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Rhein­me­tall plant mil­lio­nen­schwe­ren Aus­bau des Stand­orts Sil­ber­hüt­te im Harz

Der Rüs­tungs­kon­zern Rhein­me­tall AG plant einen umfang­rei­chen Aus­bau sei­nes Stand­orts Sil­ber­hüt­te bei Harz­ge­ro­de. Mit Inves­ti­tio­nen in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he will das Unter­neh­men sei­ne Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten im Bereich Pyro­tech­nik und Muni­ti­on deut­lich erwei­tern und den Stand­ort lang­fris­tig stär­ken.

Aus­bau der Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten

Sil­ber­hüt­te gehört zur Rhein­me­tall Waf­fe Muni­ti­on GmbH und spielt inner­halb des Kon­zerns eine zen­tra­le Rol­le. Nach Anga­ben von Vor­stands­chef Armin Pap­per­ger sol­len in den kom­men­den Jah­ren rund 30 bis 40 Mil­lio­nen Euro inves­tiert wer­den. Ziel ist es, die Kapa­zi­tä­ten der Pyro­tech­nik min­des­tens zu ver­dop­peln, per­spek­ti­visch sogar zu ver­drei­fa­chen. Bereits heu­te gilt Sil­ber­hüt­te als größ­ter pyro­tech­ni­scher Stand­ort der Rhein­me­tall-Grup­pe welt­weit, an dem unter ande­rem Kom­po­nen­ten für Muni­ti­on und Zünd­sys­te­me her­ge­stellt wer­den.

Mit dem Aus­bau geht auch eine per­so­nel­le Ver­stär­kung ein­her. Die Zahl der Beschäf­tig­ten soll von der­zeit rund 300 um min­des­tens 100 zusätz­li­che Arbeits­plät­ze stei­gen.

Wirt­schaft­li­cher Impuls für die Regi­on

Für Harz­ge­ro­de und den umlie­gen­den Harz bedeu­tet das Vor­ha­ben einen spür­ba­ren wirt­schaft­li­chen Impuls. Neben neu­en Arbeits­plät­zen wer­den auch posi­ti­ve Effek­te für regio­na­le Zulie­fe­rer und Dienst­leis­ter erwar­tet. Unter­stüt­zung erhält das Pro­jekt aus der Lan­des­po­li­tik: Der Wirt­schafts­mi­nis­ter von Sach­sen-Anhalt, Sven Schul­ze, hob die Bedeu­tung der Inves­ti­ti­on für die indus­tri­el­le Ent­wick­lung und Beschäf­ti­gung in Ost­deutsch­land her­vor.

Teil einer bun­des­wei­ten Expan­si­ons­stra­te­gie

Der Aus­bau in Sil­ber­hüt­te ist Teil einer umfas­sen­de­ren Stand­ort­stra­te­gie des Kon­zerns. Rhein­me­tall inves­tiert der­zeit auch an ande­ren deut­schen Stand­or­ten, um die stei­gen­de Nach­fra­ge nach Muni­ti­on und Wehr­ma­te­ri­al zu bedie­nen. Dazu zäh­len unter ande­rem neue oder erwei­ter­te Pro­duk­ti­ons­an­la­gen in Unter­lüß in Nie­der­sach­sen. Par­al­lel dazu baut das Unter­neh­men sei­ne inter­na­tio­na­le Prä­senz durch neue Wer­ke und Koope­ra­tio­nen in ande­ren NATO-Staa­ten aus, um Lie­fer­ket­ten abzu­si­chern.

Zwi­schen Wachs­tum und Kri­tik

Der wirt­schaft­li­che Erfolg des Unter­neh­mens ist eng mit geo­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen und stei­gen­den Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben vie­ler Staa­ten ver­bun­den. Rhein­me­tall mel­det zuletzt deut­lich wach­sen­de Umsät­ze und Gewin­ne, wobei der Ver­tei­di­gungs­be­reich den größ­ten Anteil aus­macht. Gleich­zei­tig stößt der geplan­te Aus­bau nicht über­all auf Zustim­mung. Kri­ti­ker ver­wei­sen auf ethi­sche Fra­gen rund um Waf­fen­pro­duk­ti­on und Rüs­tungs­expor­te, die ins­be­son­de­re bei gro­ßen Inves­ti­ti­ons­pro­jek­ten immer wie­der öffent­lich dis­ku­tiert wer­den.

Mit den geplan­ten Inves­ti­tio­nen ent­wi­ckelt sich Sil­ber­hüt­te zu einem noch bedeu­ten­de­ren Pfei­ler der Rhein­me­tall-Pro­duk­ti­on. Der Stand­ort steht damit exem­pla­risch für die stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung des Kon­zerns und deren wirt­schaft­li­che wie poli­ti­sche Aus­wir­kun­gen auf die Regi­on Harz.

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