Das Mordsharz-Festival lebt nicht nur von seinen Autorinnen und Autoren sowie ihren Krimis und Thrillern. Einen wesentlichen Beitrag zum Wiedererkennungswert leistet auch die grafische Gestaltung. Dafür ist seit den Anfängen die Berliner Grafikdesignerin Pia Seddigh verantwortlich. Sie entwickelt Jahr für Jahr das visuelle Erscheinungsbild des Festivals weiter.
Seddigh wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Ihr Vater war Künstler und Professor an der Kunsthochschule in Braunschweig. Schon als Kind konnte sie in seinem Atelier unterschiedliche Maltechniken ausprobieren. Nach dem Abitur entschied sie sich deshalb für ein Studium im Bereich Grafikdesign an der Hochschule Braunschweig.
Klare Formen statt überladener Gestaltung
Bei Logos setzt Seddigh nach eigener Darstellung auf eine möglichst klare Formsprache. Ziel sei es, die Kernaussage in ein einfaches Bild zu übersetzen. Dabei entwickelt sie sowohl Entwürfe nach konkreten Kundenvorgaben als auch eigene, stärker reduzierte Lösungen. Wichtig sind ihr zudem ausgewogene Kompositionen und der bewusste Einsatz von freien Flächen.
Zum Mordsharz-Festival kam Seddigh über Christoph Lampert, mit dem sie bereits seit 2006 zusammenarbeitet. Damals übernahm sie die grafische Gestaltung für den ersten Darßer Marathon. Später folgten weitere gemeinsame Projekte. Seit Lamperts Tätigkeit im Brockenhaus gestaltet Seddigh auch die grafischen Arbeiten für Mordsharz. 2011 begann die Zusammenarbeit mit dem Logo des Festivals.
Eule als wiederkehrendes Motiv
Die ersten Entwürfe für Mordsharz waren vor allem in Rot und Schwarz gehalten und deutlich reduzierter als heute. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Eule zu einem wiederkehrenden Element. Inzwischen entstehen farblich eigenständige Collagen mit Motiven aus dem Harz, Wald und Bäumen. Häufig taucht die Eule dabei zusammen mit einer wolfsähnlichen Gestalt auf.
Jedes neue Design soll sich sichtbar von seinen Vorgängern unterscheiden und dennoch als Teil des Mordsharz-Festivals erkennbar bleiben. Seddigh bezeichnet deshalb jeweils das aktuelle Motiv als ihr Lieblingsmotiv.
Auch privat besucht sie das Festival gern. Besonders schätzt sie nach eigenen Angaben die Verbindung aus Krimilesungen, historischen Veranstaltungsorten und der Atmosphäre des Harzes. Krimis und Thriller gehören zudem zu ihren bevorzugten Genres.
































