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Pati­en­tin legt Feu­er im Harz­kli­ni­kum – Groß­brand in Blan­ken­burg löst Groß­ein­satz aus

Eine Patientin hat offenbar im Harzklinikum Blankenburg ein Feuer gelegt
Eine Patientin hat offenbar im Harzklinikum Blankenburg ein Feuer gelegt

Feu­er in psych­ia­tri­scher Abtei­lung sorgt für dra­ma­ti­sche Sze­nen

Ein Brand im Harz­kli­ni­kum in Blan­ken­burg hat am Mitt­woch einen Groß­ein­satz von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Poli­zei aus­ge­löst. Nach ers­ten Erkennt­nis­sen wur­de das Feu­er in einem Zim­mer der psych­ia­tri­schen Abtei­lung gelegt. Die Flam­men brei­te­ten sich rasch aus und führ­ten zu einer star­ken Rauch­ent­wick­lung, sodass zahl­rei­che Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Sicher­heit gebracht wer­den muss­ten.

Nach Anga­ben der Ein­satz­kräf­te waren mehr als 80 Men­schen von der Eva­ku­ie­rung betrof­fen. Für die Ret­tungs­kräf­te stand dabei vor allem die schnel­le und siche­re Räu­mung des betrof­fe­nen Gebäu­de­be­reichs im Vor­der­grund. Zwei Per­so­nen wur­den bei dem Vor­fall ver­letzt.

Matrat­ze soll in Brand gesetzt wor­den sein

Der Brand war am spä­ten Nach­mit­tag aus­ge­bro­chen. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen der Ermitt­ler soll eine Pati­en­tin bezie­hungs­wei­se ein Pati­ent in einem Zim­mer der psych­ia­tri­schen Sta­ti­on eine Matrat­ze ange­zün­det haben. Inner­halb kur­zer Zeit ent­wi­ckel­ten sich dich­ter Rauch und offe­ne Flam­men.

Da sich Rauch in Kran­ken­häu­sern beson­ders schnell über Flu­re und Ver­sor­gungs­schäch­te aus­brei­ten kann, muss­ten die Ein­satz­kräf­te umge­hend han­deln. Die betrof­fe­ne Sta­ti­on wur­de geräumt, wäh­rend Feu­er­wehr­leu­te unter Atem­schutz in das Gebäu­de vor­gin­gen, um den Brand­herd zu bekämp­fen und wei­te­re Pati­en­ten in Sicher­heit zu brin­gen.

Ver­letz­ter springt aus Fens­ter

Beson­ders dra­ma­tisch ver­lief die Ret­tung eines Ver­letz­ten. Nach Anga­ben der Ein­satz­kräf­te sprang eine Per­son aus einem Fens­ter des Gebäu­des, um sich vor dem Rauch und den Flam­men in Sicher­heit zu brin­gen. Die Per­son erlitt dabei Ver­let­zun­gen und wur­de anschlie­ßend medi­zi­nisch ver­sorgt.

Ins­ge­samt wur­den zwei Men­schen ver­letzt. Über die genaue Schwe­re der Ver­let­zun­gen mach­ten die Behör­den zunächst kei­ne nähe­ren Anga­ben. Ret­tungs­kräf­te unter­such­ten zudem zahl­rei­che wei­te­re Pati­en­ten vor­sorg­lich auf mög­li­che Rauch­gas­ver­gif­tun­gen.

Mehr als 100 Ein­satz­kräf­te vor Ort

Ange­sichts der Lage wur­de ein Groß­auf­ge­bot an Ret­tungs­kräf­ten alar­miert. Mehr als 100 Feu­er­wehr­leu­te sowie zahl­rei­che Kräf­te des Ret­tungs­diens­tes und der Poli­zei waren im Ein­satz. Vor dem Kran­ken­haus ent­stand zeit­wei­se ein gro­ßes Auf­ge­bot an Ein­satz­fahr­zeu­gen.

Dank des schnel­len Ein­grei­fens der Feu­er­wehr konn­te das Feu­er nach rela­tiv kur­zer Zeit unter Kon­trol­le gebracht und gelöscht wer­den. Den­noch dau­er­te der Ein­satz noch meh­re­re Stun­den an. Die Ein­satz­kräf­te muss­ten das Gebäu­de belüf­ten, mög­li­che Glut­nes­ter aus­schlie­ßen und die Sicher­heit der betrof­fe­nen Sta­ti­on über­prü­fen.

Pati­en­ten wer­den ander­wei­tig unter­ge­bracht

Die Eva­ku­ie­rung stell­te die Ver­ant­wort­li­chen vor erheb­li­che orga­ni­sa­to­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen. Die betrof­fe­nen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten muss­ten zunächst gesam­melt, medi­zi­nisch betreut und teil­wei­se in ande­re Berei­che des Kran­ken­hau­ses oder in benach­bar­te Ein­rich­tun­gen ver­legt wer­den.

Kran­ken­häu­ser ver­fü­gen für sol­che Situa­tio­nen über Not­fall­plä­ne, die in Blan­ken­burg offen­bar erfolg­reich umge­setzt wur­den. Nach Anga­ben der Ver­ant­wort­li­chen konn­te die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Pati­en­ten trotz des Bran­des auf­recht­erhal­ten wer­den.

Poli­zei ermit­telt zur Brand­ur­sa­che

Die Poli­zei hat inzwi­schen die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Dabei soll geklärt wer­den, wie genau es zu dem Feu­er kam und wel­che Umstän­de zu dem Brand führ­ten. Spe­zia­lis­ten der Kri­mi­nal­po­li­zei wer­den den Brand­ort unter­su­chen und Zeu­gen befra­gen.

Bis­lang lie­gen kei­ne wei­te­ren offi­zi­el­len Infor­ma­tio­nen zu den Hin­ter­grün­den des Vor­falls vor. Auch mög­li­che straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen wer­den Gegen­stand der lau­fen­den Ermitt­lun­gen sein.

Gro­ße Betrof­fen­heit in der Harz­re­gi­on

Der Brand im Harz­kli­ni­kum sorg­te weit über die Stadt­gren­zen von Blan­ken­burg hin­aus für Auf­merk­sam­keit. In sozia­len Netz­wer­ken und in der Bevöl­ke­rung wur­de der Vor­fall inten­siv ver­folgt. Vie­le Men­schen zeig­ten sich erleich­tert dar­über, dass trotz der dra­ma­ti­schen Umstän­de kei­ne schwe­re­ren Fol­gen bekannt wur­den.

Nach ers­ten Ein­schät­zun­gen ver­hin­der­te ins­be­son­de­re das schnel­le und koor­di­nier­te Han­deln von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Kli­nik­per­so­nal eine wei­te­re Aus­brei­tung des Feu­ers. Dadurch konn­ten offen­bar deut­lich grö­ße­re Schä­den sowie wei­te­re Ver­letz­te ver­hin­dert wer­den.

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