Im Großen Haus des Harztheaters haben Schülerinnen und Schüler am Dienstag ein Schülertheaterprojekt zu Demokratie, Erinnerungskultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt erlebt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Stadt Halberstadt, dem Theaterförderverein Halberstadt und dem Harztheater organisiert.
Dank Fördermitteln aus dem Bundesprogramm Demokratie leben konnten die teilnehmenden Schulen das Angebot kostenfrei nutzen. Beteiligt waren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Martineum, der Albert-Schweitzer-Schule, der Berufsschule Böhnshausen sowie der Sekundarschule Burgbreite Wernigerode.
Gezeigt wurde das Stück Was heißt hier WIR der Formation Eure Formation aus Stuttgart. Die Inszenierung verbindet Geschichte und Gegenwart: Zwei Überlebende des Nationalsozialismus werden in einem Spielshow-Format mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen konfrontiert. Dabei geht es um Identität, demokratische Grundwerte, Erinnerungskultur und Zusammenhalt.
Besonders intensiv fiel das anschließende moderierte Nachgespräch aus. Die Jugendlichen brachten ihre Eindrücke ein, stellten Fragen und tauschten sich mit den Darstellerinnen sowie weiteren Gesprächspartnerinnen aus. Nach Angaben der Veranstalter zeigte sich dabei ein großes Interesse an aktuellen gesellschaftlichen Themen.
Halberstadts Oberbürgermeister Daniel Szarata betonte zu Beginn der Veranstaltung, Schülertheater könne einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Bildung leisten. Es verbinde historische Verantwortung mit aktuellen Fragen und fördere die Fähigkeit junger Menschen, sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden.
Auch der Theaterförderverein sieht im Harztheater einen Ort politischer Bildung und demokratischer Diskussionskultur. Fördervereinsvorsitzender Joachim Schiemann hob hervor, dass die Aufführung und die Diskussion Jugendliche darin bestärken sollten, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und eigene Positionen demokratisch zu vertreten.
Die Inhalte sollen nun in den Schulen nachbereitet und in den Unterricht eingebunden werden. Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, eine offene, tolerante und dialogorientierte Stadtkultur in Halberstadt zu fördern.
Foto: Holger Wegener































