Von Axel Otto | Harz News
Das neue Spielgerät am Eingang der Hokenstraße in Goslar sorgt für Diskussionen. Besonders die Kosten von 32.000 Euro stehen in den sozialen Medien im Mittelpunkt. Doch wie kommt die neue Attraktion bei den Menschen vor Ort an? Monika Hanke, Inhaberin des Secondhand-Geschäfts Second Chance in der Hokenstraße 19, berichtet im Gespräch mit Harz News von positiven Reaktionen und erklärt, warum sie solche Investitionen für wichtig hält.
Harz News: Die Kosten von 32.000 Euro für das neue Spielgerät werden in den sozialen Medien intensiv diskutiert. Wie bewerten Sie diese Summe?
Monika Hanke: 32.000 Euro sind natürlich eine stolze Summe. Wenn man aber bedenkt, welche Materialkosten und Arbeitsstunden dahinterstecken, muss man das Ganze auch aus dieser Perspektive betrachten.
Harz News: Hinzu kommen Planung, TÜV-Prüfung und notwendige Abnahmen. Sie erleben die Stimmung in der Hokenstraße täglich. Wie reagieren die Menschen auf das neue Spielgerät?
Monika Hanke: Die Resonanz ist sehr gut. Ich habe hier vor Ort bisher keine negativen Äußerungen oder Meinungen dazu gehört – ganz im Gegenteil. Die Menschen reagieren positiv auf die Gestaltung, sowohl auf die Regenschirme als auch auf die Raupe für die Kinder. Das Angebot wird gut angenommen, und es werden viele Fotos gemacht. Meine persönlichen Eindrücke sind durchweg positiv.
Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Hokenstraße
Vor der Aufstellung des Spielgeräts konnten die Goslarer Bürgerinnen und Bürger über die Gestaltung abstimmen. Die Beteiligung lief bis zum 22. März 2026. Stimmen konnten digital über das offizielle Beteiligungsportal der Stadt Goslar und die Goslar-App oder direkt im MachMit!Haus am Marktplatz abgegeben werden.
Nach Angaben der Stadt setzte sich der Entwurf des Gipfelpfads mehrheitlich durch. Wie viele Menschen sich insgesamt an der Abstimmung beteiligten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Harz News: Die Entscheidung für das Spielgerät wurde im Rahmen einer Bürgerbeteiligung getroffen. Halten Sie eine solche Abstimmung für sinnvoll und repräsentativ?
Monika Hanke: Dazu kann ich nicht viel sagen, denn von dieser Abstimmung und der Zahl der Teilnehmenden wusste ich bisher nichts. Aber ich frage mich grundsätzlich, warum man über so etwas überhaupt abstimmen sollte.
Mehr Attraktivität für die Goslarer Innenstadt
Harz News: Welche Bedeutung haben solche Projekte aus Ihrer Sicht für die Zukunft der Hokenstraße und die Goslarer Innenstadt?
Monika Hanke: Wenn man sich anschaut, was in Goslar los ist, sieht man doch, dass wir etwas tun müssen. Natürlich kann man die Geschäfte nicht einfach auf Knopfdruck wieder füllen. Aber irgendwo muss man anfangen, Goslar und gerade auch die Hokenstraße attraktiver zu gestalten. Ich glaube, dass solche Ideen Menschen anziehen. Und das merke ich hier selbst: Das Spielgerät bringt Menschen in die Straße.
Aus Sicht der Geschäftsfrau zeigt sich damit bereits eine positive Wirkung der neuen Gestaltung. Während die Kosten in den sozialen Medien diskutiert werden, erlebt Hanke vor ihrem Geschäft vor allem Menschen, die stehen bleiben, fotografieren und das neue Spielangebot nutzen.
Für sie ist das Spielgerät deshalb nicht nur eine zusätzliche Attraktion für Kinder, sondern auch ein Beitrag dazu, die Hokenstraße zu beleben.
































