Auf Einladung der BUND-Kreisgruppe Celle spricht Dr. Friedhart Knolle am 17. Oktober 2025 um 18:30 Uhr im Gemeindezentrum Celle-Altenhagen über die umstrittene Frage, ob sogenannte Grünbrücken – auch in Celle als „Fledermausbrücken“ bekannt – eine sinnvolle Investition in den Artenschutz darstellen.
Zerschneidung von Lebensräumen
Hintergrund des Vortrags ist der hohe Flächenverbrauch durch Siedlungen, Landwirtschaft und den Bau von Verkehrswegen. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Zerschneidung von Lebensräumen. Wanderkorridore und Wildwechsel, etwa für Rothirsche, Wildkatzen oder Fledermäuse, werden dadurch unterbrochen.
Die Folge sind vermehrte Verkehrsunfälle, eine sinkende Populationsdichte und genetische Verarmung, was im Extremfall zum Aussterben einzelner Arten führen kann. Auch die Rote Liste gefährdeter Tierarten in Deutschland wächst weiter.
Grünbrücken als Gegenmaßnahme
Als Reaktion auf diese Entwicklungen entstehen in Deutschland und weltweit vermehrt Grünbrücken, die als Querungshilfen für Wildtiere über Straßen hinweg dienen. Sie sollen helfen, isolierte Lebensräume wieder zu verbinden und somit das Überleben verschiedener Arten sichern.
Dr. Knolle beleuchtet in seinem Vortrag anhand zahlreicher konkreter Beispiele, wie wirkungsvoll solche Bauwerke tatsächlich sind – und ob der finanzielle Aufwand gerechtfertigt ist.
Diskussion erwünscht
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Referenten.
Foto: Bertrag Kösler




























