Hor­ror-Unfall an der Oker­tal­sper­re: Klet­te­rin stürzt aus acht Metern in die Tie­fe – schwer ver­letzt!

Eine Kletterin ist bei Absturz aus acht Metern nahe der Okertalsperre schwer verletzt worden
Eine Kletterin ist bei Absturz aus acht Metern nahe der Okertalsperre schwer verletzt worden

Dra­ma­ti­scher Klet­ter­un­fall im Harz: Eine Frau ist am Sonn­tag­mor­gen an der Oker­tal­sper­re rund acht Meter in die Tie­fe gestürzt und hat sich dabei schwe­re Ver­let­zun­gen zuge­zo­gen. Offen­bar hielt eine selbst ange­brach­te Klet­ter­si­che­rung der Belas­tung nicht stand. Die Berg­wacht muss­te die Ver­letz­te in einer auf­wen­di­gen Ret­tungs­ak­ti­on aus dem schwer zugäng­li­chen Gelän­de ber­gen. Anschlie­ßend wur­de sie in ein Kran­ken­haus gebracht.

Klet­ter­un­fall an der Oker­tal­sper­re: Siche­rung ver­sagt – Frau stürzt acht Meter ab

An der Oker­tal­sper­re im nie­der­säch­si­schen Harz hat sich am Sonn­tag, dem 11. Okto­ber 2026, ein schwe­rer Klet­ter­un­fall ereig­net. Wie die Berg­wacht St. Andre­as­berg mit­teil­te, stürz­te eine Klet­te­rin am Mor­gen etwa acht Meter in die Tie­fe.

Nach bis­he­ri­gen Infor­ma­tio­nen hat­te die Frau beim Klet­tern eine eige­ne Siche­rung ange­bracht. Die­se hielt den auf­tre­ten­den Belas­tun­gen jedoch nicht stand. In der Fol­ge kam es zu dem fol­gen­schwe­ren Absturz.

Die Frau erlitt schwe­re Ver­let­zun­gen. Wel­che Kör­per­re­gio­nen betrof­fen sind und wie ihr aktu­el­ler Gesund­heits­zu­stand ist, wur­de zunächst nicht bekannt gege­ben. Auch zum Alter und zur Her­kunft der Ver­letz­ten lie­gen bis­lang kei­ne gesi­cher­ten Infor­ma­tio­nen vor.

Über den Unfall berich­te­te der NDR am Mon­tag­vor­mit­tag unter Beru­fung auf die Berg­wacht St. Andre­as­berg.

Schwie­ri­ge Ret­tungs­ak­ti­on im Harz: Berg­wacht muss ver­letz­te Klet­te­rin ber­gen

Nach dem Absturz stand die Berg­wacht vor einer beson­de­ren Her­aus­for­de­rung. Die Unfall­stel­le befand sich in unweg­sa­mem Gelän­de, das eine gewöhn­li­che Ret­tung erheb­lich erschwer­te.

Um die schwer ver­letz­te Klet­te­rin sicher aus dem Gelän­de zu trans­por­tie­ren, muss­ten die Ein­satz­kräf­te eine spe­zi­el­le Berg­tra­ge ein­set­zen. Sol­che Tra­gen ermög­li­chen es, ver­letz­te Per­so­nen auch dort zu ber­gen, wo Ret­tungs­wa­gen nicht unmit­tel­bar an die Unfall­stel­le gelan­gen kön­nen.

Die Berg­wacht über­nahm die Ber­gung der Frau. Anschlie­ßend wur­de die Ver­letz­te zur wei­te­ren medi­zi­ni­schen Behand­lung in ein Kran­ken­haus gebracht.

Wie lan­ge die Ret­tungs­ak­ti­on dau­er­te und wie vie­le Ein­satz­kräf­te dar­an betei­ligt waren, ist der­zeit nicht bekannt.

War­um ver­sag­te die Klet­ter­si­che­rung?

