Lin­den­hof­s­kir­che in Nein­stedt fei­ert 140-jäh­ri­ges Bestehen

Die Lin­den­hof­s­kir­che in Nein­stedt blickt auf eine 140-jäh­ri­ge Geschich­te zurück. Am 15. Okto­ber 1886 wur­de in dem Got­tes­haus erst­mals ein Got­tes­dienst gefei­ert. Seit­dem ist die Kir­che ein zen­tra­ler Bestand­teil des geist­li­chen Lebens der heu­ti­gen Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt und ein wich­ti­ger Ort der Begeg­nung für Bewoh­ner, Mit­ar­bei­ten­de und Gäs­te.

Der ers­te Got­tes­dienst fand unter der Lei­tung von Pfar­rer Karl Ulrich Kobelt statt, der damals als geist­li­cher Inspek­tor für den Lin­den­hof und das Eli­sa­beth­stift ver­ant­wort­lich war. Bemer­kens­wert ist die kur­ze Bau­zeit der Kir­che: Inner­halb von nur einem Jahr wur­de das Got­tes­haus errich­tet. Zuvor fan­den die Got­tes­diens­te im Bet­saal auf dem Lin­den­hof oder in der Katha­ri­nen­kir­che statt.

Ein Got­tes­haus für vie­le Gene­ra­tio­nen

In den ver­gan­ge­nen 140 Jah­ren hat die Lin­den­hof­s­kir­che zahl­rei­che Men­schen durch unter­schied­li­che Lebens­pha­sen beglei­tet. Neben regel­mä­ßi­gen Got­tes­diens­ten und Andach­ten fan­den hier unzäh­li­ge Tau­fen, Trau­un­gen und Beer­di­gun­gen statt. Die Kir­che wur­de damit für vie­le Gene­ra­tio­nen zu einem Ort, an dem Freu­de und Hoff­nung eben­so ihren Platz hat­ten wie Trau­er und Abschied.

Auch heu­te wird das Got­tes­haus inten­siv genutzt. Nicht nur sonn­tags, son­dern auch an Werk­ta­gen fin­den zahl­rei­che Got­tes­diens­te statt. Je nach Ver­an­stal­tung kom­men zwi­schen fünf und 300 Men­schen zusam­men.

Das Ange­bot reicht von tra­di­tio­nel­len Got­tes­diens­ten über beson­de­re Andachts­for­men bis hin zu krea­ti­ven Ver­an­stal­tun­gen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Lego­ta­ge und Musi­cal­auf­füh­run­gen, die das kirch­li­che Leben ergän­zen.

Eng mit der Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt ver­bun­den

Die Geschich­te der Lin­den­hof­s­kir­che ist eng mit der Ent­wick­lung der Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt ver­knüpft. Seit ihrer Grün­dung dient sie als geist­li­cher Mit­tel­punkt und Begeg­nungs­stät­te für Men­schen, die in der Stif­tung leben, arbei­ten oder zu Gast sind.

Dabei steht die Kir­che nicht aus­schließ­lich für reli­giö­se Ver­an­stal­tun­gen. Sie bie­tet Raum für gemein­schaft­li­che Erleb­nis­se, per­sön­li­che Besin­nung und wich­ti­ge Über­gän­ge im Leben. Anfän­ge und Abschlüs­se wer­den hier eben­so beglei­tet wie Momen­te des Erin­nerns und Geden­kens.

Ein beson­de­rer Bestand­teil ist der Eutha­na­sie-Gedenk­ort, der an ein dunk­les Kapi­tel der Geschich­te erin­nert und dem Geden­ken an die Opfer einen fes­ten Platz gibt.

Blick auf die Zukunft der Lin­den­hof­s­kir­che

Das 140-jäh­ri­ge Bestehen am 15. Okto­ber 2026 bie­tet der Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt Gele­gen­heit, auf die Bedeu­tung der Kir­che zurück­zu­bli­cken. Über vie­le Jahr­zehn­te hin­weg hat sich das Got­tes­haus zu einem Ort ent­wi­ckelt, der unter­schied­li­che Gene­ra­tio­nen zusam­men­führt und das Gemein­schafts­le­ben prägt.

Auch künf­tig soll die Lin­den­hof­s­kir­che ein offe­ner Ort des Glau­bens, der Begeg­nung und des Zusam­men­halts blei­ben. Damit setzt sich die Geschich­te fort, die vor 140 Jah­ren mit dem ers­ten Got­tes­dienst begann.

Foto: Andre­as Damm /ESN

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