Das Harztheater bringt das Stück Ich bin dann Er – Catharina Linck 1687–1721 zurück in die Martinikirche Halberstadt. Ab Donnerstag, 11. Juni 2026, ist die Inszenierung nach zwei ausverkauften Spielzeiten zum dritten und vorerst letzten Mal zu sehen.
Im Mittelpunkt steht die historische Figur Catharina Margaretha Linck, die als Anastasius Lagrantinus Rosenstengel lebte. Linck wurde 1687 in Halle geboren, wuchs im Waisenhaus auf und entschied sich als Jugendliche, als Mann zu leben. Später trat Linck als Prediger auf, kämpfte im Spanischen Erbfolgekrieg, wechselte mehrfach die Konfession und heiratete in Halberstadt Katharina Mühlhahn.
Historischer Stoff am authentischen Ort
Die Beziehung wurde durch die Schwiegermutter bekannt. Catharina Linck und Katharina Mühlhahn wurden verhaftet und vor Gericht gestellt. Linck wurde 1721 im Alter von 34 Jahren auf dem Fischmarkt in Halberstadt hingerichtet. Eine Gedenkplakette hinter dem Halberstädter Rathaus erinnert seit der Uraufführung des Stücks an das Schicksal.
Das Stück von Marcus Everding basiert auf historischen Fakten und ist inspiriert durch das Buch In Männerkleidern der Autorin und Historikerin Angela Steidele. Die Inszenierung verbindet Justizkrimi, historisches Spektakel und Porträt eines Menschen, der gegen die gesellschaftlichen Normen seiner Zeit lebte.
Vier Vorstellungen im Juni
Die Wiederaufnahme-Premiere findet am Donnerstag, 11. Juni, um 19.30 Uhr statt. Weitere Vorstellungen folgen am Samstag, 13. Juni, um 19.30 Uhr, am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr, und am Freitag, 19. Juni, um 19.30 Uhr. Alle Termine finden in der Martinikirche Halberstadt statt.
Regie führt Rosmarie Vogtenhuber-Freitag, die Ausstattung stammt von TOTO. In der Rolle der Catharina ist Ronja Donath zu sehen. Zum Ensemble gehören außerdem Alice Macura, Luisa Jäger, Julia Siebenschuh, Stefan Werner Dick, Arnim Beutel, Jan Saure und Eric Eisenach sowie die Statisterie des Harztheaters.
Foto: Elisabeth Rawald


