Neu­es Schul­pro­jekt in Süd­nie­der­sach­sen för­dert Unter­neh­mer­geist und Ver­ant­wor­tung

Ein neu­es Bil­dungs­pro­jekt soll Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Süd­nie­der­sach­sen dazu befä­hi­gen, unter­neh­me­risch zu den­ken und gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen aktiv anzu­ge­hen. Unter dem Titel „SEE Future – Social Entre­pre­neur­ship Edu­ca­ti­on“ hat die Pri­va­te Hoch­schu­le Göt­tin­gen (PFH) ein Vor­ha­ben gestar­tet, das wirt­schaft­li­ches Den­ken mit sozia­ler Ver­ant­wor­tung ver­bin­det. Bis Ende 2028 sol­len ent­spre­chen­de Lern­an­ge­bo­te an all­ge­mein­bil­den­den und beruf­li­chen Gym­na­si­en sowie berufs­bil­den­den Schu­len in der Regi­on eta­bliert wer­den.

Im Mit­tel­punkt ste­hen Zukunfts­kom­pe­ten­zen wie Eigen­ver­ant­wor­tung, Krea­ti­vi­tät, Team­ar­beit, Soli­da­ri­tät und nach­hal­ti­ges Han­deln. Jugend­li­che sol­len ler­nen, eige­ne Ideen zu ent­wi­ckeln und dar­aus Lösungs­an­sät­ze für gesell­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche Pro­ble­me zu gestal­ten. Dabei arbei­tet die Hoch­schu­le eng mit regio­na­len Part­nern aus Wirt­schaft und Bil­dung zusam­men.

Mehr als 207.000 Euro För­de­rung für das Bil­dungs­pro­jekt

Das Pro­jekt wird im Rah­men der Zukunfts­re­gi­on Süd­nie­der­sach­sen mit Mit­teln aus dem Euro­päi­schen Fonds für regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) geför­dert. Die Lan­des­be­auf­trag­te für regio­na­le Lan­des­ent­wick­lung, Dr. Ulri­ke Witt, über­reich­te am 15. Okto­ber 2026 den Bewil­li­gungs­be­scheid über 207.526,10 Euro.

Wei­te­re finan­zi­el­le Unter­stüt­zung kommt von den Land­krei­sen Göt­tin­gen, Gos­lar, Holz­min­den und Nort­heim sowie der Stadt Göt­tin­gen. Zusätz­lich erhiel­ten die Land­krei­se Göt­tin­gen, Nort­heim und Gos­lar jeweils einen Kofi­nan­zie­rungs­be­scheid über 22.500 Euro aus Lan­des­mit­teln. Dadurch ver­rin­gert sich der finan­zi­el­le Eigen­an­teil der betei­lig­ten Kom­mu­nen.

Dr. Ulri­ke Witt hob bei der Über­ga­be die Bedeu­tung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Hoch­schu­len, Schu­len, Kom­mu­nen und Unter­neh­men her­vor. Die­se Ver­net­zung schaf­fe neue Mög­lich­kei­ten für jun­ge Men­schen und stär­ke die Zukunfts­per­spek­ti­ven der Regi­on.

Schü­ler erhal­ten Ein­bli­cke in regio­na­le Unter­neh­men

Ein wesent­li­cher Bestand­teil von SEE Future ist die Zusam­men­ar­beit mit Betrie­ben aus Süd­nie­der­sach­sen. Die Jugend­li­chen sol­len nicht aus­schließ­lich im Klas­sen­zim­mer ler­nen, son­dern auch Unter­neh­men besu­chen und mit Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern ins Gespräch kom­men.

Auf die­se Wei­se erhal­ten sie Ein­bli­cke in gesell­schafts­ori­en­tier­te Geschäfts­mo­del­le und erfah­ren, wie sich wirt­schaft­li­che Tätig­keit mit sozia­lem Enga­ge­ment ver­bin­den lässt. Ziel ist es, eige­ne Pro­jekt­ideen zu ent­wi­ckeln und unter­neh­me­ri­sche Lösungs­an­sät­ze prak­tisch zu erpro­ben.

