Der Arbeitsmarkt im Landkreis Harz hat zum Jahresbeginn 2026 einen Dämpfer erhalten. Im Januar waren 6.719 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind 471 Personen oder acht Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um sechs Prozent. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,5 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte über dem Vormonatswert.
Nach Einschätzung der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt West sind die Ursachen vielfältig: Niedrige Temperaturen führen zu Baustopps, im Handel und Gastgewerbe enden nach den Feiertagen saisonale Verträge. Darüber hinaus belasten die wirtschaftliche Gesamtlage und politische Unsicherheiten den Stellenmarkt.
Arbeitslosigkeit nach Zuständigkeit
Von den insgesamt 6.719 Arbeitslosen entfielen 3.161 auf den Bereich der Agentur für Arbeit, das sind 374 Personen mehr als im Dezember. Die Kommunale Beschäftigungsagentur (KoBa) betreute 3.558 Menschen – ein Plus von 97 gegenüber dem Vormonat. Der Anteil der durch die Grundsicherung betreuten Arbeitslosen liegt damit bei 53 Prozent.
Entwicklung bei Jugendlichen und Geschlechtern
Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit ungleich verteilt: 58 Prozent der Betroffenen sind Männer, 42 Prozent Frauen. 622 Jugendliche unter 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet, was einem Anteil von 9,3 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg um 18 Personen.
Stellenmeldungen rückläufig
Im Januar wurden 162 neue Stellen gemeldet – 154 weniger als im Dezember. Der Bestand an offenen Stellen sank auf 1.165. Insgesamt meldeten sich im Januar 1.525 Menschen neu arbeitslos, davon 782 direkt aus Beschäftigung. 1.060 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 335 davon nahmen eine neue Erwerbstätigkeit auf.




























