Anzeige

Wenn das Woh­nen teu­rer wird: Das müs­sen Sie zum The­ma Miet­erhö­hung wis­sen

Eine Miet­erhö­hung ist für vie­le Men­schen eine belas­ten­de Situa­ti­on, da Woh­nen zu den grund­le­gen­den Bedürf­nis­sen gehört und stei­gen­de Kos­ten oft nur schwer auf­zu­fan­gen sind. Umso wich­ti­ger ist es, beson­nen und infor­miert mit einer sol­chen Mit­tei­lung umzu­ge­hen, anstatt vor­schnell zu reagie­ren.
Ein struk­tu­rier­ter und sach­li­cher Umgang kann hel­fen, finan­zi­el­le Nach­tei­le zu ver­mei­den und die eige­nen Rech­te als Mie­ter zu wah­ren.
Kei­ne will­kür­li­chen Erhö­hun­gen: Ver­mie­ter sind an kla­re Regeln gebun­den
Zunächst soll­te eine Miet­erhö­hung gründ­lich geprüft wer­den. Nicht jede Erhö­hung ist auto­ma­tisch zuläs­sig. In Deutsch­land gel­ten kla­re gesetz­li­che Rege­lun­gen, die fest­le­gen, unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Ver­mie­ter die Mie­te erhö­hen darf. So muss eine Miet­erhö­hung in der Regel schrift­lich erfol­gen und nach­voll­zieh­bar begrün­det sein, bei­spiels­wei­se durch den Ver­weis auf den ört­li­chen Miet­spie­gel oder auf ver­gleich­ba­re Woh­nun­gen. Außer­dem sind Fris­ten ein­zu­hal­ten:
Zwi­schen zwei Miet­erhö­hun­gen muss meist ein bestimm­ter Zeit­raum lie­gen, und die Mie­te darf inner­halb von drei Jah­ren nur bis zu einer fest­ge­leg­ten Gren­ze stei­gen. Es ist daher rat­sam, die Anga­ben im Schrei­ben genau zu lesen und mit den gel­ten­den Vor­schrif­ten abzu­glei­chen.
Bei finan­zi­el­ler Belas­tung: Gespräch mit dem Ver­mie­ter suchen
Soll­ten Unsi­cher­hei­ten bestehen, ist es sinn­voll, sich Unter­stüt­zung zu holen. Mie­ter­ver­ei­ne, Ver­brau­cher­zen­tra­len oder spe­zia­li­sier­te Rechts­be­ra­tun­gen kön­nen hel­fen, die Recht­mä­ßig­keit der Miet­erhö­hung ein­zu­schät­zen.
Die­se Stel­len ver­fü­gen über Erfah­rung und aktu­el­les Fach­wis­sen und kön­nen oft schon mit weni­gen Infor­ma­tio­nen eine ers­te Ein­schät­zung geben. Dadurch gewinnt der Mie­ter Sicher­heit und ver­mei­det, einer unzu­läs­si­gen Erhö­hung vor­schnell zuzu­stim­men.
Neben der recht­li­chen Prü­fung spielt auch die per­sön­li­che finan­zi­el­le Situa­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le. Wenn die Miet­erhö­hung zwar recht­lich zuläs­sig, aber finan­zi­ell schwer trag­bar ist, soll­te das Gespräch mit dem Ver­mie­ter gesucht wer­den.
Im Extrem­fall muss über Alter­na­ti­ven nach­ge­dacht wer­den
In einem sach­li­chen und respekt­vol­len Dia­log las­sen sich manch­mal Lösun­gen fin­den, etwa eine schritt­wei­se Erhö­hung, ein spä­te­rer Beginn oder ande­re indi­vi­du­el­le Ver­ein­ba­run­gen. Ein offe­nes Gespräch zeigt Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft und kann hel­fen, das Miet­ver­hält­nis lang­fris­tig posi­tiv zu gestal­ten.
Falls kei­ne Eini­gung erzielt wer­den kann und die Mie­te die eige­nen finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten dau­er­haft über­steigt, kann es not­wen­dig sein, über Alter­na­ti­ven nach­zu­den­ken. Dazu gehört unter Umstän­den die Suche nach einer güns­ti­ge­ren Woh­nung oder die Prü­fung staat­li­cher Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te wie Wohn­geld. Auch wenn ein Umzug oft mit Auf­wand und emo­tio­na­ler Belas­tung ver­bun­den ist, kann er lang­fris­tig zu mehr finan­zi­el­ler Sta­bi­li­tät füh­ren.
Nicht zuletzt ist es wich­tig, ruhig und über­legt zu han­deln. Angst oder Ärger sind ver­ständ­li­che Reak­tio­nen auf eine Miet­erhö­hung, soll­ten jedoch nicht die Ent­schei­dun­gen bestim­men. Wer gut infor­miert ist, Fris­ten ein­hält und sich bera­ten lässt, kann sei­ne Situa­ti­on rea­lis­tisch ein­schät­zen und ange­mes­sen reagie­ren.
Eine Miet­erhö­hung muss nicht zwangs­läu­fig zu einer Ver­schlech­te­rung der Lebens­si­tua­ti­on füh­ren, wenn man ihr vor­be­rei­tet und selbst­be­wusst begeg­net.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige