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Aus einem Brand­mal­kol­ben wur­de eine Beru­fung: Wie „Wir Lie­ben Holz“ aus Hal­ber­stadt Her­zen berührt

Es beginnt mit einem Stück Holz, dem lei­sen Sum­men eines Lasers und einer Idee, die eigent­lich nur ein Zeit­ver­treib sein soll­te. Doch manch­mal sind es genau die­se klei­nen, unschein­ba­ren Momen­te, die eine ganz neue Lebens­rich­tung vor­ge­ben. In Hal­ber­stadt ist auf die­se Wei­se ein Unter­neh­men ent­stan­den, das heu­te weit über die Stadt­gren­zen hin­aus bekannt ist: „Wir Lie­ben Holz“.

Vom Pfle­ge­be­ruf zur krea­ti­ven Selbst­stän­dig­keit

Hin­ter dem Namen steht Yvonne Bom­ke, deren beruf­li­cher Weg zunächst nichts mit Holz, Hand­werk oder krea­ti­ven Arbei­ten zu tun hat­te. Nach ihrer Aus­bil­dung zur Kran­ken­schwes­ter und spä­ter zur Alten­pfle­ge­rin arbei­te­te sie vie­le Jah­re im Pfle­ge­be­reich. Erst in ihrer Eltern­zeit mit ihrem drit­ten Kind kam der ent­schei­den­de Impuls, etwas völ­lig Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. „Ich habe mir gedacht, jetzt bist du mal ein biss­chen krea­tiv“, erin­nert sie sich.

In einer Schub­la­de lag seit Jah­ren ein Brand­mal­kol­ben, den sie schließ­lich zum ers­ten Mal ernst­haft in die Hand nahm. Die ers­ten selbst gestal­te­ten Holz­stü­cke teil­te sie auf Face­book. Die Reak­tio­nen lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten. „Eine Freun­din hat mich gefragt, ob ich ihr so einen gro­ßen Auf­stel­ler machen kann. Ich habe gesagt, habe ich noch nie gemacht, pro­bie­re ich mal.“ Das Ergeb­nis über­zeug­te nicht nur die Freun­din, son­dern bald auch vie­le wei­te­re Inter­es­sen­ten.

Was als spon­ta­ne Beschäf­ti­gung begann, ent­wi­ckel­te sich inner­halb eines Jah­res zu einer immer grö­ße­ren Nach­fra­ge. Zunächst ver­kauf­te sie ihre Wer­ke über Face­book und Klein­an­zei­gen, doch Kun­den mel­de­ten sich zuneh­mend mit dem Wunsch nach einer fes­ten Anlauf­stel­le. So ent­stand schließ­lich der Name „Wir lie­ben Holz“ und eine eige­ne Prä­senz in den sozia­len Medi­en.

Indi­vi­du­el­le Hol­zu­ni­ka­te mit emo­tio­na­lem Wert

Heu­te fer­tigt Yvonne Bom­ke in ihrer Werk­statt eine Viel­zahl per­so­na­li­sier­ter Holz­pro­duk­te an. Beson­ders gefragt sind gro­ße Will­kom­mens­auf­stel­ler für den Ein­gangs­be­reich, deko­ra­ti­ve Holz­her­zen mit inte­grier­ter Lich­ter­ket­te für Hoch­zei­ten sowie indi­vi­du­ell gestal­te­te Schil­der mit humor­vol­len oder emo­tio­na­len Sprü­chen. „Herz­lich will­kom­men geht immer“, sagt sie mit einem Lächeln. Vie­le Kun­den las­sen zusätz­lich ihre Fami­li­en­na­men oder per­sön­li­che Bot­schaf­ten ein­ar­bei­ten.

Die Beson­der­heit ihres Ange­bots liegt in der Indi­vi­dua­li­tät. Kun­den kön­nen eige­ne Skiz­zen, Hand­schrif­ten oder Ideen ein­brin­gen, die dann eins zu eins auf Holz über­tra­gen wer­den. „Du kannst dei­ner Frau einen Lie­bes­brief schrei­ben mit einer schö­nen Hand­schrift. Ich kann den eins zu eins auf Holz brin­gen“, erklärt sie. Die­se Mög­lich­keit, per­sön­li­che Wor­te dau­er­haft und greif­bar fest­zu­hal­ten, ist für vie­le ein ent­schei­den­der Grund, sich für ihre Arbei­ten zu ent­schei­den.

