Neu­er Rad­weg zwi­schen Hal­ber­stadt und Strö­beck eröff­net – Fahr­rad­stra­ße folgt

Die neue Rad­we­ge­ver­bin­dung zwi­schen Hal­ber­stadt und dem Schach­dorf Strö­beck ist offi­zi­ell eröff­net. Seit dem 8. Okto­ber 2026 kön­nen Rad­fah­rer die rund 3,4 Kilo­me­ter lan­ge Stre­cke zwi­schen der Sarg­sted­ter Sied­lung und Strö­beck nut­zen. Gleich­zei­tig fiel der Start­schuss für den drit­ten und letz­ten Bau­ab­schnitt. Eine neue Fahr­rad­stra­ße soll die Ver­bin­dung künf­tig bis in den Orts­kern ver­län­gern.

Zur Eröff­nung an der Kreu­zung Bahn­hof­stra­ße und Gewer­be­stra­ße kamen Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Sza­ra­ta, Land­rat Tho­mas Bal­ce­row­ski sowie Ver­tre­ter der Ort­schafts­rä­te, Ver­ei­ne, Bau­un­ter­neh­men und Stadt­ver­wal­tung zusam­men. Auch zahl­rei­che Bür­ger nah­men an der Ver­an­stal­tung teil. Gemein­sam mit Kin­dern des Schach­ensem­bles Strö­beck wur­den die ers­ten bei­den Bau­ab­schnit­te durch das sym­bo­li­sche Durch­schnei­den eines Ban­des frei­ge­ge­ben.

Die neue Stre­cke soll vor allem den All­tags- und Pend­ler­ver­kehr erleich­tern. Gleich­zei­tig ver­bes­sert sie die Mög­lich­kei­ten für Frei­zeit­fahr­ten und Rad­tou­ren zwi­schen Hal­ber­stadt und Strö­beck.

Neue Ver­bin­dung hal­biert den Arbeits­weg

Wie groß der prak­ti­sche Nut­zen des Rad­wegs sein kann, zeigt das Bei­spiel von Anne­li Borg­mann. Die Strö­be­cker Ort­schafts­rä­tin hat die Stre­cke bereits mehr­fach getes­tet, auch bei Dun­kel­heit. Für ihren Arbeits­weg benö­tigt sie mit dem Fahr­rad nach eige­nen Anga­ben statt bis­her rund 30 Minu­ten nur noch etwa 15 Minu­ten.

Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Sza­ra­ta bezeich­ne­te die Ver­bin­dung als wich­ti­gen Bestand­teil des Rad­we­ge­aus­baus in Hal­ber­stadt. Ins­ge­samt inves­tiert die Stadt rund sechs Mil­lio­nen Euro in die Ver­bes­se­rung der Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Dabei sol­len meh­re­re Kilo­me­ter neue Rad­we­ge ent­ste­hen.

Auch Land­rat Tho­mas Bal­ce­row­ski wür­dig­te das Enga­ge­ment der Stadt. Hal­ber­stadt ver­fü­ge bereits über ein umfang­rei­ches Rad­we­ge­netz und ent­wick­le die­ses mit Pro­jek­ten wie der Ver­bin­dung nach Strö­beck kon­ti­nu­ier­lich wei­ter.

Bahn­hof­stra­ße wird auf 1,3 Kilo­me­tern zur Fahr­rad­stra­ße

Mit einem sym­bo­li­schen Spa­ten­stich begann am Tag der Eröff­nung auch der drit­te Bau­ab­schnitt. Die rund 1,3 Kilo­me­ter lan­ge Bahn­hof­stra­ße in Strö­beck soll zur Fahr­rad­stra­ße aus­ge­baut wer­den. Damit wird die neue Rad­we­ge­ver­bin­dung bis in den Orts­kern fort­ge­führt.

Im Vor­feld waren Anpas­sun­gen an der Pla­nung erfor­der­lich. Grund dafür waren unter ande­rem Sich­tun­gen von Reb­hüh­nern im ursprüng­lich vor­ge­se­he­nen Tras­sen­be­reich. Die über­ar­bei­te­te Pla­nung berück­sich­tigt des­halb auch Anfor­de­run­gen des Natur­schut­zes.

Bei güns­ti­ger Wit­te­rung soll der letz­te Bau­ab­schnitt noch vor dem Win­ter abge­schlos­sen wer­den. Anschlie­ßend wäre die Rad­we­ge­ver­bin­dung durch­ge­hend bis in den Orts­kern von Strö­beck nutz­bar.

Wei­te­re Rad­we­ge bis 2028 geplant

Der neue Rad­weg nach Strö­beck ist die ers­te von ins­ge­samt fünf Maß­nah­men des För­der­pro­jekts „NKI: Rad­ver­kehr als Sys­tem in Hal­ber­stadt“. Mit dem Vor­ha­ben will die Stadt Lücken im bestehen­den Rad­we­ge­netz schlie­ßen und wich­ti­ge Ver­bin­dun­gen für Pend­ler, All­tags­ver­kehr und Frei­zeit ver­bes­sern.

Geplant sind unter ande­rem wei­te­re Rad­we­ge­ver­bin­dun­gen nach Lan­gen­stein sowie Maß­nah­men an der Hans-Neu­pert-Stra­ße. Auch ent­lang der Klus­stra­ße, Spie­gel­stra­ße und des Spie­gels­ber­gen­wegs soll die Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur ver­bes­sert wer­den. Zusätz­li­che Fahr­rad­bü­gel und Fahr­rad­bo­xen gehö­ren eben­falls zum Vor­ha­ben.

Finan­ziert wird das Gesamt­pro­jekt über das Bun­des­för­der­pro­gramm „Kli­ma­schutz durch Rad­ver­kehr“. Hal­ber­stadt erhält dafür Bun­des­mit­tel in Höhe von 5.581.661 Euro. Die Stadt über­nimmt zusätz­lich rund 550.000 Euro für Pla­nungs­leis­tun­gen.

Bis Mit­te 2028 sol­len sämt­li­che Maß­nah­men umge­setzt sein. Ziel ist ein bes­ser ver­netz­tes und siche­re­res Rad­we­ge­netz, das sowohl den täg­li­chen Fahr­rad­ver­kehr als auch den Rad­tou­ris­mus stärkt.

Foto: Johan­nes Rei­mann , Stadt­mar­ke­ting / Jean­nette Schroe­der

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