Harz.News/ron Wer durch die verwinkelten Gassen von Quedlinburg geht, vorbei an jahrhundertealten Fachwerkhäusern und liebevoll restaurierten Fassaden, spürt schnell: Hier zählt Beständigkeit. Hier zählt Handschlagqualität. Und hier zählt vor allem das persönliche Wort. Genau dieses Gefühl von Verlässlichkeit lebt Lars Prochotta in seiner Agentur der Mecklenburgischen Versicherung jeden Tag.
Der gebürtige Betriebswirt hat seinen Weg nicht geradlinig geplant. Bis 1999 studierte er Betriebswirtschaft in Magdeburg, lebte in Quedlinburg und zog anschließend beruflich nach Berlin. Bei der Bahn arbeitete er als Projektkaufmann, pendelte viele Jahre, war beruflich erfolgreich – und dennoch reifte 2015 eine Entscheidung. „Das ist ja eigentlich blöd, immer auf der Autobahn zu hängen“, beschreibt er rückblickend. Familie, Kinder, der Wunsch nach einem festen Lebensmittelpunkt führten ihn zurück in die Harzstadt. Der Schritt in die Selbstständigkeit folgte. Zunächst übernahm er eine Versicherungsagentur, baute sich über zehn Jahre einen Bestand auf und entschied sich schließlich bewusst für einen Neuanfang bei der Mecklenburgischen Versicherung.
Heute führt er seine Agentur in Quedlinburg mit einem klaren Fokus: Nähe, Erreichbarkeit und Verantwortung.
Zwischen Fachwerk und Denkmalschutz – Besondere Herausforderungen im Harz
Versicherung ist nicht gleich Versicherung. In einer Stadt wie Quedlinburg mit ihrem flächendeckenden Denkmalschutz gelten besondere Regeln. „Jedes Haus, das da drin ist, ist denkmalgeschützt“, erklärt Prochotta. Das bedeutet: Wiederaufbau ist oft aufwendiger, Materialien sind spezieller, Auflagen strenger. Tonziegel, Verzierungen, historische Bauweisen – all das muss in der Wohngebäudeversicherung berücksichtigt werden.
Gleichzeitig steigen die Risiken durch Elementarschäden. Hochwasserereignisse und neue Einstufungen in Gefahrenzonen können drastische Auswirkungen auf Beiträge haben. Eine Wohngebäudeversicherung, die einst 50 oder 60 Euro im Monat kostete, kann plötzlich ein Vielfaches betragen. Für Eigentümer eine enorme Belastung. Hier braucht es Beratung, Transparenz und jemanden, der erklärt, warum sich Tarife verändern.
Denn viele Menschen unterschätzen aus seiner Sicht, welche Absicherung wirklich existenziell ist. Während für das geliebte Auto oft hohe Summen gezahlt werden, wird die Privathaftpflicht als selbstverständlich hingenommen. Dabei kann genau sie im Ernstfall über die finanzielle Zukunft entscheiden. Ein Fahrradunfall mit schwer verletztem Kind, Reha-Kosten, Verdienstausfall – schnell geht es um Summen, die eine Existenz zerstören können.
KI, Vergleichsportale und die Frage nach der Zukunft
Die Versicherungsbranche steht vor einem Umbruch. Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr. Schon vor Jahren hörte Prochotta von Telefonaten, bei denen man kaum noch merkte, dass am anderen Ende keine echte Person sprach. Heute ist die Technologie noch weiter. „Wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung machen kann, wo die KI mir die Fragen stellt, die der Versicherungsagent fragen sollte, dann sind das natürlich neue Zeiten.“
Er sieht die Entwicklung realistisch. Vielleicht werden sich Prozesse verändern, vielleicht verschwinden bestimmte Berufsbilder. Doch noch zählt der persönliche Kontakt. Noch wollen Menschen einen Ansprechpartner, der sich kümmert.
Und genau hier liegt für ihn die entscheidende Chance gegenüber reinen Online-Angeboten. Wer digital abschließt, landet im Schadensfall oft in Warteschleifen. Wer hingegen bei ihm anruft, hört: „Leg jetzt auf, du sagst mir alles, was los ist. Ich kümmere mich um alles Weitere.“
Dieser Satz steht sinnbildlich für sein Selbstverständnis.
Vier Köpfe, ein Versprechen: Wir sind da
Die Agentur ist inzwischen zu viert. Neben Lars Prochotta arbeiten seine Frau, eine Kundenberaterin und ein weiterer Kollege mit. Gemeinsam sind sie rund 40 Stunden pro Woche im Büro präsent, telefonisch erreichbar und im Schadensfall auch außerhalb klassischer Bürozeiten ansprechbar.
„Der persönliche Bezug ist da“, sagt er. Und genau darum geht es. Nicht nur um Preise. Denn günstiger geht es fast immer irgendwo. Aber was passiert im Ernstfall? Wer nimmt den Hörer ab? Wer bleibt dran, wenn es kompliziert wird?
Prochotta selbst hätte sich während seines Studiums nicht vorstellen können, einmal in der Versicherungsbranche zu arbeiten. Das Image war kein Traumberuf. Heute sagt er offen, dass ihm die Tätigkeit Freude macht. Der Umgang mit Menschen, sie zu überzeugen, sie ernst zu nehmen – auch wenn es manchmal nicht einfach ist – das sei das, was den Beruf erfülle.
Und die Quedlinburger? „Super Typen“, sagt er lachend. Natürlich gebe es wie überall unterschiedliche Charaktere. Vorsichtige, Mutige, Anspruchsvolle. Doch genau diese Vielfalt mache die Arbeit spannend.
Am Ende bleibt eine einfache Antwort auf die Frage, warum Kundinnen und Kunden zu ihm kommen sollten: Weil sie hier nicht nur eine Police unterschreiben, sondern einen Ansprechpartner gewinnen. Einen, der Verantwortung übernimmt. Einen, der nicht nur Verträge verkauft, sondern Beziehungen pflegt.
In einer Zeit, in der Algorithmen immer mehr Entscheidungen treffen, wirkt das fast wie ein Gegenentwurf. Vielleicht ist es genau das, was eine traditionsreiche Stadt wie Quedlinburg braucht: Moderne Lösungen, aber mit einem Menschen dahinter.
Mecklenburgische Versicherungen
👤Lars Prochotta
📍Kaiserstr. 12a , 06484 Quedlinburg
📞Tel.: 03946–3813
✉️Email: info.prochotta@mecklenburgische.com
🌐Website: https://www.mecklenburgische.de/lars-prochotta/quedlinburg




























