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Stadt Gos­lar stärkt Hoch­was­ser­schutz in Loch­tum

Loch­tum soll künf­tig bes­ser vor Hoch­was­ser geschützt wer­den. Dafür ent­steht am Scham­lah­bach nahe des Sport­plat­zes ein neu­er Was­ser­rück­halt. Die Bau­ar­bei­ten lau­fen seit April und kom­men nach Anga­ben der Stadt Gos­lar gut vor­an.

Auf einer Län­ge von rund 450 Metern wird ein Damm gebaut. Er ist 1,60 Meter hoch und bis zu 6,50 Meter breit. Bei Stark­re­gen kann die Anla­ge künf­tig bis zu 16.500 Kubik­me­ter Was­ser zwi­schen­spei­chern. Zusätz­lich wer­den zwei Damm­bal­ken­sys­te­me mit jeweils vier Metern Brei­te errich­tet. Sie sol­len ver­hin­dern, dass Was­ser über den Weg am Sport­platz und einen angren­zen­den Feld­weg in den Ort gelangt.

Neu­es Wehr regu­liert den Durch­fluss

Zum Pro­jekt gehört auch der Neu­bau eines Wehrs am Scham­lah­bach. Eine Dros­sel soll den Durch­fluss des Gewäs­sers bei Bedarf auf maxi­mal acht Kubik­me­ter pro Sekun­de begren­zen. So kann Was­ser in der Orts­la­ge kon­trol­lier­ter abge­führt wer­den.

Die Stadt Gos­lar setzt die Maß­nah­me gemein­sam mit dem Was­ser­ver­band Harz-Hei­de um. Ziel ist es, Hoch­was­ser­spit­zen abzu­fan­gen und Schä­den an Gebäu­den, Wegen und wei­te­rer Infra­struk­tur zu ver­mei­den. Nach aktu­el­lem Stand sol­len die Bau­ar­bei­ten im Herbst abge­schlos­sen wer­den.

Die Gesamt­kos­ten lie­gen bei rund 550.000 Euro. Davon wer­den etwa 440.000 Euro aus dem Son­der­ver­mö­gen Hoch­was­ser­schutz des Lan­des Nie­der­sach­sen geför­dert.

Loch­tum gilt als beson­ders gefähr­det

Loch­tum ist wegen sei­ner topo­gra­fi­schen Lage beson­ders hoch­was­ser­ge­fähr­det. Bei Stark­re­gen floss Was­ser bis­her aus meh­re­ren Rich­tun­gen in den Ort. Vor allem der Scham­lah­bach trans­por­tier­te dann gro­ße Was­ser­men­gen in die Orts­la­ge.

Mit dem neu­en Rück­hal­te­sys­tem soll sich die Situa­ti­on deut­lich ver­bes­sern. Der Damm und die tech­ni­schen Anla­gen sol­len das Was­ser zunächst zurück­hal­ten und anschlie­ßend dosiert wei­ter­lei­ten.

Aus­gleich für Ein­grif­fe in die Natur

Vor dem Bau­start waren bereits vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men nötig. Für den Bau des Damms muss­ten ein­zel­ne Bäu­me ent­lang der Scham­lah und am Sport­platz ent­fernt wer­den. Als Ersatz­quar­tie­re für geschütz­te Tier­ar­ten wur­den des­halb bereits 2024 ins­ge­samt 54 Fle­der­maus­käs­ten ange­bracht.

Ende März die­ses Jah­res wur­den außer­dem 18 neue Wei­den am Sport­platz gepflanzt. Damit sol­len die Ein­grif­fe in Natur und Land­schaft lang­fris­tig aus­ge­gli­chen wer­den.

Fotos: Stadt Gos­lar

Quel­le: Pres­se­infor­ma­ti­on der Stadt Gos­lar.

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