Nort­heims Land­rä­tin Astrid Klin­kert-Kit­tel beton­te, dass aus­drück­lich auch Schu­len im länd­li­chen Raum ange­spro­chen wer­den. Gute Ideen soll­ten unab­hän­gig vom Wohn­ort die Mög­lich­keit erhal­ten, sich zu ent­wi­ckeln.

Auch Gos­lars Land­rat Dr. Alex­an­der Sai­pa sieht in der Unter­stüt­zung des Pro­jekts eine Inves­ti­ti­on in die nächs­te Gene­ra­ti­on. Beson­ders wich­tig sei die Gele­gen­heit für Schü­le­rin­nen und Schü­ler, regio­na­le Betrie­be ken­nen­zu­ler­nen und sich aktiv an der Ent­wick­lung ihrer Hei­mat­re­gi­on zu betei­li­gen.

Work­shops und digi­ta­le Lern­platt­form geplant

Neben pra­xis­ori­en­tier­ten Work­shops ent­steht im Rah­men des Pro­jekts eine digi­ta­le Lern­platt­form. Sie soll Unter­richts­ma­te­ria­li­en, Unter­neh­mens­ge­schich­ten und Bei­spie­le erfolg­rei­cher Schul­pro­jek­te bereit­stel­len. Die Inhal­te wer­den auf die Anfor­de­run­gen der Schu­len abge­stimmt und sol­len sich unmit­tel­bar in den Unter­richt inte­grie­ren las­sen.

Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher ist Prof. Dr. Bern­hard Voll­mar von der PFH Göt­tin­gen. Er möch­te mit dem Vor­ha­ben ver­deut­li­chen, dass unter­neh­me­ri­sches Den­ken und gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment mit­ein­an­der ver­ein­bar sind. Die Work­shops sol­len Jugend­li­che ermu­ti­gen, eige­ne Ideen zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen.

Das Pro­jekt knüpft dabei an Erfah­run­gen aus frü­he­ren Bil­dungs­in­itia­ti­ven an und ver­bin­det die­se mit neu­en digi­ta­len und pra­xis­ori­en­tier­ten Lern­an­ge­bo­ten.

Chan­cen­gleich­heit und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung stär­ken

Neben der Ver­mitt­lung wirt­schaft­li­cher Kennt­nis­se ver­folgt SEE Future das Ziel, die Chan­cen­gleich­heit im Bil­dungs­be­reich zu ver­bes­sern. Jugend­li­che sol­len unab­hän­gig von ihrer Her­kunft die Mög­lich­keit erhal­ten, per­sön­li­che Fähig­kei­ten zu ent­de­cken und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

PFH-Prä­si­dent Prof. Dr. Frank Albe beton­te die Bedeu­tung jun­ger Men­schen für die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung. Das Pro­jekt sol­le sie dar­in bestär­ken, ihre Ideen ein­zu­brin­gen und ihre Zukunft aktiv mit­zu­ge­stal­ten.

Auch Kreis­rat Con­rad Fin­ger vom Land­kreis Göt­tin­gen unter­strich den Bei­trag des Vor­ha­bens zur Bil­dungs­ge­rech­tig­keit. Ent­schei­dend sei, dass mög­lichst vie­le Kin­der und Jugend­li­che Zugang zu ent­spre­chen­den Bil­dungs­an­ge­bo­ten erhal­ten.

Mit der geplan­ten Lauf­zeit bis Ende 2028 soll SEE Future unter­neh­me­ri­sches Den­ken und sozia­les Enga­ge­ment dau­er­haft stär­ker im Schul­un­ter­richt Süd­nie­der­sach­sens ver­an­kern.

Foto: PFH Pri­va­te Hoch­schu­le Göt­tin­gen

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