu­schen las­sen. Auf dem Bro­cken kann das Wet­ter erheb­lich käl­ter, win­di­ger und neb­li­ger sein. Wet­ter­fes­te Klei­dung und fes­te Schu­he gehö­ren des­halb unbe­dingt ins Gepäck.

2. Wer­ni­ge­ro­de: Fach­werk, Schloss und Herbstro­man­tik

Wer Natur und Stadt mit­ein­an­der ver­bin­den möch­te, fin­det in Wer­ni­ge­ro­de eines der viel­sei­tigs­ten Zie­le für einen Sonn­tag im Harz.

Die his­to­ri­sche Alt­stadt ist geprägt von far­ben­fro­hen Fach­werk­häu­sern. Zu den bekann­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten gehö­ren das his­to­ri­sche Rat­haus, das Schie­fe Haus und das Klei­ne Haus. Über der Stadt thront das Schloß Wer­ni­ge­ro­de, von des­sen Umge­bung sich wei­te Aus­bli­cke eröff­nen.

Gera­de im Herbst ent­steht ein reiz­vol­ler Kon­trast zwi­schen den bun­ten Wäl­dern an den Berg­hän­gen und den his­to­ri­schen Gebäu­den der Stadt.

Ein mög­li­cher Sonn­tags­aus­flug lässt sich ganz ent­spannt gestal­ten: mor­gens durch die Alt­stadt schlen­dern, anschlie­ßend zum Schloss hin­auf und spä­ter in einem Café oder Restau­rant ein­keh­ren.

Wer dar­aus einen gan­zen Harz-Tag machen möch­te, kann Wer­ni­ge­ro­de außer­dem als Aus­gangs­punkt für eine Fahrt mit der Har­zer Schmal­spur­bahn nut­zen.

Ide­al für: Paa­re, Fami­li­en, Genie­ßer, Foto­gra­fen und Besu­cher, die Wan­dern und Sight­see­ing kom­bi­nie­ren möch­ten.

3. Qued­lin­burg: Ein Sonn­tag zwi­schen Fach­werk und Welt­erbe

Noch mehr his­to­ri­sches Flair war­tet in Qued­lin­burg.

Die Welt­erbe­stadt besitzt mehr als 2.000 Fach­werk­häu­ser aus acht Jahr­hun­der­ten und zählt damit zu den außer­ge­wöhn­lichs­ten his­to­ri­schen Stadt­land­schaf­ten Deutsch­lands. Zu den Höhe­punk­ten gehö­ren das UNESCO-Welt­erbe-Ensem­ble auf dem Stifts­berg mit der Stifts­kir­che St. Ser­va­ti­us und dem Dom­schatz sowie der Mün­zen­berg.

Im Herbst lohnt es sich beson­ders, ohne fes­ten Zeit­plan durch die Kopf­stein­pflas­ter­gas­sen zu zie­hen. Hin­ter jeder Ecke war­tet ein neu­es Foto­mo­tiv.

Qued­lin­burg ist daher eine gute Alter­na­ti­ve für alle, die sich fra­gen: Wohin im Harz am Sonn­tag, wenn wir nicht den gan­zen Tag wan­dern möch­ten?

Stadt­bum­mel, Kul­tur, Cafés und klei­ne­re Spa­zier­gän­ge las­sen sich hier her­vor­ra­gend mit­ein­an­der ver­bin­den.

Ide­al für: Kul­tur­fans, Paa­re, Senio­ren, Foto­gra­fen und gemüt­li­che Tages­aus­flü­ge.

4. Bode­tal und Tha­le: Herbst­far­ben zwi­schen stei­len Fel­sen

Wer spek­ta­ku­lä­re Land­schaf­ten sucht, soll­te einen Sonn­tag im Bode­tal bei Tha­le ein­pla­nen.

Das tief ein­ge­schnit­te­ne Tal gehört zu den land­schaft­lich ein­drucks­vol­len Berei­chen des Har­zes und bil­det zugleich einen Abschnitt des Har­zer-Hexen-Stiegs. Der bekann­te Fern­wan­der­weg führt ins­ge­samt rund 100 Kilo­me­ter von Oster­ode nach Tha­le; mit sei­nen Vari­an­ten umfasst das Wege­netz sogar etwa 150 Kilo­me­ter.

Natür­lich muss nie­mand für einen Sonn­tags­aus­flug den gesam­ten Hexen-Stieg bewäl­ti­gen. Rund um Tha­le bie­ten sich zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten für kür­ze­re Tou­ren.

Beson­ders beliebt ist die Kom­bi­na­ti­on aus Bode­tal, Hexen­tanz­platz und Seil­bahn­fahrt. Die Kabi­nen­bahn führt hin­auf zum Hexen­tanz­platz; eini­ge Gon­deln besit­zen sogar Glas­bö­den. Oben befin­den sich wei­te­re Frei­zeit­an­ge­bo­te und Aus­sichts­mög­lich­kei­ten.

Wenn die Wäl­der im Okto­ber ihre Far­be wech­seln, wirkt die fel­si­ge Land­schaft noch ein­drucks­vol­ler.

Ide­al für: Fami­li­en, Wan­de­rer, akti­ve Paa­re und alle, die Aus­sichts­punk­te lie­ben.

5. Bad Harz­burg: Baum­wip­fel und ent­spann­ter Herbst­spa­zier­gang

Ein wei­te­res belieb­tes Ziel für einen Sonn­tags­aus­flug ist Bad Harz­burg.

Beson­ders bekannt ist der Baum­wip­fel­pfad Harz. Statt nur zwi­schen den Bäu­men zu wan­dern, erlebt man den Wald hier aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve. Der Har­zer Tou­ris­mus­ver­band zählt den Baum­wip­fel­pfad zu den her­vor­ge­ho­be­nen Aus­flugs­zie­len der Regi­on.

Gera­de wäh­rend der Laub­fär­bung ist die­se Per­spek­ti­ve reiz­voll: Unter und neben den Besu­chern brei­tet sich das herbst­li­che Blät­ter­dach aus.

Anschlie­ßend lässt sich der Aus­flug mit einem Spa­zier­gang durch Bad Harz­burg oder einer gemüt­li­chen Ein­kehr ver­bin­den.

Ide­al für: Fami­li­en, Paa­re und Besu­cher, die Natur erle­ben möch­ten, ohne eine lan­ge Berg­wan­de­rung ein­zu­pla­nen.

6. Torf­haus: Bro­cken­blick statt Bro­cken­be­stei­gung

Nicht jeder möch­te sonn­tags meh­re­re Stun­den berg­auf wan­dern. Wer trotz­dem ech­tes Harz-Pan­ora­ma erle­ben möch­te, fin­det rund um Torf­haus eine gute Alter­na­ti­ve.

Der Ort liegt mit­ten in der Hoch­harz­land­schaft und eig­net sich als Aus­gangs­punkt für Spa­zier­gän­ge und Wan­de­run­gen.

Eine neue­re Attrak­ti­on ist der Harz­turm. Die Aus­sichts­platt­form liegt in rund 65 Metern Höhe und ermög­licht einen wei­ten Blick in Rich­tung Bro­cken und Natio­nal­park. Zum Erleb­nis gehö­ren außer­dem ein glä­ser­ner Sky­walk und eine 110 Meter lan­ge Erleb­nis­rut­sche.

Damit lässt sich ein klas­si­scher Natur­aus­flug mit einem moder­nen Aus­sichts­er­leb­nis ver­bin­den.

Ide­al für: Fami­li­en, Foto­gra­fen und Besu­cher, die mit rela­tiv wenig Wan­der­auf­wand ein gro­ßes Pan­ora­ma suchen.

7. Mit der Har­zer Schmal­spur­bahn durch den Herbst

Ein Herbst­sonn­tag im Harz muss nicht zwangs­läu­fig aus Wan­dern bestehen.

Eine der ent­spann­tes­ten Mög­lich­kei­ten, die Land­schaft zu erle­ben, ist eine Fahrt mit den Har­zer Schmal­spur­bah­nen.

Das Stre­cken­netz umfasst rund 140 Kilo­me­ter und ver­bin­det zahl­rei­che Zie­le zwi­schen Wer­ni­ge­ro­de, Qued­lin­burg und Nord­hau­sen. His­to­ri­sche Dampf­lo­ko­mo­ti­ven sind dabei selbst längst zu einer Sehens­wür­dig­keit gewor­den.

