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Noch mehr Stel­len weg bei Volks­wa­gen? Kon­zern hat bis zu 100.000 Jobs auf der Streich­lis­te — Schlie­ßung von meh­re­ren Wer­ken wird geprüft

Der VW-Konzern plant offenbar einen größeren Stellenabbau als bisher angenommen
Der VW-Konzern plant offenbar einen größeren Stellenabbau als bisher angenommen

Dem Volks­wa­gen-Kon­zern droht der größ­te Umbau sei­ner Unter­neh­mens­ge­schich­te. Nach über­ein­stim­men­den Medi­en­be­rich­ten könn­ten welt­weit bis zu 100.000 Arbeits­plät­ze weg­fal­len. Zudem ste­hen offen­bar meh­re­re deut­sche Wer­ke auf dem Prüf­stand.

Der bis­lang ohne­hin geplan­te, mas­si­ve Stel­len­ab­bau könn­te somit deut­lich grö­ßer aus­fal­len als bis­her ange­nom­men.

Umfas­sen­des Restruk­tu­rie­rungs­pro­gramm geplant

Wie unter ande­rem der Spie­gel und der Nord­deut­sche Rund­funk (NDR) berich­ten, arbei­tet der Auto­bau­er an einem umfas­sen­den Restruk­tu­rie­rungs­pro­gramm. Nach Infor­ma­tio­nen aus Unter­neh­mens­krei­sen sol­len die Plä­ne Anfang Juli im Auf­sichts­rat dis­ku­tiert wer­den.

Betrof­fen sein könn­ten nach Medi­en­be­rich­ten die Stand­or­te Han­no­ver, Emden und Zwi­ckau sowie das Audi-Werk in Neckar­sulm. Eine Schlie­ßung die­ser Wer­ke wür­de zehn­tau­sen­de Arbeits­plät­ze gefähr­den.

Deut­lich grö­ße­rer Stel­len­ab­bau als bis­lang bekannt

Der geplan­te Stel­len­ab­bau wür­de deut­lich über die bis­lang bekann­ten Spar­pro­gram­me hin­aus­ge­hen.

Bereits Ende 2024 hat­ten sich Kon­zern­lei­tung und Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter auf den sozi­al­ver­träg­li­chen Abbau von rund 35.000 Stel­len in Deutsch­land bis 2030 ver­stän­digt. Anfang 2026 war zudem von ins­ge­samt etwa 50.000 weg­fal­len­den Arbeits­plät­zen im Kon­zern die Rede.

Volks­wa­gen äußert sich zurück­hal­tend

Volks­wa­gen selbst bestä­tig­te bis­lang kei­ne kon­kre­ten Zah­len. Ein Unter­neh­mens­spre­cher erklär­te ledig­lich, dass der gesam­te Kon­zern „weit­rei­chen­de Ver­än­de­run­gen“ benö­ti­ge, um lang­fris­tig wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben.

Hin­ter­grund sind unter ande­rem der ver­schärf­te Wett­be­werb in Chi­na, hohe Inves­ti­tio­nen in die Elek­tro­mo­bi­li­tät sowie wirt­schaft­li­che Belas­tun­gen durch inter­na­tio­na­le Han­dels­kon­flik­te.

Wider­stand von Arbeit­neh­mer­ver­tre­tern

Schar­fe Kri­tik kommt bereits von Arbeit­neh­mer­ver­tre­tern. Die IG Metall und der VW-Betriebs­rat kün­dig­ten Wider­stand gegen mög­li­che Werks­schlie­ßun­gen und zusätz­li­che Stel­len­strei­chun­gen an.

Auch aus der Poli­tik gibt es ers­te War­nun­gen. Ins­be­son­de­re in Sach­sen wächst die Sor­ge um den Stand­ort Zwi­ckau, der als eines der wich­tigs­ten Elek­tro­mo­bi­li­täts­wer­ke des Kon­zerns gilt.

Die end­gül­ti­gen Ent­schei­dun­gen ste­hen noch aus. Nach Medi­en­be­rich­ten soll sich der Auf­sichts­rat des Kon­zerns am 9. Juli mit den Plä­nen befas­sen.

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