Land­kreis Harz setzt auf gemein­sa­me Stra­te­gien für Wirt­schaft und Inno­va­ti­on

Wirt­schafts­för­de­rer aus dem Land­kreis Harz haben sich am 16. Sep­tem­ber in Hal­ber­stadt zu einer Klau­sur­ta­gung getrof­fen. Im Mit­tel­punkt stan­den die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Regi­on, bes­se­re Bedin­gun­gen für Start-ups und Grün­der sowie die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Städ­ten, Land­kreis und wei­te­ren Part­nern.

An dem Tref­fen im Rats­sit­zungs­saal des Hal­ber­städ­ter Rat­hau­ses nah­men Ver­tre­ter aus Wer­ni­ge­ro­de, Blan­ken­burg, Ober­harz am Bro­cken, Harz­ge­ro­de, Ilsen­burg und Qued­lin­burg teil. Hin­zu kamen Ver­tre­ter des Land­krei­ses Harz und der IHK Mag­de­burg. Für die Stadt Hal­ber­stadt waren unter ande­rem der stell­ver­tre­ten­de Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Rimp­ler und Arka­di­usz Szc­zes­ni­ak vom Fach­be­reich Stadt­ent­wick­lung ver­tre­ten.

Neue Inves­ti­tio­nen und brei­ter Bran­chen­mix

Szc­zes­ni­ak stell­te die wirt­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven Hal­ber­stadts vor und ver­wies auf meh­re­re Unter­neh­mens­an­sied­lun­gen. Nach Anga­ben der Stadt inves­tiert das Schwei­zer Fami­li­en­un­ter­neh­men SIGA rund 40 Mil­lio­nen Euro am Stand­ort und will zunächst 70 neue Arbeits­plät­ze schaf­fen. Ab Ende 2026 sol­len dort Pro­duk­te für den Gebäu­de­bau her­ge­stellt wer­den.

Hal­ber­stadt ver­fügt nach Anga­ben der Stadt über einen brei­ten Bran­chen­mix. Dazu zäh­len Kunst­stoff- und Medi­zin­tech­nik, Logis­tik und Auto­mo­ti­ve, Maschi­nen­bau, Schie­nen­ver­kehrs­tech­nik sowie ver­schie­de­ne Dienst­leis­tun­gen. Die Regi­on ver­fügt zudem über Poten­zi­al für einen Kunst­stoff-Clus­ter.

Mit der Ansied­lung der Daim­ler Truck AG hat Hal­ber­stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen wei­te­ren grö­ße­ren Wirt­schafts­ak­teur gewon­nen. Zugleich soll der Indus­trie­park Ost erwei­tert wer­den, um zusätz­li­che Flä­chen für Unter­neh­men und wei­te­re Ansied­lun­gen bereit­zu­stel­len.

Mehr Raum für Start-ups

Ein wei­te­rer Schwer­punkt der Tagung war die För­de­rung von Exis­tenz­grün­dun­gen. Hal­ber­stadt will sich künf­tig stär­ker als Stand­ort für Start-ups posi­tio­nie­ren. Hin­ter­grund ist unter ande­rem, dass die bis­he­ri­ge ego.-Förderung zur Unter­stüt­zung von Grün­dun­gen nach Anga­ben der Stadt 2028 aus­läuft.

Die Stadt sieht dar­in die Mög­lich­keit, eige­ne Ange­bo­te und Struk­tu­ren für Grün­der aus­zu­bau­en. Neue Unter­neh­men sol­len Arbeits­plät­ze schaf­fen, Inno­va­tio­nen för­dern und die Zusam­men­ar­beit mit Hoch­schu­len und Schu­len stär­ken.

Zusam­men­ar­beit im Land­kreis stär­ken

Die Teil­neh­mer tausch­ten sich zudem über gemein­sa­me Stra­te­gien der Wirt­schafts­för­de­rung aus. Nach Auf­fas­sung der Betei­lig­ten kön­nen enge­re Netz­wer­ke und abge­stimm­te Maß­nah­men dazu bei­tra­gen, den gesam­ten Wirt­schafts­stand­ort Harz stär­ker zu posi­tio­nie­ren.

Hal­ber­stadt will dabei vor­han­de­ne Gewer­be­flä­chen, den Bran­chen­mix und kur­ze Wege zwi­schen Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Wis­sen­schaft nut­zen. Ein wei­te­res Tref­fen der Wirt­schafts­för­de­rer ist in Qued­lin­burg geplant.

Zum Abschluss der Klau­sur­ta­gung besich­tig­ten die Teil­neh­mer den neu­ge­stal­te­ten Brei­ten Weg. Die Ein­kaufs- und Fla­nier­mei­le war nach rund zwei­ein­halb Jah­ren Bau­zeit im Juni eröff­net wor­den. Die Stadt ver­bin­det mit der Umge­stal­tung eine höhe­re Auf­ent­halts­qua­li­tät und bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen für Ein­zel­han­del und Gewer­be.

Foto: Pres­se­stel­le / Sabri­na Krug

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