Beson­ders reiz­voll ist die Fahrt im Herbst, wenn sich hin­ter den Fens­tern Wäl­der, Täler und Berg­land­schaf­ten abwech­seln.

Neben der bekann­ten Bro­cken­bahn lohnt sich auch ein Blick auf die Stre­cken im Sel­ke­tal.

Ide­al für: Fami­li­en, Eisen­bahn­fans, Senio­ren, Paa­re und Schlecht­wet­ter­ta­ge.

Wich­tig: Fahr­plä­ne für den gewünsch­ten Sonn­tag soll­ten vor der Anrei­se geprüft wer­den.

8. Schier­ke: Wan­dern zwi­schen Fel­sen und Herbst­wald

Wer den Bro­cken zwar sehen, aber nicht unbe­dingt bestei­gen möch­te, soll­te Schier­ke genau­er anschau­en.

Der Ort liegt auf etwa 580 bis 640 Metern Höhe unmit­tel­bar unter­halb des Bro­ckens. Von hier füh­ren Wan­der­we­ge nicht nur zum Gip­fel, son­dern auch zu mar­kan­ten Fels­for­ma­tio­nen wie Mau­se­klip­pen, Feu­er­stein­klip­pen, Schnar­cher­klip­pen und Ahren­s­klint.

Damit eig­net sich Schier­ke her­vor­ra­gend für einen indi­vi­du­el­len Herbst-Wan­der­tag.

Statt dem gro­ßen Strom Rich­tung Bro­cken­gip­fel zu fol­gen, kann man eine klei­ne­re Rund­wan­de­rung aus­wäh­len und anschlie­ßend im Ort ein­keh­ren.

Ide­al für: Wan­de­rer, Natur­freun­de und Besu­cher, die eine Alter­na­ti­ve zum klas­si­schen Bro­cken­pro­gramm suchen.

9. Ober­har­zer Was­ser­wirt­schaft: Herbst­wan­de­rung mit Geschich­te

Wer einen ruhi­ge­ren Sonn­tag ver­brin­gen möch­te, soll­te sich mit der Ober­har­zer Was­ser­wirt­schaft beschäf­ti­gen.

His­to­ri­sche Tei­che und Was­ser­grä­ben erin­nern an die lan­ge Berg­bau­ge­schich­te der Regi­on. Tei­le die­ser Kul­tur­land­schaft gehö­ren zum UNESCO-Welt­erbe.

Auch der Har­zer-Hexen-Stieg führt durch Berei­che die­ses his­to­ri­schen Was­ser­sys­tems. Der Har­zer Tou­ris­mus­ver­band beschreibt, wie sich die Grä­ben und von Wald und Wie­sen umge­be­nen Tei­che in die Land­schaft ein­fü­gen.

Im Herbst ent­steht hier eine beson­ders ruhi­ge Atmo­sphä­re: bunt gefärb­te Wäl­der spie­geln sich im Was­ser, wäh­rend die Wege häu­fig deut­lich sanf­ter ver­lau­fen als die Auf­stie­ge im Hoch­harz.

Ide­al für: Spa­zier­gän­ger, Genuss­wan­de­rer, Natur­fo­to­gra­fen und Geschichts­in­ter­es­sier­te.

10. Höh­len im Harz: Die wet­ter­fes­te Sonn­tags­idee

Herbst bedeu­tet lei­der nicht auto­ma­tisch Son­nen­schein.

Wenn Regen über den Harz zieht, muss der Aus­flug trotz­dem nicht aus­fal­len. Eine gute Alter­na­ti­ve sind die Höh­len und Besu­cher­berg­wer­ke der Regi­on.

Zu den bekann­ten Zie­len gehört bei­spiels­wei­se das Höh­len­Er­leb­nis­Zen­trum Ibe­r­ger Tropf­stein­höh­le. Neben der Tropf­stein­höh­le infor­miert ein moder­nes Besu­cher­zen­trum über Geo­lo­gie und archäo­lo­gi­sche Fun­de der Regi­on.