Beson­ders im Mit­tel­punkt steht die Fra­ge, wes­halb die Siche­rung der Klet­te­rin den Sturz nicht ver­hin­dern konn­te.

Nach Anga­ben der Berg­wacht hielt eine selbst­ge­leg­te Siche­rung der Belas­tung nicht stand. Was genau zu die­sem Ver­sa­gen führ­te, ist bis­lang nicht geklärt.

Beim Klet­tern an natür­li­chen Fels­wän­den kom­men unter ande­rem mobi­le Siche­rungs­mit­tel zum Ein­satz. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Klemm­kei­le und soge­nann­te Fri­ends, die in geeig­ne­ten Fels­spal­ten plat­ziert wer­den.

Anders als fest instal­lier­te Siche­rungs­punk­te müs­sen die­se Siche­rungs­mit­tel von den Klet­tern­den selbst kor­rekt aus­ge­wählt und ange­bracht wer­den. Ent­schei­dend sind dabei unter ande­rem die Beschaf­fen­heit des Fel­sens, die Posi­ti­on des Siche­rungs­mit­tels und die Rich­tung der auf­tre­ten­den Belas­tung.

Ob beim Unfall an der Oker­tal­sper­re ein Mate­ri­al­de­fekt, eine ungüns­ti­ge Plat­zie­rung oder ein ande­rer Umstand eine Rol­le spiel­te, ist nicht bekannt. Eine kon­kre­te Ursa­che über das gemel­de­te Ver­sa­gen der Siche­rung hin­aus lässt sich daher nicht fest­stel­len.

Oker­tal­sper­re im Harz: Belieb­te Klet­ter­re­gi­on mit anspruchs­vol­lem Gelän­de

Die Oker­tal­sper­re und das umlie­gen­de Oker­tal gehö­ren zu den bekann­ten Natur- und Aus­flugs­ge­bie­ten im Harz. Die Regi­on ist nicht nur bei Wan­de­rern und Natur­freun­den beliebt, son­dern bie­tet mit ihren mar­kan­ten Fels­for­ma­tio­nen auch zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten zum Klet­tern.

Gera­de die natür­li­chen Fels­wän­de stel­len aller­dings beson­de­re Anfor­de­run­gen an Erfah­rung, Aus­rüs­tung und Siche­rungs­tech­nik.

Anders als in einer Klet­ter­hal­le kön­nen sich die Bedin­gun­gen im Frei­en deut­lich unter­schei­den. Uneben­hei­ten, locke­res Gestein, schwer erreich­ba­re Stand­plät­ze und wech­seln­de Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se kön­nen das Risi­ko erhö­hen.

Hin­zu kommt, dass Ret­tungs­maß­nah­men in abge­le­ge­nen Berei­chen häu­fig beson­ders auf­wen­dig sind. Ver­letz­te müs­sen unter Umstän­den über län­ge­re Stre­cken durch stei­les oder unweg­sa­mes Gelän­de trans­por­tiert wer­den.

Dass sol­che Ein­sät­ze anspruchs­voll sein kön­nen, zeigt auch ein doku­men­tier­ter Klet­ter­un­fall im Oker­tal vom 1. Mai 2026. Damals muss­ten Berg­wacht­kräf­te eine ver­letz­te Per­son am Fel­sen „Klei­ner Dül­fer­klotz“ unter Seil­si­che­rung ber­gen.

Nicht der ers­te schwe­re Klet­ter­un­fall im Oker­tal

Der aktu­el­le Absturz erin­nert an frü­he­re schwe­re Unfäl­le in der Klet­ter­re­gi­on.

Im Sep­tem­ber 2023 kam ein 64-jäh­ri­ger Klet­te­rer im Oker­tal ums Leben. Der Mann war nach dama­li­gen Poli­zei­an­ga­ben beim Anbrin­gen einer Siche­rung offen­bar abge­rutscht und etwa zehn Meter tief gefal­len. Trotz not­ärzt­li­cher Ver­sor­gung starb er noch am Unfall­ort.

