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Fami­li­en­dra­ma auf Torf­haus: Eltern mit Kind stür­zen vom Harz­turm 65 Meter in den Tod – Ermitt­ler gehen von erwei­ter­tem Selbst­mord aus

Ein tragischer Vorfall am Harzturm sorgt für Entsetzen: Zwei Erwachsene und ein Kind sind bei einem Sturz aus rund 65 Metern Höhe ums Leben gekommen.
Ein tragischer Vorfall am Harzturm sorgt für Entsetzen: Zwei Erwachsene und ein Kind sind bei einem Sturz aus rund 65 Metern Höhe ums Leben gekommen.

Groß­ein­satz am Harz­turm: Poli­zei ver­mu­tet sui­zi­da­len Hin­ter­grund

Ein tra­gi­sches Fami­li­en­dra­ma um drei Men­schen am 65 Meter hohen Harz­turm in Torf­haus­bei Alten­au sorgt für Ent­set­zen: Zwei Erwach­se­ne und ein Kind sind bei einem Sturz von einem Aus­sichts­turm gestor­ben. Die Ermitt­lungs­be­hör­den unter­su­chen der­zeit die Hin­ter­grün­de des Gesche­hens. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen geht die Poli­zei mitt­ler­wei­le von einem soge­nann­ten erwei­ter­ten Selbst­mord aus.

Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung für einen sui­zi­da­len Hin­ter­grund liegt bis­lang jedoch nicht vor. Beson­ders rät­sel­haft: Der Turm hat einen Glas­bo­den und Sicht­schutz­wän­de.

Drei Men­schen tot: Ermitt­lun­gen lau­fen auf Hoch­tou­ren

Poli­zei und Staats­an­walt­schaft Harz haben die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Nach Anga­ben der Behör­den gibt es der­zeit bei den Toten kei­ne Hin­wei­se auf eine Betei­li­gung wei­te­rer Per­so­nen. Spe­zia­lis­ten sichern Spu­ren und wer­ten Zeu­gen­aus­sa­gen sowie vor­han­de­nes Bild­ma­te­ri­al aus, um den genau­en Ablauf der Tra­gö­die um im Harz zu rekon­stru­ie­ren.

Ein Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­team, Ret­tungs­kräf­te und die Poli­zei des Land­krei­ses und die Feu­er­wehr waren am Turm, um Zeu­gen der Tra­gö­die zu betreu­en.

Die Ermitt­ler beto­nen, dass zum aktu­el­len Zeit­punkt ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en geprüft wer­den. Dazu gehört auch die Mög­lich­keit eines erwei­ter­ten Sui­zids. End­gül­ti­ge Aus­sa­gen zu Motiv oder Ablauf kön­nen jedoch erst nach Abschluss der Unter­su­chun­gen getrof­fen wer­den.

Was bedeu­tet erwei­ter­ter Sui­zid?

Unter einem erwei­ter­ten Sui­zid ver­steht man einen Fall, bei dem eine Per­son zunächst ande­re Men­schen – häu­fig enge Ange­hö­ri­ge – tötet und anschlie­ßend sich selbst das Leben nimmt.

Ob die­se Defi­ni­ti­on bei dem Sturz auf den aktu­el­len Fall zutrifft, ist der­zeit Gegen­stand der Ermitt­lun­gen und bis­lang nicht bestä­tigt. Dass wie in die­sem Fall drei Men­schen ster­ben, ist unge­wöhn­lich.

Fami­lie stürzt vom Harz­turm in den Tod: Anteil­nah­me nach dem Tra­gö­die im Harz — Bevöl­ke­rung tief erschüt­tert

Der Vor­fall an einem Aus­sichts­turm im Harz hat in der Regi­on gro­ße Betrof­fen­heit über die Fami­lie aus­ge­löst. Vie­le Men­schen zei­gen ihre Anteil­nah­me gegen­über den Ange­hö­ri­gen und hof­fen auf eine lücken­lo­se Auf­klä­rung der Gescheh­nis­se.

Auch in den sozia­len Medi­en wird über den tra­gi­schen Vor­fall dis­ku­tiert. Behör­den mah­nen jedoch zur Zurück­hal­tung und wei­sen dar­auf hin, Spe­ku­la­tio­nen zu ver­mei­den, solan­ge die Ermitt­lun­gen andau­ern.

Eine Fami­lie, ein Todes­sturz und vie­le Fra­gen

Das Fami­li­en­dra­ma um den Sturz am Harz­turm wirft vie­le Fra­gen auf. Wäh­rend die Ermitt­ler sämt­li­che Hin­ter­grün­de prü­fen, gibt es bis­lang kei­ne abschlie­ßen­den Erkennt­nis­se über die Ursa­che des töd­li­chen Stur­zes.

Ob tat­säch­lich ein erwei­ter­ter Sui­zid vor­liegt, müs­sen die lau­fen­den Unter­su­chun­gen zei­gen. Bis dahin soll­ten aus­schließ­lich bestä­tig­te Infor­ma­tio­nen berück­sich­tigt wer­den.

Die rich­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen: Was tun bei Sui­zid­ge­fähr­dung?

Wenn du selbst betrof­fen bist

  • Nimm dei­ne Gedan­ken ernst – du musst damit nicht allein blei­ben.
  • Sprich sofort mit einer Per­son, der du ver­traust (Fami­lie, Freun­des­kreis oder eine ande­re Ver­trau­ens­per­son).
  • Suche mög­lichst noch heu­te pro­fes­sio­nel­le Hil­fe, z. B. über dei­nen Haus­arzt, eine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Pra­xis oder einen psych­ia­tri­schen Kri­sen­dienst.
  • Ent­fer­ne, wenn mög­lich, Gegen­stän­de oder Medi­ka­men­te, mit denen du dir scha­den könn­test, oder bit­te jeman­den, sie vor­über­ge­hend auf­zu­be­wah­ren.
  • Wenn du das Gefühl hast, dass du dich nicht mehr sicher kon­trol­lie­ren kannst oder unmit­tel­bar gefähr­det bist, rufe den Not­ruf (112) oder gehe in die nächst­ge­le­ge­ne Not­auf­nah­me.

Wenn eine Per­son in dei­nem Umfeld betrof­fen ist

  • Sprich die Per­son offen und ruhig auf dei­ne Sor­ge an. Die direk­te Fra­ge nach Sui­zid­ge­dan­ken erhöht das Risi­ko nicht.
  • Höre auf­merk­sam zu, ohne zu urtei­len oder vor­schnel­le Lösun­gen anzu­bie­ten.
  • Nimm Aus­sa­gen über Hoff­nungs­lo­sig­keit oder Sui­zid immer ernst.
  • Ermu­ti­ge die Per­son, pro­fes­sio­nel­le Hil­fe in Anspruch zu neh­men, und bie­te an, sie dabei zu beglei­ten.
  • Las­se die Per­son bei aku­ter Gefahr mög­lichst nicht allein und ent­fer­ne, wenn mög­lich, poten­zi­ell gefähr­li­che Gegen­stän­de.
  • Besteht der Ein­druck einer unmit­tel­ba­ren Gefahr, zöge­re nicht, den Not­ruf (112) zu ver­stän­di­gen oder die Per­son in eine Not­auf­nah­me zu beglei­ten.

Wich­tig: Sui­zid­ge­dan­ken sind oft Aus­druck einer schwe­ren see­li­schen Kri­se und behan­del­bar. Früh­zei­ti­ge Unter­stüt­zung kann Leben ret­ten.

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