30 Jah­re Gleich­stel­lungs­ar­beit bei der Stadt Gos­lar

Die Gleich­stel­lungs­stel­le der Stadt Gos­lar besteht seit 30 Jah­ren. Das Jubi­lä­um im August nimmt die der­zei­ti­ge Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Vera Tietz zum Anlass, auf die Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­te zurück­zu­bli­cken und künf­ti­ge Auf­ga­ben zu benen­nen.

Die kom­mu­na­le Gleich­stel­lungs­ar­beit begann 1996 mit der Beru­fung von Doris Otter-Rubin zur ers­ten Frau­en­be­auf­trag­ten der Stadt. Seit 2012 führt Vera Tietz die­se Arbeit fort. Ihre Stell­ver­tre­te­rin ist Brit­ta Rüger.

Gleich­stel­lung fest in der Ver­wal­tung ver­an­kert

Ziel der Gleich­stel­lungs­ar­beit ist es, Chan­cen­gleich­heit zu för­dern und bestehen­de Benach­tei­li­gun­gen abzu­bau­en. Nach Anga­ben von Vera Tietz bestehen trotz der im Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Gleich­be­rech­ti­gung wei­ter­hin struk­tu­rel­le Ungleich­hei­ten.

In der Stadt­ver­wal­tung ist die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te inzwi­schen früh­zei­tig in per­so­nel­le, orga­ni­sa­to­ri­sche und städ­te­bau­li­che Vor­ha­ben ein­ge­bun­den. Auch geschlech­ter­ge­rech­te Spra­che gehört zum Ver­wal­tungs­all­tag. Der Zukunfts­tag soll jun­gen Men­schen zudem Ein­bli­cke in unter­schied­li­che Berufs­fel­der ermög­li­chen und neue Per­spek­ti­ven eröff­nen.

Tietz sieht ihre Rol­le inner­halb der Ver­wal­tung als kon­trol­lie­ren­de und zugleich impuls­ge­ben­de Funk­ti­on. Kom­mu­na­le Ent­schei­dun­gen sol­len ihrer Auf­fas­sung nach stets auch unter dem Gesichts­punkt der Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit betrach­tet wer­den.

Netz­werk­ar­beit und gesell­schaft­li­che The­men

Auch außer­halb der Ver­wal­tung arbei­tet die Gleich­stel­lungs­stel­le mit regio­na­len Netz­werk­part­ne­rin­nen und ‑part­nern zusam­men. Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­te beschäf­ti­gen sich unter ande­rem mit Frau­en­ar­mut, häus­li­cher Gewalt, Dis­kri­mi­nie­rung und der Rol­le von Frau­en in der Stadt­ge­schich­te.

Tietz betont, dass Gleich­stel­lungs­ar­beit lang­fris­ti­ges Enga­ge­ment erfor­de­re. Dabei setzt sie nach eige­ner Aus­sa­ge auf einen sach­li­chen und zugleich kon­se­quen­ten Umgang mit den jewei­li­gen The­men.

Wei­te­re Pro­jek­te geplant

Für die kom­men­den Jah­re sind unter ande­rem Gen­der­kom­pe­tenz-Work­shops für Beschäf­tig­te der Stadt­ver­wal­tung vor­ge­se­hen. Zudem sol­len der Gleich­stel­lungs­plan fort­ge­schrie­ben, neue Ver­an­stal­tungs­for­ma­te ent­wi­ckelt und bestehen­de Netz­wer­ke wei­ter aus­ge­baut wer­den.

Auch nach 30 Jah­ren bleibt das Ziel der Gleich­stel­lungs­stel­le, Benach­tei­li­gun­gen abzu­bau­en und glei­che Chan­cen für Frau­en und Män­ner nach­hal­tig zu för­dern.

Foto: Stadt Gos­lar

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