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Har­zer Wirt­schaft bleibt unter Druck

Die wirt­schaft­li­che Lage in der Harz­re­gi­on bleibt ange­spannt. Trotz Hoff­nun­gen auf eine Erho­lung sehen Exper­ten wei­ter­hin sta­gnie­ren­de Umsät­ze, stei­gen­de Betriebs­kos­ten und eine anhal­tend hohe Arbeits­lo­sig­keit. Von einer Trend­wen­de ist der­zeit nichts zu erken­nen.

Ener­gie­prei­se und Kauf­zu­rück­hal­tung belas­ten Betrie­be

Beson­ders betrof­fen sind Han­del, Tou­ris­mus und das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be – tra­di­tio­nell tra­gen­de Säu­len der regio­na­len Wirt­schaft. Klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men berich­ten von rück­läu­fi­gen Kun­den­fre­quen­zen und wach­sen­dem Kos­ten­druck durch hohe Ener­gie­prei­se. Ein Maschi­nen­bau­un­ter­neh­mer aus Gos­lar beschreibt die Lage als ernüch­ternd: Die erhoff­te Sta­bi­li­sie­rung der Nach­fra­ge über die Win­ter­mo­na­te sei bis­lang aus­ge­blie­ben.

Auch der Tou­ris­mus, lan­ge als Hoff­nungs­trä­ger gehan­delt, ver­zeich­net Ein­bu­ßen. Nach Anga­ben des Regio­nal­ver­bands Harz sank die Zahl der Über­nach­tun­gen in der Win­ter­sai­son im Ver­gleich zum Vor­jahr um rund acht Pro­zent. Als Grün­de gel­ten die anhal­ten­de Unsi­cher­heit vie­ler Ver­brau­cher sowie gestie­ge­ne Rei­se­kos­ten.

Arbeits­markt bleibt ange­spannt

Die Arbeits­lo­sen­quo­te ver­harrt seit Mona­ten auf hohem Niveau. Beson­ders jun­ge Men­schen und Fach­kräf­te im Hand­werk sind betrof­fen. Die Agen­tur für Arbeit warnt, dass ohne geziel­te För­der­pro­gram­me und Inves­ti­tio­nen in zukunfts­ori­en­tier­te Bran­chen die Abwan­de­rung qua­li­fi­zier­ter Arbeits­kräf­te wei­ter zuneh­men könn­te.

Kom­mu­nal­po­li­ti­ker und Wirt­schafts­för­de­rer bera­ten inzwi­schen über lang­fris­ti­ge Stra­te­gien. Dis­ku­tiert wer­den unter ande­rem stär­ke­re Inves­ti­tio­nen in Inno­va­ti­on und Digi­ta­li­sie­rung klei­ner Betrie­be sowie der Aus­bau nach­hal­ti­ger Tou­ris­mus­an­ge­bo­te und erneu­er­ba­rer Ener­gien.

Vor­sich­ti­ger Blick in die Zukunft

Unter­neh­mer zei­gen sich trotz geplan­ter Maß­nah­men zurück­hal­tend. Eine schnel­le Erho­lung erwar­ten vie­le nicht. Für zahl­rei­che Betrie­be bedeu­tet das, wei­ter­hin spar­sam zu wirt­schaf­ten und neue Wege zu suchen, um die schwie­ri­ge Pha­se zu über­ste­hen. Die kom­men­den Mona­te gel­ten als ent­schei­dend für die wei­te­re Ent­wick­lung der Regi­on.

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