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Win­ter­berg­wan­dern im Harz: Berg­wacht St. Andre­as­berg warnt vor Selbst­über­schät­zung

Die Har­zer Ber­ge sind eines der belieb­tes­ten Mit­tel­ge­bir­ge Deutsch­lands und zie­hen jedes Jahr zahl­rei­che Wan­de­rer, Moun­tain­bi­ker und Win­ter­sport­ler an. Die abwechs­lungs­rei­che Land­schaft, dich­te Wäl­der und bekann­te Gip­fel wie der Bro­cken ver­mit­teln vie­len Besu­chern den Ein­druck, die Regi­on sei leicht zu bewäl­ti­gen.
Genau vor die­ser Annah­me warnt jedoch die Berg­wacht St. Andre­as­berg zuneh­mend, denn Selbst­über­schät­zung kann im Harz schnell zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen füh­ren. Dar­über berich­tet unter ande­rem Die Zeit.
Vie­le Men­schen unter­schät­zen die Anfor­de­run­gen, die das Gelän­de an Kör­per und Aus­rüs­tung stellt. Stei­le Anstie­ge, schma­le Pfa­de und wech­seln­de Wet­ter­be­din­gun­gen sind typisch für den Harz. Beson­ders Nebel, plötz­li­cher Tem­pe­ra­tur­ab­fall oder Glät­te kön­nen selbst erfah­re­ne Wan­de­rer über­ra­schen.
Tou­ris­ten immer wie­der mit schlech­ter Aus­rüs­tung unter­wegs
Immer wie­der müs­sen Ein­satz­kräf­te aus­rü­cken, weil Tou­ris­ten ohne aus­rei­chen­de Kon­di­ti­on, mit unge­eig­ne­tem Schuh­werk oder unzu­rei­chen­der Pla­nung unter­wegs sind. Sol­che Ein­sät­ze gefähr­den nicht nur die Betrof­fe­nen, son­dern auch die Ret­ter selbst.
Ein wei­te­res Pro­blem ist die fal­sche Selbst­ein­schät­zung der eige­nen Fit­ness. Moder­ne Tech­nik wie Navi­ga­ti­ons-Apps oder Fit­ness-Tra­cker ver­mit­telt vie­len das Gefühl von Sicher­heit. Doch tech­ni­sche Hilfs­mit­tel kön­nen ver­sa­gen, etwa bei lee­rem Akku oder feh­len­dem Netz­emp­fang. Wer sich dann in unweg­sa­mem Gelän­de ver­irrt oder erschöpft zusam­men­bricht, ist auf schnel­le Hil­fe ange­wie­sen.
Die Berg­wacht betont des­halb, wie wich­tig grund­le­gen­de Ori­en­tie­rung, rea­lis­ti­sche Tou­ren­pla­nung und das Wis­sen um die eige­nen Gren­zen sind.
Appell: War­nun­gen der Berg­wacht ernst neh­men
Auch der Respekt vor der Natur spielt eine zen­tra­le Rol­le. Abseits mar­kier­ter Wege steigt nicht nur das Unfall­ri­si­ko, son­dern auch die Gefahr, sich zu ver­lau­fen oder Schutz­ge­bie­te zu beschä­di­gen. Die Berg­wacht appel­liert daher an alle Besu­cher, auf aus­ge­wie­se­nen Rou­ten zu blei­ben und sich vor­ab über Stre­cken­län­ge, Höhen­un­ter­schie­de und Wet­ter­la­ge zu infor­mie­ren.
Es steht fest, dass die War­nung der Berg­wacht vor Selbst­über­schät­zung in den Har­zer Ber­gen ernst genom­men wer­den soll­te. Der Harz bie­tet beein­dru­cken­de Natur­er­leb­nis­se, ver­langt jedoch Umsicht, Vor­be­rei­tung und Selbst­ver­ant­wor­tung.
Wer sei­ne Fähig­kei­ten rea­lis­tisch ein­schätzt, pas­sen­de Aus­rüs­tung wählt und die Hin­wei­se der Exper­ten beach­tet, kann die Schön­heit der Regi­on sicher genie­ßen und trägt gleich­zei­tig dazu bei, unnö­ti­ge Ret­tungs­ein­sät­ze zu ver­mei­den.

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