Anzeige

Wo Gesund­heit Raum bekommt

Wie die WWG Wer­ni­ge­ro­de mit einem neu­en Ärz­te­haus ein star­kes Signal für die Stadt setzt

Wer durch die Ilsen­bur­ger Stra­ße in Wer­ni­ge­ro­de fährt, merkt schnell, dass sich hier ein zen­tra­ler Teil der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung der Stadt kon­zen­triert. Kran­ken­haus, Dia­ly­se­zen­trum, Apo­the­ke und wei­te­re Ein­rich­tun­gen prä­gen bereits das Umfeld. Nun ist ein wei­te­res mar­kan­tes Gebäu­de hin­zu­ge­kom­men: das neue Ärz­te­haus der Wer­ni­ge­röder Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft eG. Ein Pro­jekt, das zeigt, wie Stadt­ent­wick­lung, medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und archi­tek­to­ni­scher Anspruch zusam­men­fin­den kön­nen.

Hin­ter die­sem Vor­ha­ben steht ein Mann, der die Bau­bran­che seit Jahr­zehn­ten kennt und des­sen beruf­li­cher Weg eng mit der Ent­wick­lung der Regi­on ver­bun­den ist: Chris­ti­an Lin­de, Vor­stand der WWG.

Vom Bau­in­ge­nieur zum Vor­stand einer tra­di­ti­ons­rei­chen Genos­sen­schaft

Der beruf­li­che Weg von Chris­ti­an Lin­de begann mit einem Stu­di­um des Bau­we­sens in Cott­bus und Wei­mar. Die Beson­der­heit dabei: Ein Teil sei­nes Stu­di­ums fand noch vor der Wen­de statt, das Diplom absol­vier­te er anschlie­ßend im ver­ein­ten Deutsch­land. Die­se Über­gangs­zeit präg­te vie­le Kar­rie­ren in Ost­deutsch­land und brach­te auch für ihn neue Ent­schei­dun­gen mit sich.

Statt den vor­ge­zeich­ne­ten Weg einer Dele­gie­rung in die Ver­wal­tung anzu­neh­men, ent­schied sich Lin­de bewusst dafür, prak­ti­sche Erfah­rung zu sam­meln. Er begann bei der Indus­trie­bau Wer­ni­ge­ro­de GmbH und arbei­te­te dort rund zehn Jah­re lang. Zunächst als Bau­lei­ter, spä­ter als tech­ni­scher Lei­ter der Nie­der­las­sung Staß­furt.

“Ich habe gesagt, ich möch­te das rich­tig ler­nen”, erin­nert sich Lin­de an die­se Ent­schei­dung.

Nach einer kur­zen Pha­se der Selbst­stän­dig­keit mit einem eige­nen Pla­nungs­bü­ro folg­te schließ­lich ein ent­schei­den­der Schritt. Die Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft in Wer­ni­ge­ro­de sprach ihn an, ob er sich vor­stel­len kön­ne, die Funk­ti­on als tech­ni­schen Vor­stand zu über­neh­men.

Die­ser Vor­gän­ger war für die Genos­sen­schaft eine prä­gen­de Per­sön­lich­keit. “Herr Görtz war ein ech­tes AWG-Urge­stein, der vie­les mit auf­ge­baut hat.”

Seit dem Jahr 2003 steht Chris­ti­an Lin­de nun an der Spit­ze der WWG. Damals ver­wal­te­te die Genos­sen­schaft rund 2600 Woh­nun­gen. Heu­te ist der Bestand unter ande­rem durch neue Wohn­parks und kon­ti­nu­ier­li­che Inves­ti­tio­nen um 280 Woh­nun­gen gewach­sen.

