Die Kita Frieden in Thale beteiligt sich am Projekt Spiel- und Bewegungspädagogik nach Hengstenberg in Kindertagesstätten der Unfallkasse Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt steht die behutsame Unterstützung des natürlichen Bewegungs- und Entdeckerdrangs von Kindern.
Kita-Leiterin Annett Kohl erklärt, Ziel sei es, dass Kinder selbstständig erfahren, welche Bewegungen ihr Körper leisten kann. Dabei würden sie lernen, eigene Raum- und Körpergrenzen wahrzunehmen und zugleich Bewegungsfreiheit, Selbstvertrauen und Sicherheit zu gewinnen.
Das Konzept setzt auf freie Bewegungsentwicklung, die Stärkung von Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit sowie auf ausgewählte, schlichte Materialien aus Holz. Begleitet werden die Kinder dabei achtsam durch die pädagogischen Fachkräfte. Für das Projekt haben die Leiterin und drei weitere Mitarbeiterinnen eine Schulung in Halle besucht.
Geräte zunächst als Leihgabe
Die benötigten Spielgeräte werden der Einrichtung für die Dauer des Projekts kostenfrei von der Unfallkasse Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt. Nach dem Ende des Projekts im August ist vorgesehen, dass der Förderverein der Kita Frieden die Geräte für die Einrichtung anschafft. Andernfalls würden sie wieder abgeholt.
Anja Kühn, Vorsitzende des Fördervereins der Kita Spielstunde, betont, der Verein unterstütze die Kita regelmäßig mit Einnahmen aus Festen, Feiern, Spenden und Mitgliedsbeiträgen. So könnten Ausflüge oder auch besondere Anschaffungen wie die Hengstenberg-Geräte mitfinanziert werden.
Erprobung in kleinen Gruppen
Zunächst testen die geschulten Erzieherinnen und Erzieher das Bewegungskonzept gemeinsam mit Kindern aus ihren Gruppen und dokumentieren die Erfahrungen. Anschließend sollen alle weiteren Kinder ab zwei Jahren sowie das gesamte pädagogische Team die Gelegenheit erhalten, die Geräte kennenzulernen und auszuprobieren. Das Angebot findet jeweils in Kleingruppen mit höchstens acht Kindern statt.
Die Kita Frieden verfügt über eine Gesamtkapazität von 170 Kindern und befindet sich in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Neinstedt.
Foto: Andreas Damm / ESN





























