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Inter­ne Umfra­ge: Mehr­heit der Volks­wa­gen-Bos­se stuft Kon­zern als „exis­tenz­ge­fähr­det“ ein

Die Mehrheit der Top-Führungskräfte sehen den VW-Konzern in Gefahr
Die Mehrheit der Top-Führungskräfte sehen den VW-Konzern in Gefahr

Alar­mie­ren­de Stim­mung im Manage­ment

Eine inter­ne Befra­gung unter Füh­rungs­kräf­ten des Volks­wa­gen-Kon­zerns zeich­net offen­bar ein alar­mie­ren­des Bild der Stim­mungs­la­ge im Unter­neh­men. Laut Ergeb­nis­sen einer kon­zern­in­ter­nen Umfra­ge sieht eine Mehr­heit der befrag­ten Mana­ger die Zukunft des Auto­bau­ers als gefähr­det und stuft Volks­wa­gen sogar als „exis­tenz­ge­fähr­det“ ein. Das berich­tet unter ande­rem das “Mana­ger-Maga­zin”.

Sor­gen um Wett­be­werbs­fä­hig­keit

Die Umfra­ge wur­de unter Füh­rungs­kräf­ten ver­schie­de­ner Unter­neh­mens­be­rei­che durch­ge­führt und soll­te Auf­schluss über die aktu­el­le Lage des Kon­zerns geben.

Dem­nach äußer­ten zahl­rei­che Mana­ger erheb­li­che Sor­gen hin­sicht­lich der Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den zuneh­men­den Kon­kur­renz­druck aus Chi­na, die schlep­pen­de Ent­wick­lung bei Elek­tro­fahr­zeu­gen sowie die hohen Kos­ten­struk­tu­ren in Deutsch­land.

Volks­wa­gen befin­det sich seit Mona­ten in einem tief­grei­fen­den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess. Der Kon­zern steht vor der Her­aus­for­de­rung, den Wan­del vom klas­si­schen Ver­bren­ner­her­stel­ler zum Anbie­ter elek­tri­scher und digi­tal ver­netz­ter Fahr­zeu­ge erfolg­reich zu bewäl­ti­gen.

Gleich­zei­tig ver­schärft sich der Wett­be­werb durch neue Her­stel­ler, die ins­be­son­de­re im Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät Markt­an­tei­le gewin­nen.

Top-Mana­ger äußern Kri­tik an Tem­po und Struk­tu­ren

Nach Anga­ben aus Unter­neh­mens­krei­sen sehen vie­le Füh­rungs­kräf­te die Geschwin­dig­keit der Ver­än­de­run­gen als zu gering an. Kri­ti­siert wer­den dem­nach lang­wie­ri­ge Ent­schei­dungs­pro­zes­se, kom­ple­xe Kon­zern­struk­tu­ren und ein aus Sicht vie­ler Mana­ger unzu­rei­chen­der Fort­schritt bei der Digi­ta­li­sie­rung.

Die Ergeb­nis­se der Umfra­ge dürf­ten den Druck auf das Manage­ment um Kon­zern­chef Oli­ver Blu­me wei­ter erhö­hen. Volks­wa­gen hat­te bereits umfang­rei­che Spar- und Effi­zi­enz­pro­gram­me ange­kün­digt, um die Pro­fi­ta­bi­li­tät zu stei­gern und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit lang­fris­tig zu sichern.

Kei­ne offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me vom VW-Kon­zern

Aus dem Unter­neh­men selbst gibt es bis­lang kei­ne offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me zu den kon­kre­ten Ergeb­nis­sen der Befra­gung. Beob­ach­ter wer­ten die Umfra­ge jedoch als deut­li­ches Signal dafür, dass die Her­aus­for­de­run­gen inner­halb des Kon­zerns inzwi­schen nicht nur von exter­nen Ana­lys­ten, son­dern auch von Tei­len des eige­nen Manage­ments als exis­ten­zi­ell wahr­ge­nom­men wer­den.

Trotz der kri­ti­schen Ein­schät­zun­gen ver­wei­sen Bran­chen­ex­per­ten dar­auf, dass Volks­wa­gen wei­ter­hin zu den größ­ten Auto­mo­bil­her­stel­lern der Welt zählt und über star­ke Mar­ken, erheb­li­che finan­zi­el­le Res­sour­cen sowie eine brei­te inter­na­tio­na­le Markt­prä­senz ver­fügt. Ent­schei­dend wer­de jedoch sein, wie kon­se­quent und schnell der Kon­zern die lau­fen­de Trans­for­ma­ti­on umsetzt.

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