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Schnar­chen kann mehr sein als ein nächt­li­ches Ärger­nis

Zum Tag des Schla­fes am 21. Juni rückt die IKK gesund plus ein The­ma in den Mit­tel­punkt, das vie­le Erwach­se­ne betrifft: Schnar­chen. Fast jeder zwei­te Erwach­se­ne kennt die nächt­li­chen Geräu­sche aus eige­ner Erfah­rung oder aus dem Umfeld. Häu­fig ist Schnar­chen harm­los, in bestimm­ten Fäl­len kann es jedoch auf gesund­heit­li­che Risi­ken hin­wei­sen.

Gun­nar Mol­len­hau­er von der IKK gesund plus erklärt, dass Schnar­chen ver­schie­de­ne Ursa­chen haben kann. Dazu zäh­len etwa ver­grö­ßer­te Man­deln, Fehl­stel­lun­gen des Kie­fers oder eine erschlaff­te Mus­ku­la­tur im Rachen. Wenn sich die Atem­we­ge beim Ein­schla­fen ver­en­gen, strömt die Luft mit mehr Druck hin­durch. Dadurch ent­ste­hen die typi­schen Geräu­sche.

Wer zum Schnar­chen neigt, soll­te mög­lichst auf Alko­hol ver­zich­ten. Er kann die Erschlaf­fung der Rachen­mus­ku­la­tur ver­stär­ken. Auch die Schlaf­po­si­ti­on kann eine Rol­le spie­len: In Sei­ten­la­ge bleibt der Rachen­raum meist frei­er als in Rücken­la­ge. Über­ge­wicht kann Schnar­chen eben­falls begüns­ti­gen, weil sich die Atem­we­ge im Hals­be­reich ver­en­gen.

Auf­merk­sam wer­den soll­te, wer Atem­aus­set­zer bemerkt, die län­ger als etwa zehn Sekun­den dau­ern. Fol­gen dar­auf lau­te, unre­gel­mä­ßi­ge Geräu­sche, kann dies ein Hin­weis auf eine Schlaf­apnoe sein. Wei­te­re Warn­zei­chen sind star­ker Nacht­schweiß, nächt­li­cher Harn­drang, ein tro­cke­ner Mund am Mor­gen oder plötz­li­ches Ein­ni­cken am Tag.

Bei sol­chen Sym­pto­men emp­fiehlt Mol­len­hau­er eine Unter­su­chung beim HNO-Arzt. Je nach Befund kann auch eine Unter­su­chung im Schlaf­la­bor fol­gen. Die Behand­lungs­mög­lich­kei­ten rei­chen von einer Schie­ne über Atem­mas­ken bis hin zu Radio­fre­quenz-The­ra­pien.

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