Auch im Juli 2024 ereig­ne­te sich an der Mari­en­wand im Oker­tal ein schwe­rer Klet­ter­un­fall. Ein 41-jäh­ri­ger Mann stürz­te rund acht Meter ab und muss­te mit einem Ret­tungs­hub­schrau­ber in ein Kran­ken­haus gebracht wer­den.

Die­se Vor­fäl­le ver­deut­li­chen, dass selbst ver­gleichs­wei­se kur­ze Absturz­hö­hen beim Fels­klet­tern schwe­re oder töd­li­che Ver­let­zun­gen ver­ur­sa­chen kön­nen.

Sicher­heit beim Fels­klet­tern: Was Klet­te­rer beach­ten soll­ten

Der Unfall an der Oker­tal­sper­re rückt die Bedeu­tung einer sorg­fäl­ti­gen Siche­rung beim Klet­tern erneut in den Fokus.

Ins­be­son­de­re beim Klet­tern mit mobi­len Siche­rungs­mit­teln ist es wich­tig, dass Klet­tern­de ihre Aus­rüs­tung beherr­schen und die Gege­ben­hei­ten des jewei­li­gen Fel­sens rich­tig ein­schät­zen.

Zu den grund­le­gen­den Sicher­heits­maß­nah­men gehö­ren:

  • Siche­rungs­punk­te sorg­fäl­tig über­prü­fen: Mobi­le Siche­rungs­mit­tel müs­sen für die jewei­li­ge Fels­si­tua­ti­on geeig­net und kor­rekt plat­ziert sein.

  • Aus­rüs­tung regel­mä­ßig kon­trol­lie­ren: Sei­le, Gur­te, Kara­bi­ner und Siche­rungs­ge­rä­te soll­ten auf Beschä­di­gun­gen und Ver­schleiß geprüft wer­den.

  • Part­ner­check durch­füh­ren: Vor dem Ein­stieg soll­ten Klet­ter­part­ner gegen­sei­tig Kno­ten, Gur­te und Siche­rungs­sys­tem kon­trol­lie­ren.

  • Tou­ren rea­lis­tisch pla­nen: Schwie­rig­keits­grad, Erfah­rung, Wet­ter­be­din­gun­gen und Rück­zugs­mög­lich­kei­ten müs­sen berück­sich­tigt wer­den.

  • Not­fäl­le vor­be­rei­ten: Ein gela­de­nes Mobil­te­le­fon, Ers­te-Hil­fe-Aus­rüs­tung und Kennt­nis­se über den eige­nen Stand­ort kön­nen im Ernst­fall ent­schei­dend sein.

Wer sich beim Legen mobi­ler Siche­run­gen unsi­cher ist, soll­te ent­spre­chen­de Tech­ni­ken zunächst unter fach­kun­di­ger Anlei­tung erler­nen.

Wie geht es der ver­letz­ten Klet­te­rin?

Nach dem schwe­ren Absturz wur­de die Frau in ein Kran­ken­haus gebracht. Über ihren wei­te­ren Gesund­heits­zu­stand lie­gen bis­lang kei­ne zusätz­li­chen bestä­tig­ten Infor­ma­tio­nen vor.

Unklar ist auch, ob wei­te­re Unter­su­chun­gen zum genau­en Unfall­her­gang statt­fin­den.

Fest steht: Die Klet­te­rin hat bei dem acht Meter tie­fen Sturz schwe­re Ver­let­zun­gen erlit­ten. Die Berg­wacht konn­te sie trotz der schwie­ri­gen Gelän­de­ver­hält­nis­se ber­gen und den Trans­port zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung ermög­li­chen.

Der Unfall zeigt erneut, wel­che schwer­wie­gen­den Fol­gen das Ver­sa­gen einer Siche­rung beim Fels­klet­tern haben kann.

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