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Steu­er­zah­ler­bund: Nie­der­sach­sen erzielt wei­ter­hin Rekord­steu­er­ein­nah­men

Das Land Niedersachsen nimmt immer mehr Steuern ein - trotz Konjunkturflaute
Das Land Niedersachsen nimmt immer mehr Steuern ein - trotz Konjunkturflaute

Die Steu­er­ein­nah­men wach­sen wei­ter! Dar­auf kann das Land Nie­der­sach­sen auch in den kom­men­den Jah­ren bau­en. Sie wer­den im Schät­zungs­zeit­raum von 36,1 Mrd. Euro (2025) bis zum Jahr 2030 kon­ti­nu­ier­lich auf dann 41,1 Mrd. Euro (2030) wach­sen. Dies ermög­li­chen Bür­ger und Betrie­be, die Steu­er­zah­lun­gen in Rekord­hö­he leis­ten – trotz Dau­er-Flau­te bei der Kon­junk­tur.

Kei­ne Kon­junk­tur­be­le­bung trotz Rekord­steu­er­ein­nah­men

Des­halb darf man sich nicht irri­tie­ren las­sen, wenn Steu­er­schät­zer und Finanz­mi­nis­ter nun von einer „schwä­che­ren Ent­wick­lung der Steu­er­ein­nah­men“ spre­chen – dies bezieht sich nur auf den Ver­gleich zur Steu­er­schät­zung im Okto­ber 2025. Unterm Strich stei­gen die Steu­er­ein­nah­men wei­ter­hin: Und sie sind his­to­risch hoch!

Anläss­lich der aktu­el­len Steu­er­schät­zung betont der Bund der Steu­er­zah­ler des­halb, dass es in Deutsch­land kein Geld­pro­blem, son­dern ein kräf­ti­ges Struk­tur­pro­blem gibt.

Die Wirt­schafts­kri­se zieht sich, weil die gesetz­ge­be­ri­schen Kor­rek­tu­ren nicht zün­den und der Kon­junk­tur­mo­tor nicht anspringt“, stellt BdSt-Vor­stand Jan Ver­möh­len fest. „Um wie­der auf Kurs zu kom­men, sind Struk­tur­re­for­men das A und O! Vor allem müs­sen wir den Ein­kom­men­steu­er­ta­rif refor­mie­ren und die Unter­neh­mens­steu­er­re­form vor­zie­hen.

Nicht in Ver­schul­dung flüch­ten! BdSt erin­nert an hohe Zins­ver­pflich­tun­gen

Mit Blick auf die hohen gesamt­staat­li­chen Steu­er­ein­nah­men for­dert der Ver­band ein bes­se­res Haus­hal­ten von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen. Jede staat­li­che Ebe­ne für sich habe zwar eige­ne Finan­zie­rungs­sor­gen, doch dürf­ten Haus­halts­lö­cher ange­sichts von Rekord­steu­er­ein­nah­men nicht dau­er­haft mit neu­en Schul­den gestopft wer­den. „Schluss mit der Schul­den-Flat­rate!“, for­dert Ver­möh­len. Andern­falls droh­ten stei­gen­de Zins­ver­pflich­tun­gen die erwart­ba­ren Steu­er­mehr­ein­nah­men auf­zu­fres­sen.

Vor allem auf kom­mu­na­ler Ebe­ne ist in Nie­der­sach­sen in den letz­ten Jah­ren ein besorg­nis­er­re­gen­der Anstieg der Ver­schul­dung zu ver­zeich­nen: Von 14,9 Mrd. Euro (31.12.2022) auf 23 Mrd. Euro (31.12.2025) – ein Zuwachs um 54,5 Pro­zent inner­halb von nur drei Jah­ren.

Die Zins­zah­lun­gen der Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se haben sich im glei­chen Zeit­raum auf 492 Mio. Euro im Jahr mehr als ver­dop­pelt – Ten­denz wei­ter­hin rasch stei­gend. „Man muss kein Mathe­ge­nie sein, um ein­zu­se­hen, dass die Zins­ent­wick­lung den Kom­mu­nen jeden Gestal­tungs­spiel­raum raubt“, fin­det Ver­möh­len und for­dert grund­le­gen­de Kom­mu­nal­re­for­men – sowohl bei der Finan­zie­rung als auch der Anzahl der Gebiets­kör­per­schaf­ten.

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