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Ver­kehrs­kon­trol­len im Harz: Über 270 Ver­stö­ße an einem Tag fest­ge­stellt

Im Rah­men der Ver­kehrs­si­cher­heits­in­itia­ti­ve “Sicher durch den Harz” wur­den am Sonn­tag bei der ers­ten gro­ßen Kon­troll­ak­ti­on die­ses Jah­res im Harz­ge­biet ins­ge­samt 273 Ver­stö­ße regis­triert. Bei die­sen Kon­trol­len, die zwi­schen 10.30 Uhr und 18 Uhr an ver­schie­de­nen Orten ent­lang der Bun­des­stra­ßen 4, 242 und 498 statt­fan­den, stell­ten die Ein­satz­kräf­te haupt­säch­lich Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen fest. Unter­stützt wur­den die Poli­zei­be­am­ten des Land­krei­ses Gos­lar dabei vom TÜV Nord.

Ver­kehrs­ver­stö­ße und deren Kon­se­quen­zen

Von den ins­ge­samt 273 fest­ge­stell­ten Ver­stö­ßen waren 244 Fäl­le Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen, wobei 131 durch Pkw und 113 durch Motor­rä­der ver­ur­sacht wur­den. Auf der Bun­des­stra­ße 4, im Bereich zwi­schen Braun­la­ge und Hohe­geiß, regis­trier­ten die Kon­troll­kräf­te 65 die­ser Über­tre­tun­gen. Die dabei erfass­ten Geschwin­dig­kei­ten führ­ten zu 49 Ver­war­nun­gen, 13 Buß­gel­dern und drei Fahr­ver­bo­ten. Der schnells­te Pkw wur­de hier mit 90 Km/h in einer 50er-Zone gemes­sen, wäh­rend das schnells­te Motor­rad mit 145 Km/h erfasst wur­de. Auf der Bun­des­stra­ße 498 in Rich­tung Alten­au wur­de ein Pkw in einer 60er-Zone mit 124 Km/h gemes­sen, was eben­falls zu einem Fahr­ver­bot führ­te.

Neben den Geschwin­dig­keits­über­tre­tun­gen stell­ten die Beam­ten auch 20 Bau­art­ver­än­de­run­gen, eine man­gel­haf­te Berei­fung und eine nicht ord­nungs­ge­mä­ße Abgas­an­la­ge fest. Die­se wei­te­ren Ver­stö­ße wur­den eben­falls mit Ver­warn­gel­dern geahn­det.

Ver­kehrs­un­fäl­le und deren Fol­gen

Seit dem Beginn der Zwei­rad­sai­son Anfang März muss­ten im Land­kreis Gos­lar bereits 21 Ver­kehrs­un­fäl­le mit Betei­li­gung von Kraft­rä­dern auf­ge­nom­men wer­den. Die­se Unfäl­le führ­ten zu 13 schwe­ren Ver­let­zun­gen, wobei zwei Per­so­nen per Ret­tungs­hub­schrau­ber in Kli­ni­ken trans­por­tiert wer­den muss­ten. Wei­te­re vier Per­so­nen erlit­ten leich­te Ver­let­zun­gen. Die meis­ten die­ser Unfäl­le ereig­ne­ten sich auf den Stra­ßen im Ober­harz. Im Ver­gleich der letz­ten zehn Jah­re erreich­te die Zahl der töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­le im Jahr 2025 im Bereich der Poli­zei­in­spek­ti­on Gos­lar einen Höchst­stand: Sie­ben Men­schen kamen ums Leben, fünf davon waren Motor­rad­fah­rer.

Die Initia­ti­ve “Sicher durch den Harz” zielt dar­auf ab, die Zahl der Ver­kehrs­un­fäl­le, ins­be­son­de­re die mit Betei­li­gung von Motor­rad­fah­ren­den, signi­fi­kant zu redu­zie­ren. Zu die­sem Zweck plant die Poli­zei Gos­lar, in Zusam­men­ar­beit mit ihren Netz­werk­part­nern, die Ver­kehrs­un­fall­prä­ven­ti­on wei­ter zu ver­stär­ken und regel­mä­ßig Kon­troll­ak­tio­nen zu unter­schied­li­chen Tages­zei­ten durch­zu­füh­ren. Dabei soll auch moder­ne Video­tech­nik zum Ein­satz kom­men, um Ver­feh­lun­gen gerichts­fest doku­men­tie­ren zu kön­nen.

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