Brot war über Jahrhunderte hinweg ein Grundnahrungsmittel mit zentraler Bedeutung. Wie aufwendig seine Herstellung im 17. Jahrhundert war und welche Rolle es am Fürstenhof spielte, steht im Mittelpunkt eines Vortrags im Schloss Herzberg.
Manfred Kirchner hat zahlreiche zeitgenössische Dokumente ausgewertet und gibt Einblicke in die Versorgung des Hofes um 1650. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Backstuben des Schlosses, sondern auch auf die Hofküche und das Leben der Bauern, die durch Hand- und Spanndienste sowie durch die Ablieferung des Zehnts zum Unterhalt des Fürstenhofs beitrugen.
Historische Ordnungen und Register
Im Vortrag werden unter anderem die Backordnung und die Küchenordnung vorgestellt. Auch verschiedene Register wie Butter‑, Korn‑, Salz- und Küchenregister sowie die Saalbücher fließen in die Darstellung ein. Thematisiert wird zudem die Klage der Hattorfer Bauern aus dem Jahr 1617, die sich gegen zu hohe Zehntabgaben wandten.
Anhand alter Bauakten zeichnet Kirchner die historischen Standorte von Schlossküchen, Backstube, Backhaus und Konditorei nach. Ein Blick auf den Flecken Herzberg und seine Bäckerzunftordnung um 1700 rundet den historischen Überblick ab.
Der Vortrag steht im Zusammenhang mit der Sonderausstellung „Brot Zeit“ im Museum des Schlosses. Eine Besichtigung der Ausstellung vor Beginn der Veranstaltung wird empfohlen.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, 1. März 2026, um 14.30 Uhr im Rittersaal von Schloss Herzberg statt. Der Eintritt ist frei, für Brot und Getränke wird um eine kleine Spende gebeten.




