Auch die Rübelän­der Tropf­stein­höh­len wer­den vom Har­zer Tou­ris­mus­ver­band als herbst­li­ches Kul­tur- und Natur­er­leb­nis her­vor­ge­ho­ben.

Damit lässt sich selbst ein ver­reg­ne­ter Sonn­tag in einen span­nen­den Harz­aus­flug ver­wan­deln.

Ide­al für: Fami­li­en, Kul­tur­in­ter­es­sier­te und Regen­ta­ge.

Wohin im Harz mit Kin­dern am Sonn­tag?

Für Fami­li­en soll­te ein Sonn­tags­aus­flug abwechs­lungs­reich sein – und mög­lichst nicht nur aus kilo­me­ter­lan­gem Wan­dern bestehen.

Beson­ders inter­es­sant sind des­halb Zie­le, bei denen sich Natur und Erleb­nis kom­bi­nie­ren las­sen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se der Baum­wip­fel­pfad in Bad Harz­burg, eine Fahrt mit der Har­zer Schmal­spur­bahn, die Erleb­nis­welt rund um die Seil­bah­nen in Tha­le oder der Bocks­berg.

Am Bocks­berg gibt es unter ande­rem Seil­bahn, Frei­zeit­an­ge­bo­te sowie Bocks­berg­bob und Dra­chen­blitz.

Auch eine Kom­bi­na­ti­on funk­tio­niert gut: vor­mit­tags eine kur­ze Wan­de­rung, mit­tags ein­keh­ren und nach­mit­tags noch eine Attrak­ti­on besu­chen.

Wohin im Harz am Sonn­tag bei schö­nem Wet­ter?

Scheint die Son­ne, soll­te man den Gol­de­nen Herbst mög­lichst drau­ßen ver­brin­gen.

Dann bie­ten sich vor allem Bro­cken, Schier­ke, Bode­tal, Torf­haus und die Ober­har­zer Teich­land­schaft an.

Für ambi­tio­nier­te Wan­de­rer ist der Bro­cken das klas­si­sche Ziel. Wer eine kür­ze­re Tour bevor­zugt, kann einen Aus­sichts­punkt oder eine Rund­wan­de­rung rund um Schier­ke wäh­len.

Für Fami­li­en bie­tet sich wie­der­um Tha­le an, weil sich Wan­dern, Seil­bahn­fahrt und wei­te­re Frei­zeit­an­ge­bo­te kom­bi­nie­ren las­sen.

Und wer haupt­säch­lich die Herbst­far­ben foto­gra­fie­ren möch­te, soll­te bewusst eine Tour durch Laub- und Misch­wald wäh­len.

Wohin im Harz am Sonn­tag bei Regen?

Bei Regen lohnt sich ein Plan B.

Statt eine lan­ge Wan­de­rung zu erzwin­gen, kann man den Schwer­punkt auf Kul­tur und Indoor-Erleb­nis­se legen.

Qued­lin­burg und Wer­ni­ge­ro­de eig­nen sich bei­spiels­wei­se für eine Kom­bi­na­ti­on aus kur­zen Alt­stadt­spa­zier­gän­gen, Muse­um, Café und wei­te­ren Sehens­wür­dig­kei­ten.

Auch Höh­len sind eine gute Opti­on.

Wer trotz­dem mög­lichst viel Land­schaft sehen möch­te, kann einen Teil des Tages mit einer Fahrt in der Har­zer Schmal­spur­bahn ver­brin­gen.

So muss ein grau­er Herbst­sonn­tag kei­nes­wegs ver­lo­ren sein.

Der per­fek­te Sonn­tag im Harz: Drei Vor­schlä­ge

Vari­an­te 1: Der klas­si­sche Harz-Sonn­tag

Vor­mit­tag: Fahrt nach Schier­ke und Wan­de­rung Rich­tung Bro­cken
Mit­tag: Ein­kehr oder Pick­nick
Nach­mit­tag: Rück­weg oder Fahrt mit der Bro­cken­bahn
Abend: kur­zer Bum­mel durch Wer­ni­ge­ro­de

Die­se Vari­an­te eig­net sich beson­ders für alle, die zum ers­ten Mal im Harz unter­wegs sind.

Vari­an­te 2: Der roman­ti­sche Herbst-Sonn­tag

Vor­mit­tag: Spa­zier­gang durch Qued­lin­burg
Mit­tag: Café oder Restau­rant in der Alt­stadt
Nach­mit­tag: Aus­flug Rich­tung Bode­tal oder Tha­le
Spä­ter Nach­mit­tag: Aus­sicht auf die herbst­li­chen Wäl­der

Die­se Kom­bi­na­ti­on ver­bin­det Fach­werk­ro­man­tik mit Natur.

Vari­an­te 3: Der Fami­li­en-Sonn­tag

Vor­mit­tag: Baum­wip­fel­pfad oder kur­ze Wan­de­rung
Mit­tag: gemein­sa­me Ein­kehr
Nach­mit­tag: Schmal­spur­bahn, Seil­bahn oder eine fami­li­en­freund­li­che Attrak­ti­on

So bleibt der Tag abwechs­lungs­reich, ohne dass klei­ne­re Kin­der eine lan­ge Wan­de­rung bewäl­ti­gen müs­sen.

Tipps für den Sonn­tags­aus­flug im Gol­de­nen Herbst

Ein spon­ta­ner Aus­flug funk­tio­niert im Harz zwar gut, an son­ni­gen Herbst­wo­chen­en­den kann es an bekann­ten Zie­len jedoch leb­haft wer­den. Wer Bro­cken, Schier­ke, Torf­haus oder Tha­le besu­chen möch­te, soll­te des­halb mög­lichst früh star­ten.

Außer­dem soll­te man Öff­nungs­zei­ten und Fahr­plä­ne am jewei­li­gen Sonn­tag vor­ab kon­trol­lie­ren. Das gilt beson­ders für Berg­bah­nen, Muse­en, Besu­cher­at­trak­tio­nen und die Har­zer Schmal­spur­bah­nen.

Für Wan­de­run­gen gehö­ren fes­te Schu­he und wet­ter­fes­te Klei­dung ins Gepäck. Beson­ders im Hoch­harz kön­nen Tem­pe­ra­tur, Wind und Sicht erheb­lich von den Bedin­gun­gen im Harz­vor­land abwei­chen. Für den Bro­cken emp­fiehlt auch der Har­zer Tou­ris­mus­ver­band aus­drück­lich, vor­ab das Wet­ter zu prü­fen und wet­ter­fes­te Aus­rüs­tung mit­zu­neh­men.

Und noch ein Tipp: Im Herbst lohnt es sich, den Tages­aus­flug nicht zu voll zu packen. Gera­de das war­me Nach­mit­tags­licht und eine spon­ta­ne Ein­kehr machen häu­fig den beson­de­ren Reiz eines Harz-Sonn­tags aus.

Wohin im Harz am Sonn­tag?

Die Ant­wort hängt vor allem davon ab, wie aktiv der Tag wer­den soll.

Wer wan­dern möch­te, fin­det rund um Bro­cken, Schier­ke, Bode­tal und Ober­harz her­vor­ra­gen­de Mög­lich­kei­ten. Wer Fach­werk und Kul­tur bevor­zugt, ist in Wer­ni­ge­ro­de oder Qued­lin­burg rich­tig. Fami­li­en kön­nen Baum­wip­fel­pfad, Seil­bah­nen, Bocks­berg oder Schmal­spur­bahn in den Mit­tel­punkt stel­len.

Und bei schlech­tem Wet­ter war­ten Höh­len, Muse­en und his­to­ri­sche Städ­te.

Der Gol­de­ne Herbst im Harz macht selbst einen ein­fa­chen Sonn­tags­aus­flug zu einem klei­nen Kurz­ur­laub: bunt gefärb­te Wäl­der, his­to­ri­sche Fach­werk­städ­te, damp­fen­de Schmal­spur­bah­nen und die mys­ti­sche Land­schaft rund um den Bro­cken lie­gen oft nur weni­ge Kilo­me­ter von­ein­an­der ent­fernt.

Wer früh star­tet und nicht ver­sucht, mög­lichst vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten an einem ein­zi­gen Tag abzu­ha­ken, erlebt den Harz im Herbst viel­leicht von sei­ner schöns­ten Sei­te.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige