Die Sonderausstellung zum 300. Geburtstag des Künstlers Daniel Chodowiecki im Gleimhaus in Halberstadt geht zu Ende. Noch bis zum 15. November 2026 sind die Werke des bedeutenden Kupferstechers der deutschen Aufklärung zu sehen. Zum Abschluss bietet das Museum einen Vortrag über seine Literaturillustrationen sowie einen letzten öffentlichen Ausstellungsrundgang an.
Daniel Chodowiecki prägte mit seinen Illustrationen die Literatur des späten 18. Jahrhunderts. In außergewöhnlichem Umfang bebilderte er Romane und Dramen seiner Zeit und trug damit wesentlich zu deren Verbreitung und Erfolg bei. Seine Arbeiten verliehen den Werken zahlreicher Schriftsteller eine bildliche Gestalt.
Zu den Autoren, deren Texte Chodowiecki illustrierte, gehören unter anderem Goethe, Schiller, Lessing, Bürger, Claudius, Gleim, Iffland, Kotzebue, Nicolai und Weiße. Dafür beschäftigte sich der Künstler mit Hunderten literarischer Werke, wählte eigenständig charakteristische Szenen aus und setzte diese als Radierungen um. Auf diese Weise entstand eine umfangreiche bildliche Literaturgeschichte des späten 18. Jahrhunderts.
Vortrag beleuchtet Chodowieckis Literaturillustrationen
Am Mittwoch, 11. November 2026, um 19.30 Uhr stellt der Literaturwissenschaftler Alexander Košenina aus Hannover die Illustrationskunst Chodowieckis vor. Košenina gilt als ausgewiesener Kenner dieses künstlerischen Schaffensbereichs.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geist und Muse bei Gleim“ im Gleimhaus statt. Im Mittelpunkt steht Chodowieckis besondere Fähigkeit, literarische Figuren zu charakterisieren und Geschichten in Bildern zu erzählen. Der Eintritt ist frei.
Letzter Ausstellungsrundgang am 15. November
Zum Abschluss der Sonderausstellung lädt das Gleimhaus am Sonntag, 15. November 2026, um 11.15 Uhr zu einem letzten öffentlichen Rundgang ein. Reimar Lacher führt durch die Ausstellung und gibt Einblicke in das Werk des Künstlers.
Das Gleimhaus beteiligt sich mit seiner Sonderausstellung an den Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag Chodowieckis. Insgesamt würdigen rund 20 Museen in Deutschland und Polen den Künstler mit verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen.
Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm sind unter www.chodowiecki300.eu verfügbar.





























