Digi­ta­le Erschöp­fung: War­um unser Gehirn Pau­sen braucht

Immer mehr Infor­ma­tio­nen, stän­di­ge Erreich­bar­keit und zahl­rei­che Ablen­kun­gen belas­ten den All­tag vie­ler Men­schen. Smart­phones, digi­ta­le Nach­rich­ten und Lärm sor­gen dafür, dass das Gehirn kaum zur Ruhe kommt. Die Fol­ge kann eine Reiz­über­flu­tung sein, die sich sowohl kör­per­lich als auch psy­chisch bemerk­bar macht. Gun­nar Mol­len­hau­er von der IKK gesund plus erklärt, wie sich digi­ta­le Erschöp­fung erken­nen lässt und wel­che Maß­nah­men hel­fen kön­nen.

Das mensch­li­che Gehirn ist nicht dar­auf aus­ge­legt, unbe­grenzt Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men und zu ver­ar­bei­ten. Tref­fen zu vie­le Ein­drü­cke gleich­zei­tig ein, kann es zu einer Über­for­de­rung kom­men. Aus­lö­ser sind nicht nur digi­ta­le Gerä­te, son­dern auch eine lau­te Umge­bung oder ein hek­ti­scher All­tag.

Reiz­über­flu­tung macht sich häu­fig schlei­chend bemerk­bar

Die ers­ten Anzei­chen einer Über­las­tung sind oft unschein­bar. Betrof­fe­ne haben zuneh­mend das Gefühl, dass ihnen alles zu viel wird. Gedan­ken krei­sen, das Set­zen von Prio­ri­tä­ten fällt schwer und selbst all­täg­li­che Ent­schei­dun­gen kön­nen anstren­gend wer­den.

Wie stark sich eine Reiz­über­flu­tung aus­wirkt, hängt unter ande­rem von ihrer Inten­si­tät und Dau­er ab. Neben Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­men kön­nen auch kör­per­li­che und psy­chi­sche Beschwer­den auf­tre­ten.

Bewuss­te Pau­sen ent­las­ten das Gehirn

Um einer dau­er­haf­ten Über­for­de­rung ent­ge­gen­zu­wir­ken, emp­fiehlt Mol­len­hau­er regel­mä­ßi­ge Aus­zei­ten. Bereits kur­ze Pau­sen vom Bild­schirm kön­nen hel­fen, die Viel­zahl der Ein­drü­cke zu redu­zie­ren.

Wer das Smart­phone täg­lich bewusst für eine gewis­se Zeit bei­sei­te­legt und stö­ren­de Geräu­sche oder Ablen­kun­gen ver­mei­det, ver­schafft dem Gehirn Gele­gen­heit zur Erho­lung. In lau­ten Umge­bun­gen kön­nen zudem Kopf­hö­rer mit Geräusch­un­ter­drü­ckung sinn­voll sein.

Auch aus­rei­chen­der, erhol­sa­mer Schlaf und fes­te Ruhe­pha­sen spie­len eine wich­ti­ge Rol­le. Ent­schei­dend ist, dem digi­ta­len All­tag kla­re Gren­zen zu set­zen. So lässt sich ver­hin­dern, dass die stän­di­ge Infor­ma­ti­ons­flut zu einer dau­er­haf­ten Belas­tung für Kör­per und Geist wird.

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