Qued­lin­burg über­gibt Denk­mal zur Fried­li­chen Revo­lu­ti­on

Qued­lin­burg erhält einen neu­en Erin­ne­rungs­ort an die Fried­li­che Revo­lu­ti­on und die Deut­sche Ein­heit. Am Frei­tag, 9. Okto­ber 2026, wird das Denk­mal „Brun­nen Fried­li­che Revo­lu­ti­on 1989 – 1990 Deut­sche Ein­heit“ um 11 Uhr auf dem Carl-Rit­ter-Platz fei­er­lich über­ge­ben.

Ober­bür­ger­meis­ter Frank Ruch begrüßt die Gäs­te. Rai­ner Robra, lang­jäh­ri­ger Staats­mi­nis­ter Sach­sen-Anhalts, spricht ein Gruß­wort. Wei­te­re Bei­trä­ge kom­men von Tho­mas Weit­kamp und dem Bild­hau­er Prof. Wolf­gang Dreysse. Hans-Jür­gen Kant gibt einen Aus­blick auf die künf­ti­ge Ver­mitt­lungs­ar­beit am Erin­ne­rungs­ort. Für die musi­ka­li­sche Beglei­tung sorgt der Fritz-Prieß-Chor.

Idee reicht bis in die 1990er Jah­re zurück

Die Plä­ne für einen dau­er­haf­ten Erin­ne­rungs­ort an die Ereig­nis­se des Herbs­tes 1989, die Fried­li­che Revo­lu­ti­on und die Deut­sche Ein­heit ent­stan­den bereits in den 1990er Jah­ren. Das Vor­ha­ben war von Beginn an als Bür­ger­pro­jekt ange­legt. Mehr als 350 Ein­zel­spen­den tru­gen dazu bei, die jahr­zehn­te­al­te Idee umzu­set­zen.

Das Denk­mal ent­stand nach einem Ent­wurf von Prof. Wolf­gang Dreysse. Eine Figu­ren­grup­pe, die Reli­ef­plat­te „Wun­der der Ker­zen“ und ein Was­ser­be­cken grei­fen die Ereig­nis­se und Erfah­run­gen die­ser Zeit auf. Der Erin­ne­rungs­ort wür­digt Men­schen, die sich 1989 fried­lich für Ver­än­de­run­gen ein­setz­ten, und erin­nert an den Weg zur Deut­schen Ein­heit im Jahr 1990.

An der Umset­zung waren neben Dreysse unter ande­rem das Pla­nungs­bü­ro Deu­ter, die Brun­nen­meis­te­rei Schrei­er und die Gie­ße­rei Witt­kamp betei­ligt. Gemein­sam mit zahl­rei­chen Unter­stüt­zern ent­stand damit auf dem Carl-Rit­ter-Platz ein dau­er­haf­tes Zei­chen im Qued­lin­bur­ger Stadt­bild.

Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­te sol­len Geschich­te zugäng­lich machen

Mit der Über­ga­be ist das Pro­jekt nicht abge­schlos­sen. Ein päd­ago­gi­sches und tou­ris­ti­sches Ver­mitt­lungs­kon­zept soll die Geschich­te des Erin­ne­rungs­or­tes künf­tig ins­be­son­de­re jun­gen Men­schen, der Qued­lin­bur­ger Bür­ger­schaft und Gäs­ten der Stadt näher­brin­gen.

Geplant sind ana­lo­ge und digi­ta­le Ange­bo­te, die sowohl die Ereig­nis­se von 1989 und 1990 als auch das Kunst­werk selbst anschau­lich und mög­lichst bar­rie­re­arm ver­mit­teln sol­len.

Foto: Welt­erbe­stadt Qued­lin­burg

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