Anzeige

Work­shop zur Kreis­lauf­wirt­schaft bringt neue Ideen für nach­hal­ti­ge Pro­jek­te

Das The­ma Kreis­lauf­wirt­schaft stößt im Land­kreis Gos­lar auf wach­sen­des Inter­es­se. Rund 80 Teil­neh­men­de kamen Ende Febru­ar zu einem Jah­res­work­shop zusam­men, um über nach­hal­ti­ge Lebens­wei­sen und kon­kre­te Pro­jek­te in der Regi­on zu dis­ku­tie­ren. Ein­ge­la­den hat­ten die Wirt­schafts­för­de­rung Regi­on Gos­lar (WiRe­Go) und REWI­MET e.V. gemein­sam mit wei­te­ren Part­nern.

Ziel der Ver­an­stal­tung war es, Wege zu erar­bei­ten, wie die Kreis­lauf­wirt­schaft in der Regi­on wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann. Nach der Begrü­ßung durch Land­rat Dr. Alex­an­der Sai­pa führ­te Domi­ni­que Briech­le von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Claus­thal in das The­ma ein. Er ver­wies unter ande­rem auf die in Deutsch­land wei­ter­hin ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Recy­cling­quo­ten. Ursa­chen sei­en unter ande­rem feh­len­de Infra­struk­tur, hohe Hür­den bei der Müll­tren­nung und wirt­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen bei der Wie­der­ver­wer­tung.

Digi­ta­le Lösun­gen und neue Pro­jekt­ideen

Briech­le stell­te außer­dem das digi­ta­le Real­la­bor „Digi­ti­zed Cir­cu­lar Eco­no­my“ vor, in dem digi­ta­le Lösun­gen für Repa­ra­tur- und Recy­cling­pro­zes­se getes­tet wer­den. Aus sei­ner Sicht kann eine zukunfts­fä­hi­ge Kreis­lauf­wirt­schaft gelin­gen, wenn digi­ta­le Infra­struk­tur, Bür­ger­be­tei­li­gung und gemein­sa­mes Han­deln zusam­men­kom­men.

Im Anschluss arbei­te­ten die Teil­neh­men­den in Work­shops an bereits bestehen­den Pro­jekt­ideen wei­ter. Dazu gehö­ren unter ande­rem ein Escape-Spiel zum The­ma Nach­hal­tig­keit, ein Werk­zeug­ver­leih, eine Bau­teil­bör­se, Repa­ra­tur­or­te mit Repa­ra­tur­rat sowie neue Ansät­ze zur Ver­wer­tung von Tex­ti­li­en. Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen sich wei­ter­hin in den Arbeits­grup­pen enga­gie­ren.

Dis­kus­si­on über nach­hal­ti­gen Kon­sum

In einer Podi­ums­dis­kus­si­on tausch­ten sich Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft über das The­ma „Du bist, was du kaufst – jeder Ein­kauf zählt“ aus. Dis­ku­tiert wur­de unter ande­rem, wel­che Rol­le bewuss­ter Kon­sum für eine funk­tio­nie­ren­de Kreis­lauf­wirt­schaft spielt und wel­che Ansät­ze tat­säch­lich wirk­sam sind.

Den Abschluss der Ver­an­stal­tung bil­de­te eine Film­vor­füh­rung. Gezeigt wur­de der Doku­men­tar­film „Mach­land“, der ver­schie­de­ne Öko­dör­fer und Gemein­schafts­pro­jek­te vor­stellt und unter­schied­li­che Aspek­te nach­hal­ti­ger Lebens­wei­sen beleuch­tet.

Das Pro­jekt „Kreis­lauf­wirt­schaft Land­kreis Gos­lar“ wird von WiRe­Go und REWI­MET e.V. gemein­sam mit meh­re­ren Part­nern getra­gen, dar­un­ter die TU Claus­thal, das Kli­ma­schutz­ma­nage­ment des Land­krei­ses Gos­lar sowie wei­te­re regio­na­le Netz­wer­ke und Orga­ni­sa­tio­nen. Geför­dert wird die Initia­ti­ve durch Bun­des­mit­tel im Rah­men eines For­schungs­pro­gramms zur regio­na­len Ent­wick­lung.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige