Anzeige

Das Bestat­tungs­haus Einetal in Harz­ge­ro­de zwi­schen Beruf, Beru­fung und Lebens­er­fah­rung

Ein Weg, der nicht geplant war, son­dern ent­stand

Es sind oft die Brü­che im Leben, die neue Wege eröff­nen. Bei Ingolf Hen­ne­berg, dem Inha­ber und Geschäfts­füh­rer des Bestat­tungs­hau­ses Einetal in Harz­ge­ro­de, begann die­ser Weg nicht mit einem kla­ren Plan, son­dern mit einem ein­schnei­den­den per­sön­li­chen Ver­lust. Der Tod sei­ner Frau im Jahr 1995 wur­de zu einem Wen­de­punkt, der zunächst alles infra­ge stell­te und spä­ter eine völ­lig neue beruf­li­che Rich­tung ent­ste­hen ließ.

Hen­ne­berg stammt ursprüng­lich aus Stan­ge­ro­de, wuchs dort auf und ver­brach­te spä­ter Zeit in Hal­le, bevor er nach der Wen­de 1990 nach Harz­ge­ro­de kam. Sein beruf­li­cher Ursprung liegt eigent­lich ganz woan­ders. Er ist gelern­ter Berufs­im­ker, hat spä­ter in der Gas­tro­no­mie gear­bei­tet und war über vie­le Jah­re in unter­schied­li­chen Berei­chen tätig. Die­se Viel­schich­tig­keit prägt bis heu­te sei­ne Sicht auf Men­schen und Situa­tio­nen.

Der Ein­stieg in das Bestat­tungs­we­sen erfolg­te schließ­lich über Umwe­ge, Erfah­run­gen und Begeg­nun­gen. Nach einer Pha­se der Zusam­men­ar­beit mit einem regio­na­len Bestat­ter über­nahm er schließ­lich im Jahr 2002 das Bestat­tungs­haus und mach­te sich selbst­stän­dig. Was als per­sön­li­che Ver­ar­bei­tung eines Ver­lus­tes begann, wur­de zu einer Auf­ga­be, die bis heu­te von Ver­ant­wor­tung und Nähe zu Men­schen geprägt ist.

Zwi­schen Trau­er­haus und Wohn­zim­mer der Ange­hö­ri­gen

Die Arbeit im Bestat­tungs­haus Einetal ist weit mehr als orga­ni­sa­to­ri­sche Abläu­fe rund um einen Abschied. Sie ist geprägt von Begeg­nun­gen, die in ihrer Inten­si­tät kaum mit ande­ren Berufs­fel­dern ver­gleich­bar sind. Hen­ne­berg beschreibt sei­ne Auf­ga­be als eine Mischung aus Struk­tur geben, zuhö­ren und im rich­ti­gen Moment Ori­en­tie­rung schaf­fen.

Dabei fin­det ein gro­ßer Teil der Gesprä­che nicht im Büro statt, son­dern direkt im Zuhau­se der Ange­hö­ri­gen. Der Grund ist ein­fach und zugleich tief mensch­lich. Im eige­nen Umfeld fällt es vie­len Men­schen leich­ter, über das Unfass­ba­re zu spre­chen. Hier, zwi­schen ver­trau­ten Möbeln und Erin­ne­run­gen, ent­steht ein Raum, in dem Wor­te eher gefun­den wer­den als in einer neu­tra­len Büro­um­ge­bung.

Die Situa­tio­nen, denen er begeg­net, sind so unter­schied­lich wie das Leben selbst. Vom hohen Alter bis zu tra­gi­schen Unfäl­len, von ruhi­gen Abschie­den bis zu extrem belas­ten­den Fäl­len reicht die Band­brei­te. Ent­schei­dend sei dabei nicht nur Fach­wis­sen, son­dern vor allem Empa­thie, Erfah­rung und die Fähig­keit, die Dyna­mik einer Fami­lie zu lesen.

Hen­ne­berg spricht offen dar­über, dass Bestat­ter zwar ein dickes Fell ent­wi­ckeln müs­sen, gleich­zei­tig aber ihre Sen­si­bi­li­tät nicht ver­lie­ren dür­fen. Genau in die­ser Balan­ce liegt für ihn die Pro­fes­sio­na­li­tät sei­nes Berufs.

