Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen bleibt für weitere vier Jahre Teil des internationalen Netzwerks der UNESCO Global Geoparks. Die internationale Revalidierung im Jahr 2025 endete erneut mit der Vergabe der Grünen Karte. Damit bestätigt die UNESCO die Arbeit des derzeit größten UNESCO-Geoparks Europas.
Die Urkunde wurde im Rahmen einer Sitzung des German Global Geopark-Network im Geopark Schieferland überreicht. Entgegengenommen haben sie die beiden Geopark-Leitungen Esther Czymoch und Dr. Henning Zellmer.
UNESCO würdigt internationale Ausrichtung
Nach eingehender Prüfung beschloss der UNESCO-Geopark-Council einstimmig die Verlängerung der Mitgliedschaft. Positiv bewertet wurde unter anderem, dass der Geopark englischsprachige Informationen auf Schautafeln, in Broschüren und weiteren Medien weiter ausgebaut hat. Dadurch werde internationalen Besucherinnen und Besuchern der Zugang zu den Geokulturstätten der Region erleichtert.
Zugleich erhielt der Geopark Empfehlungen für die weitere Entwicklung. Dazu zählen zusätzliche Bildungs- und Informationsangebote zu Klimawandel, Naturgefahren und nachhaltigem Geotourismus.
Bedeutung für Region und Tourismus
Thomas Balcerowski, Landrat und Vorstandsvorsitzender des HARZVERBANDs, bewertet die erneute Auszeichnung als wichtigen Erfolg für die gesamte Region. Der Geopark umfasst 9.646 Quadratkilometer und verbindet geologisches, kulturelles und natürliches Erbe über kommunale und administrative Grenzen hinweg.
Auch Matthias Jendricke, Vorstandsmitglied des HARZVERBANDs, sieht in der Verlängerung des UNESCO-Titels eine Bestätigung der geleisteten Arbeit und ein wichtiges Aushängeschild für Gäste im Harz.
Prüfung führte durch die Region
Der Geopark feierte 2025 zugleich sein zehnjähriges Bestehen als UNESCO Global Geopark. Alle vier Jahre müssen anerkannte Geoparks eine internationale Qualitätsprüfung durchlaufen. Bewertet werden dabei unter anderem Management, Infrastruktur, Bildungsarbeit, Schutzkonzepte und die nachhaltige Entwicklung der Region.
Im Juni und Juli 2025 bereiste eine internationale Delegation aus China und Spanien die Region. Die Route führte unter anderem zum Tagebau Schöningen mit den rund 300.000 Jahre alten Speeren, zum Jurameer Schandelah mit bedeutenden Fossilienfunden und zur Sandsteinformation Teufelsmauer. Ein weiterer Programmpunkt war die Eröffnung des neuen Geopark-Informationszentrums am Baumwipfelpfad in Bad Harzburg.
Weltweit gibt es derzeit 229 UNESCO Global Geoparks in 50 Staaten, darunter acht in Deutschland. Sie sollen geowissenschaftliches Erbe von internationaler Bedeutung bewahren und zugleich Bildung, nachhaltige Entwicklung und regionales Bewusstsein fördern.
Foto: © Geopark































