Cari­tas star­tet mobi­les Bera­tungs­an­ge­bot im Süd­harz

Mit einem umge­bau­ten Mini­bus bringt der Cari­tas­ver­band Süd­nie­der­sach­sen künf­tig Bera­tung und Begeg­nungs­an­ge­bo­te direkt zu den Men­schen im Süd­harz. Das Süd­harz-Mobil ist in Koope­ra­ti­on mit dem Land­kreis Göt­tin­gen ent­stan­den und wird in Herz­berg am Harz, Bad Lau­ter­berg und Bad Sach­sa ein­ge­setzt.

An drei Tagen in der Woche sind die Cari­tas-Mit­ar­bei­te­rin­nen Tina Hal­le­mann und Mag­da­le­ne Are­nz mit dem Fahr­zeug unter­wegs. Inter­es­sier­te kön­nen ohne vor­he­ri­ge Ter­min­ver­ein­ba­rung mit ihren Anlie­gen zu ihnen kom­men.

Das Ange­bot soll sich bewusst an den Bedürf­nis­sen vor Ort ori­en­tie­ren. Nach Anga­ben von Vol­ker Bull­win­kel, Lei­ter des Cari­tas-Cen­trums in Herz­berg, sol­len mit dem Fahr­zeug ver­schie­de­ne Orte ange­fah­ren und dort kon­kre­te Bedar­fe auf­ge­nom­men wer­den. Das Pro­jekt rich­tet sich unab­hän­gig von Alter, Her­kunft oder Lebens­si­tua­ti­on an die Men­schen in der Regi­on.

Bera­tung und Begeg­nung im Mini­bus

Neben Bera­tungs­an­ge­bo­ten soll das Süd­harz-Mobil auch neue Mög­lich­kei­ten zur Begeg­nung schaf­fen. Hin­ter­grund ist nach Anga­ben der Cari­tas, dass ins­be­son­de­re im länd­li­chen Raum in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Begeg­nungs­räu­me weg­ge­fal­len sind.

Für ver­trau­li­che Bera­tungs­ge­sprä­che wird der Mini­bus ent­spre­chend aus­ge­stat­tet. Geplant sind Sitz­bän­ke und ein hoch­klapp­ba­rer Tisch. Die Folie­rung des Fahr­zeugs ermög­licht den Blick nach drau­ßen, ver­hin­dert jedoch Ein­bli­cke von außen und soll damit die not­wen­di­ge Pri­vat­sphä­re schaf­fen.

Für die Mit­ar­bei­te­rin­nen steht zunächst der direk­te Kon­takt im Mit­tel­punkt. Das Fahr­zeug soll in den Städ­ten sicht­bar sein und einen nied­rig­schwel­li­gen Zugang zu den Ange­bo­ten ermög­li­chen.

Pro­jekt zunächst auf drei Jah­re ange­legt

Auch der Land­kreis Göt­tin­gen unter­stützt das Kon­zept. Sozi­al­de­zer­nent Con­rad Fin­ger und Fach­be­reichs­lei­ter Sozia­les Man­fred Fraatz begrüß­ten ins­be­son­de­re, dass sich das Ange­bot an den Bedürf­nis­sen der Men­schen vor Ort ori­en­tiert und ihnen län­ge­re Wege zu Bera­tungs­stel­len erspa­ren kann.

Finan­zi­ell unter­stützt wird das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt vom Land Nie­der­sach­sen und der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Sozia­le Brenn­punk­te Nie­der­sach­sen. Das Süd­harz-Mobil ist zunächst für eine Lauf­zeit von drei Jah­ren vor­ge­se­hen.

Foto: Vera Wölk / cps

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