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PETA for­dert Ver­bot von Wal­pur­gis-Feu­er­werk im Ober­harz: “Tie­re in pani­scher Angst”

Die Tierschutzorganisation PETA will ein Ende des Walpurgis-Feuerwerks im Oberharz
Die Tierschutzorganisation PETA will ein Ende des Walpurgis-Feuerwerks im Oberharz

Die Tier­schüt­zer von PETA (Peo­p­le for the Ethi­cal Tre­at­ment of Ani­mals) schla­gen Alarm: Anläss­lich der bevor­ste­hen­den Wal­pur­gis­nacht for­dert die Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on ein Ver­bot von Feu­er­werk im Ober­harz. Hin­ter­grund sind die erheb­li­chen Belas­tun­gen, die Böl­ler und Rake­ten für Tie­re dar­stel­len.

Wal­pur­gis­nacht im Harz: Tra­di­ti­on mit Schat­ten­sei­ten

Die Wal­pur­gis­nacht ist beson­ders im Harz ein kul­tu­rel­les High­light. Jedes Jahr zie­hen Fei­ern­de in Scha­ren in die Regi­on, um den „Tanz in den Mai“ mit gro­ßen Feu­ern und häu­fig auch Feu­er­werk zu zele­brie­ren.

Doch genau die­se Feu­er­wer­ke gera­ten zuneh­mend in die Kri­tik. Wäh­rend sie für vie­le Men­schen ein fest­li­cher Bestand­teil sind, bedeu­ten sie für Tie­re oft puren Stress.

PETA: Feu­er­werk ver­ur­sacht Angst und Leid

Laut PETA lei­den sowohl Wild­tie­re als auch Haus­tie­re mas­siv unter den lau­ten Explo­sio­nen und Licht­blit­zen. Rehe, Füch­se und Vögel wür­den in Panik flie­hen, ihre Ori­en­tie­rung ver­lie­ren oder sogar ver­letzt wer­den.

Beson­ders pro­ble­ma­tisch sei dies in natur­na­hen Regio­nen wie dem Ober­harz. Auch Haus­tie­re wie Hun­de und Kat­zen reagie­ren häu­fig mit Angst­zu­stän­den. Tier­hal­ter berich­ten von Zit­tern, Flucht­ver­su­chen oder lang­fris­ti­gen Ver­hal­tens­stö­run­gen nach Feu­er­wer­ken.

For­de­rung nach einem Ver­bot im Ober­harz

PETA for­dert daher ein kla­res Umden­ken: Statt Feu­er­werk sol­len umwelt- und tier­freund­li­che Alter­na­ti­ven geför­dert wer­den. Genannt wer­den unter ande­rem Licht­shows ohne lau­te Knal­le, tra­di­tio­nel­le Wal­pur­gis­feu­er ohne Pyro­tech­nik sowie kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen und Musik­pro­gram­me.

Ein Ver­bot im Ober­harz könn­te laut der Orga­ni­sa­ti­on ein wich­ti­ges Signal für mehr Tier­schutz set­zen.

Unter­stüt­zung aus Umwelt- und Natur­schutz­krei­sen

Die For­de­rung von PETA fin­det zuneh­mend Unter­stüt­zung bei Umwelt­ver­bän­den. Neben dem Tier­schutz spie­len auch öko­lo­gi­sche Aspek­te eine Rol­le: Feu­er­werk ver­ur­sacht Fein­staub, hin­ter­lässt Müll und kann Wald­brän­de begüns­ti­gen – ein erns­tes Risi­ko in tro­cke­nen Früh­jahrs­mo­na­ten.

Vor­ha­ben stößt auf Kri­tik und Gegen­stim­men

Natür­lich gibt es auch Gegen­wind. Befür­wor­ter der Tra­di­ti­on argu­men­tie­ren, dass Feu­er­werk ein fes­ter Bestand­teil der Wal­pur­gis­fei­er­lich­kei­ten sei und ein Ver­bot die Attrak­ti­vi­tät der Regi­on beein­träch­ti­gen könn­te.

Ein mög­li­cher Kom­pro­miss könn­te in streng regu­lier­ten, zen­tral orga­ni­sier­ten Feu­er­wer­ken lie­gen, anstel­le vie­ler pri­va­ter Böl­ler­ak­tio­nen.

Eine Grad­wan­de­rung mit Fol­gen: Tra­di­ti­on vs. Tier­schutz

Die Debat­te um das Wal­pur­gis-Feu­er­werk im Ober­harz zeigt einen grund­le­gen­den Kon­flikt: Tra­di­tio­nel­le Bräu­che ste­hen zuneh­mend im Span­nungs­feld mit Tier- und Umwelt­schutz.

Ob es tat­säch­lich zu einem Ver­bot kommt, bleibt abzu­war­ten. Klar ist jedoch, dass das Bewusst­sein für die Aus­wir­kun­gen von Feu­er­werk wächst – und damit auch der Druck auf Poli­tik und Ver­an­stal­ter, nach­hal­ti­ge­re Lösun­gen zu fin­den.

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