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Wie­der Ein­bür­ge­run­gen im Land­kreis Harz

Hal­ber­stadt (red). Der Land­kreis Harz setzt 2025 die Ein­bür­ge­rung aus­län­di­scher Staats­bür­ger fort. Seit dem Jah­res­an­fang erhiel­ten 54 Per­so­nen die deut­sche Staats­bür­ger­schaft, das sind fast 50 Pro­zent der Gesamt­ein­bür­ge­run­gen des Vor­jah­res; 2024 wur­den 113 Per­so­nen ein­ge­bür­gert.

2025 wur­den bei drei Fei­er­stun­den sowie zwei Ein­zel­ter­mi­nen im Janu­ar und Febru­ar bis­her 54 Men­schen aus 24 Natio­nen ein­ge­bür­gert. Die Antrag­stel­ler kamen über­wie­gend aus Syri­en, Ägyp­ten, Afgha­ni­stan, Russ­land, Bra­si­li­en, Weiß­russ­land, der Ukrai­ne oder Rumä­ni­en, dem Liba­non, Jor­da­ni­en, und der Slo­wa­kei. Wei­te­re Her­kunfts­län­der sind Alba­ni­en, Alge­ri­en, Chi­na, Indi­en, Irak, Kam­bo­dscha, Kenia, Kuba, Nige­ria, Nepal, Paki­stan, Tune­si­en, Ungarn oder Viet­nam. 23 von ihnen waren Frau­en und 25 Män­ner. Zudem wur­den sechs Mäd­chen im Alter von 6 bis 15 Jah­ren ein­ge­bür­gert. Die ein­ge­bür­ger­ten Per­so­nen gehen Beru­fen in ver­schie­de­nen Bran­chen nach, die in unse­rer Regi­on drin­gend benö­tigt wer­den. Die Kin­der besu­chen Kin­der­gär­ten oder Schu­len und wer­den im dor­ti­gen Lern­um­feld auf ein Leben in Deutsch­land vor­be­rei­tet.

In einer Ein­zel­ein­bür­ge­rung erhielt Wael Naji­ba Mit­te Febru­ar die deut­sche Staats­bür­ger­schaft. Der Syrer kam 2015 nach Deutsch­land und lebt nach Zwi­schen­sta­tio­nen heu­te in Wer­ni­ge­ro­de. Dort schloss der heu­te 30-Jäh­ri­ge vor zwei Jah­ren sein Infor­ma­tik-Stu­di­um ab und arbei­tet mitt­ler­wei­le in der IT-Bran­che.

Bereits Ende März fin­den die nächs­ten drei fei­er­li­chen Ein­bür­ge­rungs­ver­an­stal­tun­gen beim Land­kreis Harz mit rund 55 Antrag­stel­lern statt. Im Ord­nungs­amt des Land­krei­ses Harz wer­den der­zeit rund 200 lau­fen­de Ver­fah­ren bear­bei­tet. Im Durch­schnitt gehen beim Land­kreis Harz sie­ben Neu­an­trä­ge pro Woche ein. „Die Ein­bür­ge­rung in die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit ist ein wich­ti­ger Schritt für Sie, die dau­er­haft in Deutsch­land leben möch­ten“, sag­te Klaus Ben­di­xen bei den Ein­bür­ge­rungs­ver­an­stal­tun­gen Mit­te Febru­ar. „Um ein­ge­bür­gert zu wer­den, muss­ten Sie vie­le Vor­aus­set­zun­gen erfül­len, wie zum Bei­spiel aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se und finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit nach­wei­sen und ein Bekennt­nis zur frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung able­gen“, so der Ord­nungs­amts­lei­ter beim Land­kreis Harz.

Mit der Ein­bür­ge­rung sei der Erwerb einer Viel­zahl von Rech­ten und Pflich­ten ver­bun­den, um für ein neu­es gemein­sa­mes Mit­ein­an­der zum Woh­le unse­res Staa­tes mit aller Kraft und viel Enga­ge­ment bei­zu­tra­gen. „Sie sind bei der Bun­des­tags­wahl Erst­wäh­ler, neh­men Sie die­ses Wahl­recht wahr“, so Ben­di­xen. Mit der Ein­bür­ge­rung ver­bun­den sind zudem die freie Berufs­wahl, der Aus­wei­sungs-​ und Aus­lie­fe­rungs­schutz und der kon­su­la­ri­sche Schutz durch die deut­schen Aus­lands­ver­tre­tun­gen im Aus­land.

In dem anschlie­ßend abge­ge­be­nen Bekennt­nis erklär­ten die neu­en Kreis­bür­ger fei­er­lich, das Grund­ge­setz und die Geset­ze der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu ach­ten und alles zu unter­las­sen, was ihr scha­den könn­te. Klaus Ben­di­xen begrüß­te – wie bereits Susann Arn­hold-Wind vom Fach­be­reich Land­rat auf der vor­an­ge­gan­ge­nen Ein­bür­ge­rungs­ver­an­stal­tung – jeden ein­zel­nen per­sön­lich und über­reich­te neben der Ein­bür­ge­rungs­ur­kun­de Blu­men und jeweils ein Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Mit dem Sin­gen der Deut­schen Natio­nal­hym­ne und einem Grup­pen­fo­to gin­gen die Fei­er­stun­den zu Ende.

Foto: Land­kreis Harz/Pressestelle

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