Wan­del der Bestat­tungs­kul­tur im Harz

In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat sich die Bestat­tungs­kul­tur stark ver­än­dert. Wäh­rend frü­her klas­si­sche Erd­be­stat­tun­gen domi­nier­ten, ist heu­te die Feu­er­be­stat­tung in vie­len Regio­nen zur Regel gewor­den. Auch im Harz zeigt sich die­ser Wan­del deut­lich.

Immer häu­fi­ger ent­schei­den sich Ange­hö­ri­ge für alter­na­ti­ve For­men wie Baum­be­stat­tun­gen in Fried­wäl­dern oder an spe­zi­ell aus­ge­wie­se­nen Ruhe­stät­ten. Auch anony­me Bestat­tun­gen neh­men zu. Hen­ne­berg beob­ach­tet die­sen Trend nicht nur, er beglei­tet ihn täg­lich in der Pra­xis. Die Grün­de sieht er vor allem in ver­än­der­ten Lebens­rea­li­tä­ten. Fami­li­en leben wei­ter aus­ein­an­der, Grab­pfle­ge wird als Belas­tung emp­fun­den, und indi­vi­du­el­le Wün­sche tre­ten stär­ker in den Vor­der­grund.

Trotz die­ser Ver­än­de­run­gen bleibt für ihn eines zen­tral. Jede Bestat­tung ist ein­zig­ar­tig und ver­dient Respekt, unab­hän­gig von der gewähl­ten Form.

Zwi­schen Ver­ant­wor­tung, All­tag und einem Leben danach

Neben sei­ner Tätig­keit im Bestat­tungs­we­sen führt Hen­ne­berg auch wei­te­re beruf­li­che Berei­che, dar­un­ter gas­tro­no­mi­sche Ange­bo­te. Den­noch bleibt sei­ne Haupt­auf­ga­be die Beglei­tung von Men­schen in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen. Dass die­ser Beruf auch emo­tio­nal for­dert, ist für ihn selbst­ver­ständ­lich.

Er selbst beschreibt sich als jeman­den, der bewusst den Aus­gleich sucht. Humor, Gesprä­che und bewuss­te Pau­sen gehö­ren für ihn genau­so zum Leben wie die Arbeit mit Trau­ern­den. Nach vie­len Jah­ren ohne Urlaub hat sich auch in die­ser Hin­sicht etwas ver­än­dert. Heu­te nimmt er sich wie­der Zeit für Rei­sen, zuletzt etwa nach Madei­ra, eine bewuss­te Ent­schei­dung für Erho­lung und Abstand.

Gleich­zei­tig lebt er mit einer chro­ni­schen Erkran­kung, Mor­bus Bech­te­rew, die ihn im All­tag beglei­tet. Auch das prägt sei­nen Blick auf das Leben und den Umgang mit Belas­tun­gen. Trotz allem bleibt sei­ne Hal­tung klar. Jeder Tag zählt, und jeder Tag ver­dient eine gewis­se Leich­tig­keit, wo sie mög­lich ist.

Ein Beruf, der mehr über Men­schen erzählt als über den Tod

Das Bestat­tungs­haus Einetal in Harz­ge­ro­de steht damit nicht nur für orga­ni­sa­to­ri­sche Kom­pe­tenz im Trau­er­fall, son­dern vor allem für eine Hal­tung. Es geht um Zuhö­ren, um Wür­de und um den Ver­such, in schwie­ri­gen Momen­ten Halt zu geben.

Hen­ne­bergs Geschich­te zeigt, wie eng per­sön­li­che Erfah­run­gen, Lebens­we­ge und beruf­li­che Ent­schei­dun­gen mit­ein­an­der ver­wo­ben sein kön­nen. Aus einem Schick­sal wur­de ein Beruf. Aus vie­len Sta­tio­nen wur­de Erfah­rung. Und aus einer Auf­ga­be wur­de eine Form von Ver­ant­wor­tung, die weit über den eigent­li­chen Beruf hin­aus­geht.

 

 Bestat­tungs­haus Einetal
📍Schüt­zen­der. 49 / 06493 Harz­ge­ro­de
📞Tel.: 039484–72096
✉️Email: ingolf.henneberg@gmx,de
🌐Web­site: https://bestattungshaus-einetal.de/

Kreuz

 

IMG 0258

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige