Skulp­tur setzt Zei­chen für Freund­schaft zwi­schen Lan­gen­stein und Ybb­sitz

Ein neu­es sicht­ba­res Zei­chen der Freund­schaft zwi­schen Lan­gen­stein und der öster­rei­chi­schen Markt­ge­mein­de Ybb­sitz steht auf dem Schmie­de­platz in Lan­gen­stein. Die Metall­skulp­tur wur­de am Mon­tag, 10. August 2026, im Bei­sein zahl­rei­cher Gäs­te aus bei­den Orten geseg­net.

Die Seg­nung nah­men Pater Jako­bus aus Ybb­sitz und die Pfar­re­rin im Ruhe­stand Han­nah Becker gemein­sam vor. Zu der Fei­er war eine Dele­ga­ti­on aus Ybb­sitz ange­reist. Orts­bür­ger­meis­ter Hol­ger Werk­meis­ter begrüß­te unter ande­rem Ybb­sitz’ Bür­ger­meis­ter Ger­hard Lue­ger, Mit­glie­der des dor­ti­gen Gemein­de­ra­tes, Hal­ber­stadts stell­ver­tre­ten­den Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Rimp­ler sowie den Stif­ter der Skulp­tur, Wolf­gang Baa­ke, mit sei­ner Fami­lie.

Freund­schaft über Län­der­gren­zen hin­weg

Die Skulp­tur ergänzt die sicht­ba­ren Zei­chen einer über vie­le Jah­re gewach­se­nen Ver­bin­dung zwi­schen Lan­gen­stein und Ybb­sitz. Erst im ver­gan­ge­nen Jahr war in Lan­gen­stein der Ybb­sit­zer Weg ein­ge­weiht wor­den.

Werk­meis­ter beton­te den ver­bin­den­den Cha­rak­ter der gemein­sa­men Seg­nung durch Ver­tre­ter bei­der Kon­fes­sio­nen. Auch Bür­ger­meis­ter Ger­hard Lue­ger stell­te die per­sön­li­chen Begeg­nun­gen in den Mit­tel­punkt. Eine Part­ner­schaft lebe davon, dass Men­schen regel­mä­ßig zusam­men­kom­men, Kon­tak­te pfle­gen und Freund­schaf­ten ent­ste­hen las­sen.

Hal­ber­stadts stell­ver­tre­ten­der Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Rimp­ler hob eben­falls die beson­de­re Herz­lich­keit zwi­schen bei­den Orten her­vor. Die Bezie­hung sei längst mehr als eine for­mel­le kom­mu­na­le Part­ner­schaft. Als Zei­chen der Ver­bun­den­heit über­reich­te er den Gäs­ten zudem ein Prä­sent über den Hal­ber­städ­ter Dom und sei­nen Dom­schatz.

Stif­ter ent­deck­te Skulp­tur in Ybb­sitz

Eine per­sön­li­che Geschich­te ver­bin­det Wolf­gang Baa­ke mit dem Kunst­werk. Bei einem Besuch in Ybb­sitz lern­te er den Schmied Tho­mas Hoch­städt und des­sen Arbei­ten ken­nen. Gemein­sam mit sei­ner Frau Git­ti ent­schied er sich schließ­lich, die Metall­plas­tik Lan­gen­stein zu schen­ken.

Mit der Stif­tung wol­le er sei­nem Hei­mat­ort etwas zurück­ge­ben und zugleich an die Herz­lich­keit erin­nern, die ihm bei Begeg­nun­gen in Ybb­sitz ent­ge­gen­ge­bracht wor­den sei. Die Skulp­tur ver­eint des­halb bewusst Sym­bo­le von Lan­gen­stein, Ybb­sitz und Euro­pa.

Unter­stüt­zung bei der Umset­zung kam auch aus der Regi­on. Die TSB Harz GmbH spon­ser­te den Beton­so­ckel, auf dem die Skulp­tur ihren dau­er­haf­ten Platz auf dem Schmie­de­platz gefun­den hat.

His­to­ri­sche Ver­bin­dung reicht Jahr­hun­der­te zurück

Pater Jako­bus erin­ner­te wäh­rend der Seg­nung dar­an, dass Freund­schaft und Frie­den gepflegt wer­den müss­ten. Trotz der Ent­fer­nung zwi­schen Ybb­sitz in Nie­der­ös­ter­reich und Lan­gen­stein sei­en inzwi­schen zahl­rei­che per­sön­li­che Ver­bin­dun­gen ent­stan­den.

Zugleich ver­wies er auf his­to­ri­sche Berüh­rungs­punk­te zwi­schen den Regio­nen. Erz­bi­schof Wich­mann von Mag­de­burg, der im 12. Jahr­hun­dert zunächst Dom­propst in Hal­ber­stadt war, über­trug spä­ter Gebiet um Ybb­sitz an das Stift Mag­de­burg. Damit ver­bun­den war der Auf­trag, dort eine Kir­che zu errich­ten und eine Pfar­re zu grün­den.

Gemein­sam mit Han­nah Becker seg­ne­te Pater Jako­bus anschlie­ßend die Skulp­tur sowie die Freund­schaft und Gemein­schaft zwi­schen den bei­den Orten. Nach dem offi­zi­el­len Teil kamen die Gäs­te auf dem Schä­fer­hof zu wei­te­ren Gesprä­chen zusam­men.

Die neue Skulp­tur auf dem Schmie­de­platz soll künf­tig dau­er­haft an die Part­ner­schaft zwi­schen Lan­gen­stein und Ybb­sitz sowie an die per­sön­li­chen Begeg­nun­gen erin­nern, die die­se Ver­bin­dung seit Jah­ren prä­gen.

Foto: Stadt Hal­ber­stadt / Jean­nette Schroe­der

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