Anlässlich des 300. Geburtstags von Prinz Heinrich von Preußen lädt das Gleimhaus Halberstadt am 14. Januar 2026 um 19:30 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Geist und Muse bei Gleim“ statt und ist sowohl vor Ort als auch online per Zoom zugänglich.
Ein preußischer Prinz abseits des Rampenlichts
Während Friedrich der Große als berühmter Monarch weithin bekannt ist, blieb sein Bruder Heinrich vielen weniger geläufig. Dabei war Heinrich ein bedeutender Diplomat und Militärführer. Zeitweise galt er sogar als Anwärter auf fremde Throne, etwa in Polen oder – zumindest in Gesprächen – in Amerika. Im Siebenjährigen Krieg zeichnete er sich durch militärisches Geschick aus. Friedrich selbst bescheinigte ihm, als Einziger keine Fehler gemacht zu haben – ein Lob, das zugleich Selbstkritik des Königs enthielt.
Verbindungen nach Halberstadt
Auch zum Harz hatte Prinz Heinrich Bezüge. Er war Herr von Dorf und Gut Langenstein, die später in den Besitz der kunstsinnigen Frau von Branconi übergingen. Zudem bestand eine Verbindung zum Dichter Gleim: Ein Porträt des Prinzen, das heute im sogenannten Freundschaftstempel des Gleimhauses hängt, war vermutlich ein Geschenk Heinrichs an Gleim persönlich.
Ein Leben zwischen Talent und Tragik
Dr. Reimar Lacher, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Gleimhauses, beleuchtet in seinem Vortrag die vielschichtige Persönlichkeit Heinrichs. Neben seinen Talenten, seinem Kunstsinn und seiner Menschlichkeit wird auch das schwierige Verhältnis zu seinem Bruder Friedrich thematisiert – ein Aspekt, der Heinrichs Biografie eine tragische Note verleiht.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Zoom-Link ist beim Gleimhaus erhältlich.




























