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Vor­sicht Urlaubs­fal­le: Wie Räu­ber mit dem Eier­trick gezielt Tou­ris­ten aus­rau­ben

Mit dem Eiertrick werden in Urlaubsländern Überfälle eingeleitet
Mit dem Eiertrick werden in Urlaubsländern Überfälle eingeleitet

Die Vor­freu­de auf den Urlaub ist groß: Son­ne, Strand und ent­spann­te Tage fern­ab vom All­tag. Doch genau die­se sorg­lo­se Stim­mung nut­zen Kri­mi­nel­le immer häu­fi­ger aus. Beson­ders auf Park­plät­zen, Rast­stät­ten oder in der Nähe von Sehens­wür­dig­kei­ten kommt es zu einer per­fi­den Betrugs­ma­sche – dem soge­nann­ten Eier­trick.

Tou­ris­ten wer­den gezielt abge­lenkt, wäh­rend Täter unbe­merkt Wert­sa­chen aus dem Auto steh­len. Vie­le Rei­sen­de ken­nen die Masche nicht und reagie­ren instink­tiv falsch. Dadurch haben Die­be leich­tes Spiel.

Was ist der Eier­trick?

Beim Eier­trick wer­fen Kri­mi­nel­le rohe Eier auf die Wind­schutz­schei­be oder das Fahr­zeug ahnungs­lo­ser Auto­fah­rer. Oft pas­siert dies kurz nach dem Ein­stei­gen oder beim Ver­las­sen eines Park­plat­zes. Die Täter hof­fen dar­auf, dass der Fah­rer reflex­ar­tig den Schei­ben­wi­scher akti­viert oder aus dem Auto steigt, um den Scha­den zu über­prü­fen.

Genau in die­sem Moment schla­gen die Die­be zu. Wäh­rend das Opfer abge­lenkt ist, öff­nen Kom­pli­zen Türen oder den Kof­fer­raum und ent­wen­den Hand­ta­schen, Smart­phones, Geld­bör­sen, Rei­se­päs­se, Kame­ras, Lap­tops oder ande­re Wert­ge­gen­stän­de. In man­chen Fäl­len wird sogar das kom­plet­te Fahr­zeug gestoh­len.

War­um funk­tio­niert die­se Masche so gut?

Der Eier­trick setzt gezielt auf Stress und Über­ra­schung. Eier auf der Wind­schutz­schei­be schrän­ken die Sicht stark ein, wes­halb vie­le Men­schen instink­tiv reagie­ren und ihr Fahr­zeug ver­las­sen. Beson­ders gefähr­lich wird es, wenn sich das Ei mit Was­ser und Schei­ben­wi­scher­flüs­sig­keit ver­mischt.

Dadurch ent­steht eine schmie­ri­ge Mas­se, die die Sicht nahe­zu kom­plett blo­ckiert. Auto­fah­rer gera­ten dadurch unter Druck und hal­ten häu­fig sofort an. Genau die­se Sekun­den der Unsi­cher­heit nut­zen Kri­mi­nel­le aus.

Belieb­te Orte für den Eier­trick

Die Betrü­ger suchen gezielt Orte auf, an denen vie­le Tou­ris­ten unter­wegs sind. Beson­ders häu­fig kommt die Masche auf Rast­stät­ten ent­lang von Auto­bah­nen, auf Hotel­park­plät­zen, in Flug­ha­fen­nä­he, an Sehens­wür­dig­kei­ten, in Ein­kaufs­zen­tren belieb­ter Urlaubs­or­ten oder an Grenz­über­gän­gen vor.

Vor allem Urlau­ber mit Miet­wa­gen gel­ten als leich­te Zie­le, da sie sich häu­fig in unbe­kann­ter Umge­bung befin­den und dadurch schnel­ler ver­un­si­chert sind.

So schüt­zen Sie sich vor dem Eier­trick

Mit eini­gen ein­fa­chen Maß­nah­men kön­nen Rei­sen­de das Risi­ko deut­lich redu­zie­ren. Wich­tig ist vor allem, nicht sofort anzu­hal­ten, son­dern mög­lichst ruhig zu blei­ben und zunächst bis zu einem siche­ren, gut beleuch­te­ten Ort oder zu einer Tank­stel­le wei­ter­zu­fah­ren. Zudem soll­ten Fahr­zeug­tü­ren wäh­rend der Fahrt und auch beim kur­zen Aus­stei­gen immer ver­rie­gelt blei­ben.

Wird ein Ei auf die Wind­schutz­schei­be gewor­fen, soll­te der Schei­ben­wi­scher mög­lichst nicht sofort akti­viert wer­den, da das Ei dadurch nur stär­ker ver­schmiert und die Sicht zusätz­lich beein­träch­tigt wird. Wert­ge­gen­stän­de wie Hand­ta­schen, Smart­phones oder Kame­ras soll­ten grund­sätz­lich nie­mals sicht­bar im Fahr­zeug lie­gen blei­ben – auch nicht für weni­ge Minu­ten.

Außer­dem ist es rat­sam, beson­ders auf Park­plät­zen oder Rast­stät­ten auf­merk­sam zu blei­ben und auf ver­däch­ti­ge Per­so­nen in unmit­tel­ba­rer Fahr­zeug­nä­he zu ach­ten.

Was tun, wenn Sie Opfer gewor­den sind?

Soll­ten Wert­sa­chen gestoh­len wor­den sein, ist schnel­les Han­deln gefragt. Betrof­fe­ne soll­ten umge­hend die Poli­zei ver­stän­di­gen, Kre­dit­kar­ten sper­ren las­sen und ver­lo­re­ne Aus­weis­do­ku­men­te mel­den. Zusätz­lich soll­te die Ver­si­che­rung infor­miert wer­den. Falls mög­lich, kann es hilf­reich sein, Zeu­gen anzu­spre­chen oder Fotos vom Tat­ort bezie­hungs­wei­se ver­däch­ti­gen Fahr­zeu­gen zu machen.

Urlaub ent­spannt genie­ßen – aber auf­merk­sam blei­ben

Der Eier­trick zeigt, wie krea­tiv Kri­mi­nel­le mitt­ler­wei­le vor­ge­hen, um Tou­ris­ten aus­zu­rau­ben. Gera­de wäh­rend der Feri­en­zeit soll­ten Rei­sen­de auf­merk­sam blei­ben und unge­wöhn­li­che Situa­tio­nen ernst neh­men.

Mit Vor­sicht, gesun­dem Miss­trau­en und den rich­ti­gen Sicher­heits­maß­nah­men lässt sich das Risi­ko jedoch deut­lich redu­zie­ren. So bleibt der Urlaub ent­spannt und die Heim­rei­se frei von bösen Über­ra­schun­gen.

Häu­fi­ge Fra­gen zum Eier­trick

Berich­te über den Eier­trick tau­chen regel­mä­ßig in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Urlaubs­län­dern auf. Beson­ders betrof­fen sind tou­ris­ti­sche Regio­nen und Auto­bahn­rast­stät­ten. Täter ver­wen­den Eier, weil sie für Schock, Sicht­pro­ble­me und Ablen­kung sor­gen – genau die­se Kom­bi­na­ti­on macht die Metho­de für Die­be beson­ders effek­tiv.

Wer sich bedroht fühlt oder tat­säch­lich Opfer eines Dieb­stahls gewor­den ist, soll­te umge­hend die Poli­zei infor­mie­ren. Grund­sätz­lich kann zwar jeder Auto­fah­rer betrof­fen sein, Tou­ris­ten gel­ten jedoch häu­fig als beson­ders leich­te Zie­le.

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