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Zwei Wochen Archäo­lo­gie! Mit­ar­beit bei Aus­gra­bun­gen am mit­tel­al­ter­li­chen Klos­ter Him­mel­pfor­te mög­lich

Ausgrabungen im Sommer 2023.

Wer­ni­ge­ro­de (red). „Bei den Aus­gra­bun­gen des Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge und Archäo­lo­gie Sach­sen-Anhalt an der mit­tel­al­ter­li­chen Klos­ter­stät­te Him­mel­pfor­te bei Wer­ni­ge­ro­de vom 23. Sep­tem­ber bis 04. Okto­ber 2024 besteht auch in die­sem Jahr die Mög­lich­keit zur Mit­ar­beit für unse­re Bür­ger“, freut sich Rüdi­ger Dorff, Dezer­nent Bür­ger­ser­vice, für die Stadt.

„Im letz­ten Jahr fand eine ehren­amt­li­che Hel­fe­rin das ers­te Ske­lett, die Archäo­lo­gen bar­gen unter ande­rem vier Gold­mün­zen, über­all sind unter der Gras­nar­be teils gut erhal­ten­de Mau­ern.“ Erforscht wird das bedeu­ten­de, im 13. Jahr­hun­dert gegrün­de­te und im 16. Jahr­hun­dert nach dem Bau­ern­krieg auf­ge­ge­be­ne Augus­ti­ner­klos­ter in einem idyl­li­schen Wald­tal bei Wer­ni­ge­ro­de. „Bis zum kom­men­den Jahr blei­ben die Mau­er­res­te vor­aus­sicht­lich frei­ge­legt, und eine wei­te­re Gra­bung ist vor­be­spro­chen. Wie es danach wei­ter­geht, wird viel­leicht auch von den Fun­den abhän­gen“, wagt Rüdi­ger Dorff einen Aus­blick.

Olaf Ahrens, Lei­ter des Harz­mu­se­ums, freut sich über die bereits erziel­ten und zu erwar­ten­den Ergeb­nis­se: „Im kom­men­den Jahr möch­ten wir die Gra­bungs­er­fol­ge in unse­rem Muse­um allen Wer­ni­ge­rödern nahe­brin­gen. Es ist ein­fach ein sehr alter, bei­na­he unter­ge­gan­ge­ner Teil der Stadt­ge­schich­te, den wir wei­ter ans Licht holen wol­len.“ Alex­an­dra Runsch­ke, Archäo­lo­gin im Harz­mu­se­um, wird den Hel­fern auf der Gra­bungs­stel­le zur Sei­te ste­hen.

„Die Hel­fer erhal­ten einen haut­na­hen Ein­blick in die Tätig­keit eines Archäo­lo­gen. Im letz­ten Jahr war es eine wun­der­ba­re Zusam­men­ar­beit von Pro­fis und Ehren­amt­li­chen, und auch in die­sem Jahr wol­len wir mit Son­da­ge-Schnit­ten Kir­che, Klau­sur, wei­te­re Gebäu­de der Abtei sowie den Fried­hof erkun­den“, erläu­tert sie. Vor­kennt­nis­se sind nicht erfor­der­lich – Ein­wei­sung und Anlei­tung erfol­gen vor Ort durch den Gra­bungs­lei­ter, Prof. Dr. Felix Bier­mann vom Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge und Archäo­lo­gie.

„Will­kom­men sind alle Per­so­nen mit Inter­es­se für Geschich­te und Archäo­lo­gie der Regi­on“, so Prof. Felix Bier­mann. Das Prak­ti­kum ist ehren­amt­lich, die Ver­si­che­rung erfolgt über die Stadt Wer­ni­ge­ro­de. Alles not­wen­di­ge Gra­bungs­ge­rät ist vor­han­den. Mit­zu­brin­gen sind fle­xi­ble Arbeits­klei­dung und Arbeits­schu­he (Sicher­heits­hoch­schu­he mit Stahl­kap­pen), fer­ner Pau­sen­ver­pfle­gung. Die täg­li­che Arbeits­zeit beträgt acht Stun­den (Arbeits­be­ginn 8 Uhr). Man soll­te wenigs­tens drei Tage, gern aber auch bei­de Arbeits­wo­chen teil­neh­men.

Die zwei­te Woche liegt dabei in den Herbst­fe­ri­en. Inter­es­sen­ten mel­den Sie sich bit­te bis zum 8. Sep­tem­ber 2024 unter fol­gen­der Mail­adres­se: himmelpforte@wernigerode.de

Foto: Mat­thi­as Bein

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