Osterode (red.) Wie sieht der Wald von morgen aus? Schülerinnen und Schüler der Wartbergschule in Osterode am Harz engagieren sich im Rahmen eines praxisnahen Umweltbildungsprojekts aktiv für die Zukunft des Waldes. Unter der Anleitung des Forstinspektoranwärters Aaron Ludwig, der im Februar 2025 seine Hospitationszeit im Stadtwald Osterode absolvierte, und in Zusammenarbeit mit Lehrer Mario Teuber setzten sie ihre vor einem Jahr begonnene Pflegearbeit an einer ehemaligen Wildwiese fort.
Bereits 2022 wurde auf der etwa 0,2 Hektar großen, eingezäunten Fläche eine Eichensaat erfolgreich im Rahmen einer Projektwoche mit der Wartbergschule ausgebracht. In diesem Jahr wurde das Areal gezielt mit Esskastanien ergänzt und durch Baumhasel sowie Kirsche angereichert – Baumarten, die besonders widerstandsfähig sind und mit den Herausforderungen des Klimawandels gut zurechtkommen. Gleichzeitig tragen sie zur Erhöhung der Biodiversität im Wald bei.
Der Stadtwald Osterode ist stark von der Borkenkäferkalamität betroffen. Um seine Stabilität und Vielfalt langfristig zu sichern, sind widerstandsfähige Baumarten unerlässlich.
Mit Pflanzspaten ausgerüstet, setzten die Schülerinnen und Schüler der Klasse O4 die jungen Bäume fachgerecht in den Boden. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie die Eichensaat gepflegt, freigemäht und markiert – auch künftig werden sie die Fläche weiter betreuen und pflegen.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Umweltbildung und nachhaltige Waldentwicklung Hand in Hand gehen. Durch ihren praktischen Einsatz übernehmen die Jugendlichen Verantwortung für den Klimaschutz und leisten einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung eines widerstandsfähigen Waldes – ein Engagement mit Vorbildcharakter.
Foto: Aaron Ludwig