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Ben­zin und Die­sel auf Rekord­hoch: So wirkt sich der Iran-Kon­flikt auf die Wirt­schaft im Harz aus

Die Energiekrise trifft auch die Wirtschaft in der Harzregion
Die Energiekrise trifft auch die Wirtschaft in der Harzregion

Auto­fah­rer, Pend­ler und Unter­neh­men im Harz spü­ren der­zeit die Fol­gen geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen beson­ders deut­lich: Die Prei­se für Ben­zin und Die­sel sind in Deutsch­land auf ein Rekord­ni­veau gestie­gen. Aus­lö­ser ist die Eska­la­ti­on des Kon­flikts im Iran, die den welt­wei­ten Ölmarkt unter Druck setzt und auch in Deutsch­land zu deut­li­chen Preis­stei­ge­run­gen an den Tank­stel­len führt.

Ver­brau­cher unter Schock — Sprit­prei­se kna­cken die Zwei-Euro-Mar­ke

Nach aktu­el­len Daten liegt der Die­sel­preis in Deutsch­land inzwi­schen zeit­wei­se über 2,05 Euro pro Liter, wäh­rend Super E10 eben­falls an die Zwei-Euro-Mar­ke her­an­reicht.
Der star­ke Preis­an­stieg hängt eng mit der Situa­ti­on im Nahen Osten zusam­men: Durch mili­tä­ri­sche Eska­la­tio­nen und die zeit­wei­se Blo­cka­de wich­ti­ger Han­dels­rou­ten wie der Stra­ße von Hor­mus ist der Ölpreis welt­weit gestie­gen.

Die Meer­enge zählt zu den wich­tigs­ten Trans­port­we­gen für Roh­öl – rund 20 Pro­zent des glo­ba­len Ölhan­dels pas­sie­ren nor­ma­ler­wei­se die­se Rou­te. Wird sie ein­ge­schränkt, reagie­ren Märk­te und Prei­se sofort.

Rekord-Sprit­prei­se: Har­zer Wirt­schaft gerät unter Druck

Im Harz – einer Regi­on mit vie­len mit­tel­stän­di­schen Betrie­ben, Hand­werks­fir­men und tou­ris­ti­schen Ange­bo­ten – haben stei­gen­de Sprit­prei­se direk­te wirt­schaft­li­che Fol­gen.

Vor allem Logis­tik- und Trans­port­kos­ten stei­gen spür­bar. Lie­fer­diens­te, Spe­di­tio­nen und Hand­werks­be­trie­be müs­sen für jeden gefah­re­nen Kilo­me­ter mehr bezah­len. Die­se zusätz­li­chen Kos­ten kön­nen vie­le Unter­neh­men nur teil­wei­se an ihre Kun­den wei­ter­ge­ben.

Auch Pend­ler sind betrof­fen: Da vie­le Beschäf­tig­te im Harz län­ge­re Stre­cken zwi­schen Wohn­ort und Arbeits­platz zurück­le­gen müs­sen, erhöht sich ihre monat­li­che Belas­tung deut­lich. Das kann wie­der­um den regio­na­len Kon­sum schwä­chen.

Öko­no­men war­nen bereits davor, dass stei­gen­de Ener­gie­prei­se zu einer all­ge­mei­nen Infla­ti­ons­spi­ra­le füh­ren könn­ten. Höhe­re Trans­port­kos­ten schla­gen häu­fig auch auf Lebens­mit­tel- und Pro­dukt­prei­se durch.

Stei­gen­de Kos­ten für Urlaub und Rei­sen: Tou­ris­mus im Harz könn­te lei­den

Beson­ders sen­si­bel reagiert der Tou­ris­mus­sek­tor, der im Harz eine wich­ti­ge wirt­schaft­li­che Rol­le spielt. Wenn Ben­zin und Die­sel teu­rer wer­den, über­le­gen sich vie­le Men­schen zwei­mal, ob sie eine län­ge­re Auto­fahrt in ein Feri­en­ge­biet unter­neh­men.

Kurz­fris­tig könn­te das zu weni­ger Wochen­end­tou­ris­ten füh­ren – gera­de aus wei­ter ent­fern­ten Regio­nen wie Nord­rhein-West­fa­len oder Ber­lin. Hotels, Restau­rants und Frei­zeit­an­ge­bo­te wür­den dann gerin­ge­re Ein­nah­men ver­zeich­nen.

Dis­kus­si­on über staat­li­che Ent­las­tun­gen in der poli­ti­schen Debat­te

Ange­sichts der stei­gen­den Sprit­prei­se wird auch in der Poli­tik über mög­li­che Maß­nah­men dis­ku­tiert. Eini­ge Stim­men for­dern bei­spiels­wei­se eine Sprit­preis­brem­se oder Anpas­sun­gen bei der CO₂-Abga­be, um Ver­brau­cher und Unter­neh­men zu ent­las­ten.

Ob sol­che Maß­nah­men tat­säch­lich umge­setzt wer­den, ist der­zeit aller­dings offen.

Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung im Harz bleibt wei­ter unsi­cher

Wie lan­ge die hohen Prei­se anhal­ten, hängt maß­geb­lich von der geo­po­li­ti­schen Lage im Nahen Osten ab. Soll­te der Kon­flikt wei­ter eska­lie­ren oder wich­ti­ge Trans­port­we­ge dau­er­haft blo­ckiert blei­ben, könn­ten die Ener­gie­prei­se noch wei­ter stei­gen.

Für Regio­nen wie den Harz bedeu­tet das vor allem eines: Unsi­cher­heit für Wirt­schaft, Unter­neh­men und Ver­brau­cher – und mög­li­cher­wei­se eine spür­ba­re Belas­tung für die gesam­te regio­na­le Wirt­schaft.

 

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