Neben den freu­di­gen Anläs­sen wie Hoch­zei­ten, Gebur­ten oder Jubi­lä­en gibt es auch Auf­trä­ge, die emo­tio­nal beson­ders her­aus­for­dernd sind. Stra­ßen­kreu­ze für Unfall­op­fer oder Grab­auf­stel­ler gehö­ren zu den unge­wöhn­lichs­ten und zugleich bewe­gends­ten Arbei­ten. „Da hat­te ich schon die Trä­nen, weil das jüngs­te Opfer 16 war“, erzählt sie. Gera­de sol­che Momen­te zei­gen, wie eng Hand­werk und mensch­li­che Schick­sa­le mit­ein­an­der ver­bun­den sein kön­nen.

Ein Geschäft, das von Ver­trau­en und Mund­pro­pa­gan­da lebt

Der Schritt in die voll­stän­di­ge Selbst­stän­dig­keit erfolg­te 2022. Zu die­sem Zeit­punkt waren die Auf­trä­ge so zahl­reich gewor­den, dass sich Beruf und Hand­werk nicht mehr mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren lie­ßen. „Ich habe gedacht, was soll ich falsch machen. Ich bin exami­nier­te Alten­pfle­ge­rin, ich könn­te jeder­zeit zurück“, sagt sie rück­bli­ckend. Doch die­ser Schritt erwies sich als rich­tig. „Hier sit­ze ich immer noch. Wir Lie­ben Holz gibt es immer noch und alles ist gut.“

Heu­te lebt das Unter­neh­men vor allem von Emp­feh­lun­gen zufrie­de­ner Kun­den. Vie­le kom­men wie­der oder brin­gen neue Inter­es­sen­ten mit. „Der tolls­te Spruch ist immer: Du hast mich nicht zum letz­ten Mal gese­hen“, erzählt Yvonne Bom­ke. Die­se Form der Mund­pro­pa­gan­da, unter­stützt durch Whats­App, Face­book, Tik­Tok und ihre Web­sei­te, sorgt dafür, dass ihre Auf­trags­bü­cher regel­mä­ßig gefüllt sind.

Neben Ein­zel­auf­trä­gen ist sie auch auf Märk­ten und Ver­an­stal­tun­gen in der Regi­on prä­sent, etwa auf Fei­er­abend­märk­ten, Som­mer- oder Weih­nachts­fes­ten. So erreicht sie neue Kun­den­grup­pen und kann ihre Pro­duk­te direkt vor Ort prä­sen­tie­ren. Übri­gens, im Nach­bars Wie­sen­weg 32 gibt es ein klei­nes Läd­chen mit einer gro­ßen Aus­wahl an  Holz­de­ko für alle die spon­tan ein ori­gi­nel­les Geschenk suchen.

Zwi­schen Humor, Hand­werk und Herz­blut

Ob humor­vol­le Sprü­che wie „Biker wer­den nicht grau, das ist Chrom“ oder lie­be­vol­le Geburts­ge­schen­ke mit Namen und Datum — die Band­brei­te ihrer Arbei­ten ist groß. Beson­ders berüh­rend sind für sie die Momen­te, in denen Kun­den ihre fer­ti­gen Stü­cke zum ers­ten Mal sehen. „Es gab auch schon Kun­den, die haben geweint. Ande­re fra­gen, ob sie mich drü­cken dür­fen. Das moti­viert mich immer wie­der.“

Trotz wach­sen­der Kon­kur­renz durch güns­ti­ge Laser­sys­te­me und Online­an­bie­ter bleibt sie ihrer Linie treu: indi­vi­du­el­le Hand­ar­beit, per­sön­li­che Bera­tung und enge Abstim­mung mit den Kun­den. „Ich mache ver­schie­de­ne Lay­outs mit unter­schied­li­chen Schrift­ar­ten, der Kun­de sucht sich das Schöns­te aus und ich set­ze alles so um, wie er es möch­te.“

Wenn sie sich selbst mit einem Holz­stück ver­glei­chen müss­te, dann wäre sie, wie sie sagt, kein auf­fäl­li­ges Deko­herz, son­dern eher ein „knor­ri­ger Wald­ast“. Jemand, der nicht im Mit­tel­punkt ste­hen muss, aber durch Bestän­dig­keit und Cha­rak­ter über­zeugt. Viel­leicht ist genau das das Geheim­nis ihres Erfolgs: eine ruhi­ge, boden­stän­di­ge Art, gepaart mit viel Lei­den­schaft für ein Mate­ri­al, das eben­so natür­lich wie zeit­los ist. 

 

Wir Lie­ben Holz — Yvonne Bom­ke
📍Nach­bars Wie­sen­weg 32  · 38820 Hal­ber­stadt
📞Tel.: 0151/70027678
✉️Email: wir-lieben-holz@gmx.de
🌐Web­site:
https://www.wirliebenholz.net

 

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