Harz.News/ron Wenn man heute die Wertstoffhöfe im Harz besucht spürt man die Handschrift eines Mannes, der die Region wie kaum ein anderer kennt und prägt: Ingo Ziemann, Vorstand der ENWI Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz. Sein beruflicher Weg ist ein Paradebeispiel für Engagement, Beständigkeit und Leidenschaft für den öffentlichen Dienst.
Ziemann startete seine Karriere nach der Wende im Landkreis Halberstadt als Abteilungsleiter. Schnell zeigte sich sein organisatorisches Talent und sein Gespür für komplexe Abläufe, sodass er schon bald als Stellvertreter des damaligen Geschäftsführer die Neugründung des Abfallzweckverbandes für die drei Nordharzlandkreise mitrealisierte. Über die Jahre hinweg durchlief er sämtliche Stationen des Unternehmens, welches dann nach der Kreisgebietsreform in die enwi umgewandelt wurde – von der Verwaltung bis zur strategischen Planung – und sammelte Erfahrungen, die ihm heute als Vorstand zugutekommen. 18 Jahre lang war er Stellvertreter des Geschäftsführers und gestaltete parallel als Abteilungsleiter die Transformation des Zweckverbands zur enwi als modernes Entsorgungsunternehmen maßgeblich mit.„Ich habe die Organisation von allen Seiten kennengelernt – von internen Abläufen bis zu den Herausforderungen auf den Wertstoffhöfen. Das hat mir ermöglicht, Prozesse und Mitarbeiter gezielt zu fördern“, erklärt Ziemann. Sein Blick auf die Verwaltung war stets klar: Nur wer die Motivation und Perspektiven seiner Mitarbeiter im Auge behält, kann nachhaltige Erfolge für die Bürger erzielen.
2019 übernahm Ziemann die Vorstandsfunktion – ein Schritt, den viele erwartet haben, der für ihn aber nicht zwingend war. Als es für die enwi schwierig wurde, wurde er gebeten, das Ruder zu übernehmen. „Ich hatte bereits die 50 überschritten und manche hätten sich auf die Rente vorbereitet, aber die entstandene Situation und Möglichkeit, einen echten Unterschied zu machen und Gestaltungsspielräume zu nutzen, hat mich motiviert, diese Verantwortung zu übernehmen.“ Seitdem lenkt er das Unternehmen mit strategischem Weitblick und einem klaren Fokus auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Bürgernähe.
Innovation als Leitlinie: Die neuen Wertstoffhöfe
Unter Ziemanns Führung setzt ENWI auf Innovation und Modernisierung – am sichtbarsten in den Wertstoffhöfen. Der neue Wertstoffhof in Ilsenburg ist ein weiterer Meilenstein: Das Grundstück wurde bereits 2025 erworben, die Genehmigungen stehen kurz bevor, und die Ausschreibung für den Bau ist im Gange. Ziemann beschreibt das Projekt als zukunftsweisend: „Wir wollen einen modernen, effizient gestalteten Wertstoffhof schaffen, der nicht nur die Entsorgung erleichtert, sondern auch die Bürger aktiv einbindet.“
Demnächst wird auch der Wertstoffhof in Halberstadt erweitert, um den steigenden Bedarf zu decken. Zusätzliche Flächen, optimierte Logistik und neue Annahmebereiche – insbesondere für Elektrogeräte und Batterien – sollen den Durchsatz erhöhen und Rückstaus in Stoßzeiten reduzieren. Ziel ist es, den größten Wertstoffhof im Landkreis nicht nur zu erweitern, sondern als zentrales Kompetenzzentrum für Recycling, Kreislaufwirtschaft und Bürgerberatung zu positionieren.
Ziemann betont: „Wir investieren in die Zukunft unserer Region. Es geht nicht nur darum, Müll zu entsorgen, sondern Ressourcen sinnvoll zu nutzen, Kreisläufe zu schließen und die Menschen für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.“
Mitarbeiterförderung und Bürgernähe: Das Erfolgsgeheimnis von ENWI
ENWI ist nicht nur ein Dienstleister, sondern ein Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg betrachtet. „Vor sieben Jahren standen wir vor großen Herausforderungen, heute sind alle Stellen besetzt, und wir erhalten mehr Bewerbungen, als wir verarbeiten können“, sagt Ziemann. Als Ergänzung zu den bekannten Sammelleistungen an den Wohn- und Gewerbegrundstücken werden die Wertstoffhöfe von fachkundigem Personal betrieben – von ehemaligen Journalisten bis zu erfahrenen Rentnern –, das Beratungskompetenz, Engagement und Leidenschaft für die Region verbindet.
Die Bürger profitieren davon direkt. Durch die benutzerfreundliche App, die klar strukturierten Annahmestellen und die offene Kommunikation wird der Service niedrigschwellig und effizient. Gleichzeitig plant ENWI zukunftsweisende Initiativen: Repair-Cafés, Second-Hand-Angebote und langfristig sogar KI-gestützte Automatisierung von Prozessen. Ziemann ist dabei klar: „Technik ist wichtig, aber der persönliche Kontakt und die Motivation unserer Mitarbeiter sind entscheidend, um Servicequalität und Nachhaltigkeit zu verbinden.“
Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und regionale Verantwortung
Für Ziemann ist der Harz mehr als Arbeitsort – er ist Heimat. „Ich liebe die Kombination aus Natur, Kultur und Geschichte. Das prägt, wie wir arbeiten und welche Verantwortung wir übernehmen.“ ENWI verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Ressourcen sollen geschont, Rohstoffe recycelt und wirtschaftliche Effizienz mit ökologischer Verantwortung verbunden werden. Vom Altgerät bis zu seltenen Metallen wie Kupfer und Nickel – alles wird in den Kreislauf zurückgeführt.Dieses Denken zeigt sich auch in den Gebühren. Während andere Regionen drastische Steigerungen verzeichnen, konnte ENWI die Kosten für die Bürger stabil halten und sogar senken – eine Leistung, die sowohl wirtschaftlich als auch sozial Orientierung gibt. Gleichzeitig sind Projekte wie die neuen Wertstoffhöfe Ausdruck eines langfristigen Plans: Sie sollen den Landkreis für die kommenden Jahrzehnte versorgen, modern und nachhaltig.
Heimatverbundenheit als Motivation
Abschließend wird deutlich, dass Ziemanns Engagement nicht nur beruflich motiviert ist, sondern auch persönlich. Er schätzt die Landschaft, Kultur und Geschichte des Harzes und sieht in ENWI ein Mittel, die Region aktiv zu gestalten. „Die Arbeit hier verbindet wirtschaftliche Vernunft, ökologische Verantwortung und soziale Verantwortung. Das ist mein Antrieb – und das ist es, was ENWI so besonders macht“, sagt er.
ENWI zeigt, dass Abfall nicht einfach nur Müll ist – er ist Ressource, Chance und Teil einer nachhaltigen Zukunft. Unter Ziemanns Leitung wird aus Erfahrung Innovation, aus Verwaltung Herzblut, und aus regionaler Verantwortung eine Perspektive, die weit über die Wertstoffhöfe hinaus Wirkung entfaltet.
Enwi — Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz AöR
B Braunschweiger Str. 87/88, 38820 Halberstadt
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