Die Lebenshilfe Goslar hat sich erstmals am bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel beteiligt. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Gastro Urban tauschten Beschäftigte für einen Tag ihre gewohnten Arbeitsplätze und lernten andere Berufsfelder kennen.
Marco Weiß und Susanne Wittwer, die normalerweise im Recyclingbereich der Lebenshilfe arbeiten, wechselten für den Aktionstag in die Gastronomie. Im Restaurant Tim’s 5 Tageszeiten lernten sie sowohl die Arbeit an der Spüle als auch im Service kennen.
Im Gegenzug verbrachte Gastro-Urban-Mitarbeiterin Maximiliane Arnau den Tag bei der Lebenshilfe. Die Mitarbeiterin aus dem Bereich Human Resources erhielt Einblicke in den Werkstattalltag und den Küchenbetrieb in der Probsteiburg. Gemeinsam mit Anne Festerling, Felix Kochanowski und Jakob Debbeler aus dem Berufsbildungsbereich backte sie einen Apfelkuchen, der bei der Abschlussrunde am Nachmittag gegessen wurde.
Einblicke in einen anderen Arbeitsalltag
Mit dem Aktionstag sollen Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglicht und neue Perspektiven auf unterschiedliche Arbeitswelten eröffnet werden. Für die Lebenshilfe-Beschäftigten bot der Wechsel zugleich die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten außerhalb der Werkstatt einzusetzen.
Werkstattleiter Reik Lehmann sieht darin einen Gewinn für beide Seiten. Die Beschäftigten könnten einen anderen Arbeitsalltag kennenlernen, während die Partnerunternehmen einen Eindruck davon erhielten, welche Leistungen in den Werkstätten erbracht werden.
Auch Gastro Urban verbindet die Teilnahme mit dem Thema Inklusion. Der Austausch ermögliche es, voneinander zu lernen und individuelle Stärken in unterschiedlichen Arbeitsbereichen kennenzulernen.
Bundesweiter Aktionstag seit 2019
Der Aktionstag Schichtwechsel findet seit 2019 statt. Menschen mit und ohne Behinderungen tauschen dabei für einen Tag ihre Arbeitsplätze, um die Arbeits- und Lebensrealität der jeweils anderen Seite kennenzulernen. Ziel ist es, den inklusiven Austausch zu fördern und Berührungsängste abzubauen.
Nach Angaben der Lebenshilfe beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit fast 400 Werkstätten mit rund 3.000 Beschäftigten sowie 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Die Lebenshilfe Goslar wurde 1970 vom Verein der Lebenshilfe Goslar gegründet. Heute beschäftigt die gemeinnützige Gesellschaft mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 15 Standorten und begleitet mehr als 1.400 Menschen. Ihre Angebote umfassen unter anderem die Bereiche Wohnen, Kinder, Familie und Gesundheit sowie Arbeit.






