Wie aus einer Grund­stücks­fra­ge ein Ärz­te­haus ent­stand

Die Idee für das neue Ärz­te­haus ent­stand nicht aus einem klas­si­schen Bau­pro­jekt her­aus, son­dern aus einer stra­te­gi­schen Ent­wick­lung rund um Grund­stü­cke in der Ilsen­bur­ger Stra­ße. Die WWG hat­te bereits meh­re­re Lie­gen­schaf­ten der Fir­ma Ban­se & Groh­mann in die­sem Bereich über­nom­men. Als sich abzeich­ne­te, dass auch das letz­te Grund­stück ver­kauft wer­den könn­te, wur­de die Genos­sen­schaft aktiv. “Wir hat­ten rings­um ohne­hin schon die meis­ten Grund­stü­cke, weil wir ein­fach die Hand dar­auf behal­ten woll­ten, was dort pas­siert.“ Der ursprüng­li­che Eigen­tü­mer such­te zunächst einen Nach­fol­ger für sein Unter­neh­men, fand jedoch kei­nen dau­er­haf­ten Inter­es­sen­ten. Damit stand schließ­lich auch das Grund­stück zum Ver­kauf.

Immer wie­der erreich­ten die WWG Anfra­gen von Arzt­pra­xen auf der Suche nach geeig­ne­ten Flä­chen. Gleich­zei­tig zeig­te die Erfah­rung aus ande­ren Gebäu­den, dass die Kom­bi­na­ti­on aus Arzt­pra­xis und Wohn­nut­zung häu­fig zu Kon­flik­ten führt. “Wir haben gemerkt, die­ses Arzt und Woh­nen zusam­men funk­tio­niert nicht immer gut. Der Park­druck durch Pati­en­ten ist hoch und zu Coro­na-Zei­ten stan­den teil­wei­se Pati­en­ten im Trep­pen­haus.”

So ent­stand die Ent­schei­dung für eine kla­re Lösung: ein rei­nes Ärz­te­haus mit aus­rei­chend Stell­plät­zen und opti­ma­len Pra­xis­flä­chen.

Ein moder­nes Gesund­heits­zen­trum mit kur­zen Wegen

Heu­te beher­bergt das Gebäu­de meh­re­re medi­zi­ni­sche Fach­rich­tun­gen unter einem Dach. Ins­ge­samt ste­hen rund 1200 Qua­drat­me­ter Nutz­flä­che zur Ver­fü­gung.

Im Erd­ge­schoss befin­den sich unter ande­rem eine all­ge­mein­me­di­zi­ni­sche Pra­xis sowie eine Frau­en­arzt­pra­xis des Medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­trums. In den obe­ren Eta­gen arbei­ten wei­te­re Fach­rich­tun­gen, dar­un­ter eine Zahn­arzt­pra­xis, eine Kin­der­arzt­pra­xis und eine angio­lo­gi­sche Pra­xis von Frau Dr. Weiß, die sich mit Gefäß­er­kran­kun­gen beschäf­tigt.

“Als wir gestar­tet sind, hat­ten wir rela­tiv schnell meh­re­re Pra­xen ver­ge­ben und da war schon über die Hälf­te des Hau­ses belegt.“ Der Bedarf war so groß, dass nach der Ver­mie­tung wei­te­re Anfra­gen eingingen.“Danach hät­ten wir noch zwei Ärz­te­häu­ser bau­en kön­nen”, sagt Lin­de mit einem Lächeln.

Das Gebäu­de ist bar­rie­re­frei kon­zi­piert und ver­fügt über einen gro­ßen Auf­zug sowie brei­te Trep­pen­häu­ser. Rund 50 Stell­plät­ze sor­gen dafür, dass auch der Besu­cher­strom gut orga­ni­siert wer­den kann. Ergänzt wird die medi­zi­ni­sche Infra­struk­tur in unmit­tel­ba­rer Umge­bung durch eine Apo­the­ke sowie eine Phy­sio­the­ra­pie.

Archi­tek­tur mit lang­fris­ti­gem Anspruch

Neben der Funk­ti­on spiel­te auch die archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung eine wich­ti­ge Rol­le. Die Ilsen­bur­ger Stra­ße ist bereits heu­te ein medi­zi­nisch gepräg­ter Stand­ort. Genau hier woll­te die WWG ein moder­nes Gebäu­de schaf­fen, das sich klar in das Umfeld ein­fügt und gleich­zei­tig einen eige­nen Akzent setzt.

Die Alu­mi­ni­um­fas­sa­de ist dabei ein bewusst gewähl­tes Ele­ment. Die Idee dazu ent­stand bereits vor Jah­ren bei einem Besuch eines ver­gleich­ba­ren Gebäu­des. “Ich habe ein­mal ein Gebäu­de gese­hen und gefragt, ob sie gera­de erst ein­ge­zo­gen sind, weil die Fas­sa­de so gut aus­sah. Dabei waren sie schon zehn Jah­re drin.”

Die­ser Ein­druck blieb hän­gen. Alu­mi­ni­um gilt als beson­ders lang­le­big, pfle­ge­leicht und optisch hoch­wer­tig. “Wenn nie­mand dage­gen fährt oder sie besprüht, sieht so eine Fas­sa­de sehr lan­ge sehr gut aus.“ Auch ener­ge­tisch wur­de das Gebäu­de mit­ge­dacht. Eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge, die bereits auf einem frü­he­ren Gebäu­de auf dem Grund­stück instal­liert war, wur­de gesi­chert und spä­ter auf dem neu­en Dach wie­der auf­ge­baut.

Ein beson­de­res Pro­jekt mit kla­rer Prio­ri­tät

Auch wenn das Ärz­te­haus einen wich­ti­gen Bei­trag zur Infra­struk­tur der Stadt leis­tet, bleibt der Fokus der WWG wei­ter­hin klar auf dem Woh­nungs­bau. “Unse­re Haupt­auf­ga­be ist die gute und bezahl­ba­re Ver­sor­gung unse­rer Mit­glie­der mit Wohn­raum.“ Neue Pro­jek­te der Genos­sen­schaft ent­ste­hen des­halb aktu­ell wie­der im klas­si­schen Woh­nungs­bau, etwa in der Brei­ten Stra­ße 84 oder in der Dege­n­er­stra­ße. Das Ärz­te­haus bleibt damit ein beson­de­res Pro­jekt inner­halb der Geschich­te der Genos­sen­schaft. Eines, das zeigt, wie fle­xi­bel eine Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft auf die Bedürf­nis­se einer Stadt reagie­ren kann.

Ener­gie tan­ken zwi­schen Harz und Ber­gen

Wer Bau­pro­jek­te die­ser Grö­ßen­ord­nung beglei­tet, braucht auch Aus­gleich. Für Chris­ti­an Lin­de liegt die­ser vor allem drau­ßen in der Natur. In sei­ner Frei­zeit ist er ger­ne aktiv unter­wegs, beim Wan­dern oder mit dem E‑Bike durch den Harz. Beson­ders ein­drucks­voll sind für ihn auch län­ge­re Tou­ren in den Alpen. Eine Woche von Hüt­te zu Hüt­te auf Höhen­we­gen zwi­schen Süd­ti­rol und Öster­reich gehört zu den Erleb­nis­sen, die für Abstand vom All­tag sor­gen. Dort oben, erzählt er, kom­me man schnell mit ande­ren Wan­de­rern ins Gespräch.

“Oft gibt es auf den Hüt­ten kei­nen Han­dy­emp­fang. Dann holt jemand ein Kar­ten­spiel her­aus und plötz­lich spielt man mit Leu­ten, die man vor­her noch nie gese­hen hat.”

Genau­so wich­tig ist ihm jedoch die Zeit mit Fami­lie und Freun­den. Und auch sein Enga­ge­ment im Stadt­rat der CDU-Frak­ti­on gehört zu den Auf­ga­ben, denen er einen Teil sei­ner Zeit wid­met. Ein Gleich­ge­wicht aus Ver­ant­wor­tung, Bewe­gung und Begeg­nung, das neue Ener­gie gibt für die nächs­ten Pro­jek­te in Wer­ni­ge­ro­de.

WWG Wer­ni­ge­röder Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft eG
📍Wei­den­weg 1a , 38855 Wer­ni­ge­ro­de
📞Tel.: 03943 5532–0
✉️Email: info@wwg-mail.de
🌐Web­site: https://www.wirwohnengut.de
WWG Logo RGB Sonderform 512x258 1
WWG Aerztehaus aussen WWG Aerztehaus aussen 2 WWG Aerztehaus aussen 3 WWG Aerztehaus aussen 5 WWG Aerztehaus aussen 7 WWG Aerztehaus innen 1 WWG Aerztehaus innen 7 WWG Aerztehaus innen 9 2026 02 12 WWG Bus 003 2026 02 12 WWG Bus 015

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige