Im beschaulichen Windhausen, mitten im Herzen des Harzes, verbirgt sich ein Unternehmen, das seit über vier Jahrzehnten Maßstäbe im Sondermaschinen- und Vorrichtungsbau setzt: die WISOMA — Windhäuser Sondermaschinen- und Vorrichtungsbaugesellschaft mbH. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Werkzeugbetrieb wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Hightech-Schmiede für präzise Kunststoff‑, Gummi- und Elastomerwerkzeuge, die nicht nur in der Region, sondern auch international gefragt sind.
Von der Handwerkskunst zur Hightech-Manufaktur
Gegründet 1986 von zwei Meistern, begann WISOMA mit dem Bau einfacher Vorrichtungen und Werkzeuge. Harald Wächter, seit 1989 Teil des Teams und seit 2016 alleiniger Geschäftsführer, erzählt von der Entwicklung: „Wir bauen eigentlich Werkzeuge für die Gummi-und Kunststoffindustrie. Diese Werkzeuge müssen auf Zehntel- und Hundertstel-Millimeter genau gefertigt werden.“ Dabei hat sich das Unternehmen von klassischen Fertigungsmethoden zu einer Hightech-Manufaktur mit modernsten Maschinen entwickelt: Erodiermaschinen, hochpräzises Fräsen, Laserschweißen und ein neues 3D-Koordinatenmessgerät ermöglichen Werkzeuge und Ersatzteile mit höchster Präzision. „Das Gerät kann selbst winzige Objekte vollständig vermessen und liefert Daten, die wir direkt für die Produktion oder für den 3D-Druck nutzen können“, erklärt Wächter.
Mittelstand im Harz – Herausforderungen und Chancen
Die letzten Jahre waren für WISOMA, wie für viele Mittelstandsunternehmen, nicht leicht. Die Automobilindustrie, einst ein wichtiger Kunde, hat stark nachgelassen, und internationale Konkurrenz, vor allem aus China, erschwert den Markt. Wächter kritisiert: „Die Regierung tut leider wenig für den Mittelstand, während große Firmen immense Subventionen erhalten. Wir müssen trotzdem weitermachen und unsere Position behaupten.“ Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Unternehmen seiner Region treu: Mit 20 engagierten Mitarbeitern, einer eigenen Konstruktionsabteilung und Auszubildenden sichert WISOMA die Zukunft der Industrie im Harz.
Ausbildung, Engagement und Verantwortung
Die Förderung junger Talente ist WISOMA ein besonderes Anliegen. Das Unternehmen bildet Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker und technische Produktdesigner aus und bemüht sich, diese nach der Ausbildung im Betrieb zu halten. „Die letzten Jahre waren nicht einfach, aber wir versuchen, unsere Auszubildenden bestmöglich zu begleiten“, sagt Wächter. Gleichzeitig engagiert sich WISOMA sozial: Die Unterstützung lokaler Vereine, der freiwilligen Feuerwehr und die Beteiligung an der Senegalhilfe zeigen, dass das Unternehmen Verantwortung über die Werkstatttore hinaus übernimmt.
Präzision trifft auf Kreativität
Obwohl die Arbeit hochpräzise Technik erfordert, bleibt WISOMA flexibel und kreativ. Individuelle Kundenwünsche – vom Firmenlogo bis zu kleinen, dreidimensionalen Objekten – können dank moderner Fertigungstechnologien umgesetzt werden. „Wenn jemand ein Logo oder ein kleines Modell digitalisiert hat, können wir daraus fertige Werkstücke erstellen“, erklärt Wächter. Diese Kombination aus technischer Präzision, Innovationskraft und persönlicher Betreuung macht WISOMA zu einem unverzichtbaren Partner der Region und weit darüber hinaus.
In Windhausen schlägt also nicht nur das Herz des Harzer Mittelstands, sondern auch das eines Unternehmens, das Tradition und Innovation meisterhaft verbindet. WISOMA steht für Präzision, Leidenschaft und ein Engagement, das weit über den Werkzeugbau hinausgeht. Wer die Region und ihre Unternehmen verstehen will, sollte einen Blick hinter die Kulissen dieses einzigartigen Betriebs werfen – hier, wo aus Ideen Werkzeuge für die Zukunft werden.


































