Nach umfassender Sanierung und musealer Neugestaltung öffnet das Schlossmuseum auf dem Quedlinburger Stiftsberg am 3. Oktober 2026 wieder seine Türen. Von 10 bis 20 Uhr erwartet die Gäste ein Eröffnungsprogramm im Museum und auf dem gesamten Stiftsberg. Erstmals ist dabei auch der gemeinsame Rundgang durch Schlossmuseum, Stiftskirche St. Servatii und Domschatz möglich.
Mehr als 300 Exponate, multimediale Angebote und barrierearme Zugänge sollen einen neuen Blick auf die Geschichte des Frauenstifts, der Stadt Quedlinburg und des ehemaligen Reichsstifts ermöglichen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte am historischen Schauplatz aus der Perspektive der Quedlinburger Äbtissinnen und der Menschen, die ihr Erbe bewahrten.
Historische Räume neu inszeniert
Auch die früheren Wohn- und Repräsentationsräume der Äbtissinnen wurden neu gestaltet. Grundlage für die teilweise Rekonstruktion der Ausstattung waren historische Inventar- und Auktionsverzeichnisse. Barocke Prunkspiegel, Leuchter und nach historischen Vorlagen gewebte Stoffe vermitteln einen Eindruck von der einstigen Ausstattung.
Zu den besonderen Exponaten zählt ein Spiegelensemble, das zwischen 1720 und 1730 in der französischen Manufaktur Saint-Gobain gefertigt wurde. Die Manufaktur stellte auch Spiegel für Versailles her.
Eröffnungsfest auf dem Stiftsberg
Das Programm beginnt am 3. Oktober um 9.30 Uhr mit einer Prozession des Vereins Kaiserfrühling vom Rathaus zum Stiftsberg. Um 10 Uhr eröffnen Oberbürgermeister Frank Ruch und Pfarrerin Eva-Maria Menard das Schlossmuseum für die Kooperationspartner Welterbestadt Quedlinburg und Evangelische Kirchengemeinde Quedlinburg.
Bis 20 Uhr sind unter anderem Walking Acts, kleine Konzerte auf dem historischen Cembalo im Blauen Saal, Gespräche mit den Kuratorinnen und Kuratoren sowie wissenschaftliche Beiträge geplant.
Zum neuen Museum gehört auch das Maskottchen Nina. Die einstige Schoßhündin der Äbtissin Anna Sophie I. von Pfalz-Birkenfeld soll vor allem jungen Gästen die Geschichte der Quedlinburger Äbtissinnen näherbringen. Im Festsaal werden außerdem die Äbtissinnen-Modelle aus der Fotoaktion Äbtissin gesucht gezeigt.
Auch Schlosshof und Terrassengarten werden in das Eröffnungsfest einbezogen. Der Verein Kaiserfrühling bietet mittelalterliche Spiele an, der Gästeführerverein Quedlinburg ist mit Walking Acts unterwegs. Im Teehäuschen des Barockgartens spielen Musiker des Collegium Musicum. Speisen und Getränke werden ebenfalls angeboten.
Vergünstigte Eintrittspreise bis Jahresende
Bis zum 31. Dezember 2026 gelten vergünstigte Eintrittspreise. Das Kombiticket für Schlossmuseum und Stiftskirche kostet 16 Euro, ermäßigt 14 Euro. Für das Schlossmuseum werden 12 Euro beziehungsweise ermäßigt 10 Euro fällig. Der Eintritt in die Stiftskirche kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Einwohner Quedlinburgs zahlen den ermäßigten Preis.
Öffnungszeiten ab 4. Oktober
Von April bis Oktober ist das Schlossmuseum dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Von November bis März gelten Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr. Montags ist Ruhetag, der letzte Einlass erfolgt jeweils 45 Minuten vor Schließung. Am 24. und 25. Dezember sowie am 1. Januar bleibt das Museum geschlossen.
Weitere Informationen zum Schlossmuseum, zur Stiftskirche und zum Domschatz sowie zu Anreise, Parkmöglichkeiten und Barrierefreiheit stellt die Welterbestadt Quedlinburg auf der Internetseite des Stiftsbergs bereit.
Foto: Städtische Museen Welterbestadt Quedlinburg, J. Meusel und Welterbestadt Quedlinburg





























